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Federer, Nadal, Woods, Messi, CR7, Hamilton, Co. - eine große Generation geht

Nicht nur Federer! Die größte Sport-Generation überhaupt geht peu a peu

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Für Roger Federer gab es in seinem letzten Spiel kein Hollywood-Happy-End. Beim Laver Cup holt das Team Welt hat bei der fünften Auflage zum ersten Mal den Sieg.

Jeder Sportfan hält wahrscheinlich die Idole seiner Generation für die besten, die es je gab. Aktuell verabschiedet sich aber gerade eine Sportgeneration in den wohlverdienten Ruhestand, die es so noch nicht gab und wohl auch nicht mehr geben wird. Wir ziehen den Hut.

Es war sehr emotional am vergangenen Freitag, als Tennis-Legende Roger Federer zum letzten Mal in seiner illustren Karriere den Tennisschläger als Profi in die Hand nahm. Nach über 1500 Spielen, 20 Grand-Slam-Siegen und vielen weiteren Trophäen trat er beim Laver Cup an der Seite seines langjährigen Rivalen und Freundes Rafael Nadal für Team Europa gegen Team Welt an.

Federer verabschiedet sich an der Seite von Nadal

Das Legenden-Duo verlor zwar nach drei Sätzen gegen Jack Sock und Frances Tiafoe, aber das interessierte eigentlich niemanden so wirklich. Stattdessen ging das Bild um die Welt wie Federer und Nadal gemeinsam auf der Bank saßen und weinten.

Auch die Tatsache, dass das Welt-Team den Wettbewerb im fünften Versuch zwei Tage später nach toller Aufholjagd erstmals gewann, wurde zur Nebensache. Im Mittelpunkt stand einzig und allein Federer, der wenige Tage zuvor sein Karriereende nach dem Laver Cup angekündigt hatte. Der Maestro war der wahrscheinlich eleganteste Tennisspieler, den es je gab und prägte zusammen mit Nadal und Novak Djokovic die Tennis-Welt für rund zwei Jahrzehnte, ehe sie zum Federer-Abschied dann erstmals im gleichen Team standen...

Der mittlerweile 41-jährige Schweizer, der 36-jährige Nadal und der ein Jahr jüngere Djokovic gewannen gemeinsam 63 der vergangenen 77 Grand-Slams. Nadal hat derzeit mit 22 Triumphen knapp die Nase vorn vor Djokovic (21) und eben Federer. Dahinter folgt Pete Sampras (14 Triumphe) schon mit größerem Abstand. Die sogenannten Big Three bilden eine Tennis-Generation, die es so definitiv noch nie gab und Experten sind sich sicher, dass es eine derartige Dominanz über eine solch lange Zeitspanne auch in Zukunft nicht mehr geben wird.

Wie lange spielen Nadal und Djokovic noch?

Ähnliches gilt für die Frauen-Konkurrenz, wo die allgemein als beste Spielerin der Geschichte anerkannte Serena Williams erst wenige Wochen zuvor bei den US Open ihren Rücktritt verkündete und sich nach 23 Grand-Slams und unzähligen Rekorden in Zukunft anderen Dingen widmen wird.

Nun verabschiedet sich mit Federer auch bei den Herren der erste der großen Drei in den wohlverdienten Ruhestand, weil das mehrfach operierte Knie nicht mehr standhält. Auch bei Nadal ist das Karriereende nicht mehr allzu weit entfernt, wie der Spanier selbst zugibt:

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"Es ist der normale Lebenszyklus. Einige gehen, andere kommen, das ist nichts Neues. Die Geschichte wiederholt sich immer - nur sind diesmal wir betroffen, und in diesem Fall ist es einer der wichtigsten, wenn nicht sogar der wichtigste Spieler, der abtritt", sagte der 36-Jährige bei einer Pressekonferenz rund um den Laver Cup, als er darauf angesprochen wurde, ob Federers Abschied ihm auch sein eigenes Ende vor Augen halten würde.

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Novak Djokovic macht Fans Hoffnung auf ein Comeback von Roger Federer beim Laver Cup

Bereits nach den vergangenen French Open, die Nadal trotz großer Schmerzen und nur dank betäubender Spritzen bestreiten und am Ende sogar gewinnen konnte, kamen Gerüchte auf, dass er dem Sport, den er und Federer so lieben, auch bald Lebewohl sagen muss.

Unfassbare Sportler-Generation - nicht nur im Tennis

Aktuell hat Nadal aber noch vor, weiter Tennis zu spielen und wird sich mit Djokovic - dem Dritten im Bunde - auch im kommenden Jahr um die wichtigsten Titel streiten. Die nächste Generation um Alexander Zverev und Daniil Medvedev und sogar die eigentlich schon übernächste Generation mit dem Weltranglistenersten Carlos Alcaraz an der Spitze, werden dies zwar zu verhindern versuchen, aber mit Nadal und Djokovic wird immer zu rechnen sein, so lange sie noch spielen.

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Der Serbe dürfte von den Big Three wohl noch am längsten auf der ATP-Tour verbleiben. Er ist mit 35 Jahren der Jüngste und hatte auch am wenigsten mit Verletzungen zu kämpfen. Doch auch Djokovic wird gegen den ungeschlagenen Vater Zeit irgendwann das Nachsehen haben.

Vielleicht hält er aber die Fahnen einer nicht nur im Tennis, sondern im gesamten Sport unfassbar starken Generation noch ein paar Jahre hoch. Neben den Big Three und Serena Williams zählen dazu Tiger Woods, der beste Golfer der Geschichte, Rekord-Olympiasieger Michael Phelps, Floyd Mayweather, der erfolgreichste Boxer der Historie und Lewis Hamilton, der Rekordweltmeister der Formel 1.

Auch Messi und CR7 sind ein Teil

Sebastian Vettel mit vier WM-Titeln in der Königsklasse des Motorsports zählt genauso zu dieser Generation, wie auch NBA-Superstar LeBron James, der als einer der drei besten Basketballer überhaupt gilt und zudem vielleicht sogar der einflussreichste Sportler der Geschichte überhaupt war. Und natürlich ist da noch Rekord-Superbowl-Champion Tom Brady in der NFL und der schnellste Mann der Welt, Usain Bolt in der Leichtathletik, an dessen Rekorden sich seine Nachfolger nach wie vor die Zähne ausbeißen.

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Und auch im Fußball produzierte diese Generation zwei Legenden: Lionel Messi ist für zahlreiche Experten der vielleicht beste Fußballer überhaupt und dass nicht nur wegen seiner unglaublichen sieben Triumphe beim Ballon-d'Or. Aber Messi steht nicht allein da, denn natürlich muss auch Cristiano Ronaldo erwähnt werden, der ebenfalls zu den besten Stürmern der Fußballgeschichte zählt.

Der älteste dieser unfassbaren Sportler-Generation ist Woods mit 46 Jahren, die jüngsten sind Vettel und Djokovic mit 35 Lenzen. Einige wie Bolt, Phelps oder nun auch Serena und Federer haben sich bereits von ihrem Sport verabschiedet, Vettel folgt dann in wenigen Wochen. Auch Mayweather will eigentlich nicht mehr in den Ring steigen und bei Brady dürfte nach der NFL-Saison im Februar auch Schluss sein. LeBron James will noch mit seinem Sohn in der NBA spielen und sollte dann 2024 die Schuhe an den Nagel hängen.

Die große Generation verschwindet nach und nach

Woods musste derweil ein Comeback zuletzt abbrechen und es dürfte wohl leider nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Routinier sich zurückzieht. Auch bei Hamilton gab es im vergangenen Sommer erstmals Gerüchte um ein Karriereende, aber der siebenfache Weltmeister will nach aktuellem Stand zumindest in der kommenden Saison noch an den Start gehen.

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Bleiben noch Messi und CR7: Beide können noch auf sehr hohem Niveau liefern, aber wie lange noch? Bei Ronaldo wurde im Sommer deutlich, dass seine beste Zeit vorbei ist, als kein Team den Portugiesen verpflichten wollte. Messi erlebt dagegen aktuell eine Renaissance, erklärte aber schon mehrfach, dass er zum Ende hin noch in der amerikanischen MLS und auch in seiner argentinischen Heimat spielen will. Fußball-Fans hierzulande tun also gut daran, die beiden Superstars noch zu genießen, so lange sie hier gegen den Ball treten. Ähnlich wie es die Tennis-Fans bei Federer gemacht haben, denn die größte Sport-Generation der Geschichte geht peu a peu....

Neue Stars stehen bereit

Allzu traurig brauchen Sportfans aber nicht sein, denn potenzielle Nachfolger stehen in fast allen Sportarten bereits bereit. Sei es Alcaraz, die jüngste Nummer eins im Herren-Tennis überhaupt oder seinem Pendant bei den Frauen, Iga Swiatek, die im Alter von 21 Jahren schon drei Majors gewonnen hat. In der Formel 1 schickt sich Max Verstappen an, einer der ganz Großen zu werden und weitere junge Fahrer wie Charles Leclerc bieten ihm die Stirn.

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Im Fußball gibt es Kylian Mbappe und Erling Haaland, im Golf Rory McIllroy, Justin Rose und andere. Die NFL ist mit Stars wie Patrick Mahomes und Josh Allen genauso gut aufgestellt wie die NBA nach LeBron James mit Stars wie Ja Morant, Luka Doncic oder Giannis Antetokounmpo. Und auch in den restlichen Sportarten wird es nicht langweilig, auch wenn die Schuhe dieser Generation sich als zu groß entpuppen sollten, denn das ist bei den Legenden sicherlich keine Schande ...

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