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Kreuzbandriss

Ski: Nach Horror-Sturz: Saison-Aus für Dreßen

03.12.2018 | 00:04 Uhr

Thomas Dreßen ist bei der Abfahrt In Beaver Creek schwer gestürzt.
Image: Thomas Dreßen ist bei der Abfahrt In Beaver Creek schwer gestürzt. © Getty

Riesenpech für Thomas Dreßen! Der Deutsche ist bei der Abfahrt In Beaver Creek schwer gestürzt und muss die Saison mit einer schweren Verletzung vorzeitig beenden.

Der schlimme Sturz von Kitzbühelsieger Thomas Dreßen hat die zweite Weltcupabfahrt der Männer in Beaver Creek überschattet. Der 25 Jahre alte Mittenwälder kam nach rund 44 Sekunden mit Kurs auf die Bestzeit zu Fall und rutschte mit hohem Tempo in die Fangnetze. Dabei zog sich Dreßen einen Riss des vorderen und hinteren Kreuzbandes im rechten Knie zu und wird den Rest der Saison ausfallen.

Ebenfalls Verletzung an der Schulter

Der Deutsche Skiverband gab nach einer Untersuchung des 25-Jährige in Vail/USA bekannt, dass Dreßen neben der schweren Blessur im Knie auch eine Subluxation der linken Schulter erlitt.

Nach dem Aufprall waren laute Schmerzensschreie Dreßens zu hören. Deutschlands bester Abfahrer blieb minutenlang liegen, war aber ansprechbar. Er wurde mit einem Akia-Schlitten abtransportiert. Als er mit den Helfern im Zielraum ankam, spendeten ihm die zahlreichen Zuschauer warmen Beifall.

Dreßen im Krankenhaus nach Sturz

Den Sieg auf der Strecke Birds of Prey holte sich der Abfahrtsweltmeister und Olympia-Dritte Beat Feuz, der damit seinen insgesamt achten Triumph in einer Weltcup-Abfahrt feierte. Mit der Zeit von 1:13,59 Minuten lag der Schweizer sieben Hundertstelsekunden vor Mauro Caviezel (1:13,66), der damit den Doppelsieg der Eidgenossen perfekt machte. Dritter wurde Olympiasieger Aksel Lund Svindal aus Norwegen (1:13,67).

Lange hält der deutsche Skirennfahrer in Colorado Kurs auf Bestzeit, bis er stürzt.
Image: Lange hält der deutsche Skirennfahrer in Colorado Kurs auf Bestzeit, bis er stürzt. © Getty

Ferstl schlägt sich ordentlich

Ordentlich schlug sich Josef Ferstl (Hammer), der mit 1:14,49 Minuten Kontakt zur Spitze hielt. Dominik Schwaiger (Königssee/1:14,96) und Andreas Sander (Ennepetal/1:15,10) verfehlten die Punkteränge.

Bis zu seinem Ausscheiden hatte Thomas Dreßen erneut bestätigt, dass seine beiden Weltcupsiege 2017 kein Zufall waren. In der Vorwoche hatte er in Lake Louise in der ersten Abfahrt des alpinen Winters Platz sieben belegt und damit seine Zugehörigkeit zur Weltklasse bestätigt. Im vergangenen Jahr hatte er das berühmte Rennen auf der Kitzbüheler Streif gewonnen. 2017 belegte Dreßen in Beaver Creek Platz drei.

Dreßen lag hervorragend auf Kurs

Die Streckenlänge war wegen der schlechten Witterungsverhältnisse um 630 auf nunmehr noch 2070 Meter verkürzt worden. Bis zu seinem Sturz lag Dreßen erneut hervorragend auf Kurs, war Schnellster bei der ersten Zwischenzeit. Bei der zweiten lag er nur sieben Hundertstel hinter dem späteren Sieger Feuz. Dann verkantete er bei schlechter Sicht an einem eher unscheinbaren Streckenabschnitt und kam zu Fall. (sid)

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