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Blamage bei der WM: Basketballer ausgeschieden!

Dennis Schröder und Co. verlieren gegen die Dominikanische Republik

Sport-Informations-Dienst (SID)

03.09.2019 | 16:57 Uhr

Dennis Schröders Gesicht sagt alles: Nach dem wahrscheinlichen WM-Aus, ist für die  deutschen Basketballer nun auch das Olympia-Ticket in Gefahr.
Image: Dennis Schröders Gesicht sagt alles: Nach dem wahrscheinlichen WM-Aus in China, ist für die deutschen Basketballer nun auch das Olympia-Ticket in Gefahr. © DPA pa

Dennis Schröder wollte nicht reden. Wortlos schlich der selbsternannte Anführer eine Stunde nach der Schlusssirene zum Bus, kein Satz zum Desaster, keine Erklärung, nichts. Die Enttäuschung saß tief.

Nach einer Blamage gegen Außenseiter Dominikanische Republik sind die deutschen Basketballer um den hochgelobten NBA-Profi bei der Weltmeisterschaft in China gescheitert, durch das 68:70 (39:37) im zweiten Gruppenspiel gegen das Team aus der Karibik ist die Zwischenrunde unerreichbar und auch Olympia in größter Gefahr.

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"Ich bin wahnsinnig enttäuscht. Wir sind mit anderen Erwartungen hierhin gefahren. Wir haben nicht abgeliefert. Das ist großer Mist", sagte Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB), nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel sichtlich angefasst. Zwar könne das Team "auf Topniveau mitreden", es sei aber eher "von anderen hoch eingeschätzt worden". Eine Diskussion um Bundestrainer Henrik Rödl werde es nicht geben.

Frankreich besiegelt Deutschland-Aus

Rödl wählte derweil weniger harte Worte. "Das ist natürlich eine bittere Pille. Es ist klar, dass wir jetzt alle erstmal ein bisschen enttäuscht sind", sagte der 50-Jährige nach der Pleite in Shenzhen. Mit seiner Mannschaft ging der Trainer nicht wirklich ins Gericht: "Wir haben extrem hart gearbeitet. Es war ein superknappes Spiel gegen einen unangenehmen Gegner."

Was nach Betriebsunfall klingt, könnte große Folgen haben. Durch den unerklärlichen Aussetzer geht es nach der Vorrunde in der Platzierungsrunde um die Positionen 17 bis 32 in Shanghai mit Spielen gegen Kanada und den Senegal weiter. Endgültig perfekt war das Scheitern, als Frankreich im späten Gruppenspielspiel wie erwartet Jordanien schlug. Das DBB-Team hatte zum Auftakt ein 74:78 gegen die Franzosen kassiert.

"Unsere Körpersprache war nicht so, wie sie sein sollte"

Erstmals verlor eine deutsche Auswahl ihre ersten zwei Spiele bei einer WM. Das Team mit vier NBA-Profis war nicht bereit für die Aufgabe gegen den Weltranglisten-18. Es hakte an allen Ecken und Enden. "Unsere Körpersprache war nicht so, wie sie sein sollte", sagte Maodo Lo und suchte erfolglos nach Erklärungen. "Keine Ahnung, es ist ein richtiges Desaster."

In China werden sieben Direkttickets für Olympia vergeben, Deutschland bekommt keines davon. 16 weitere Teams schaffen es aber zu einem Qualifikationsturnier. Reicht es auch dafür nicht, muss der DBB hoffen, als eines von zwei europäischen Teams per Nominierung dafür zugelassen zu werden. "Jetzt kommt die Qualifikation für Olympia, für das Vorturnier, das sehr, sehr wichtig ist für uns", sagte Rödl.

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DBB-Team kommt gegen Dominikanische Republik nicht an

Trotz des ernüchternden ersten Viertels gegen die Franzosen, in dem eine deutsche Mannschaft erstmals in der WM-Geschichte nur vier Punkte verbuchte, vertraute der Nationalcoach gegen die Dominikanische Republik der Startformation vom Auftakt. Doch es holperte wie im ersten Spiel.

Daniel Theis erzielte nach 140 Sekunden die ersten Punkte gegen die sehr physisch agierenden Spieler des Karibikstaats. Der gegen Frankreich noch enttäuschende Profi der Boston Celtics war in dieser Phase die erste Option des DBB-Teams. Es lief besser, doch die Unsicherheit blieb.

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Der Gegner bereitete der deutschen Mannschaft trotz einer miserablen Dreierquote größte Probleme. Gerade unter den Körben agierte Rödls Team schwach. In der zweiten Halbzeit musste ein anderes Gesicht her, doch die Struktur fehlte weiter völlig. Die Deutschen leisteten sich viel zu viele Fehler und spielten ohne echte Überzeugung.

Es blieb bis zum Ende eng, Danilo Barthel hatte beim Stand von 68:70 kurz vor der Schlusssirene mit einem Dreier die Chance zum Sieg, doch der Ball ging nach Zuspiel von Topscorer Schröder (20 Punkte) weit vorbei. Dann wurde es auf der deutschen Bank ganz still.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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