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Leno, Özil und Griezmann haben eigenes eSport-Team

Leno, Özil, Griezmann & Co.: Diese Stars sind im eSport aktiv

Felix Arnold

29.03.2020 | 21:24 Uhr

Das Thema eSport erlebt in der Coronakrise einen Aufschwung.
Image: Das Thema eSport erlebt in der Coronakrise einen Aufschwung. © DPA pa

Die großen Stadien Europas bleiben momentan leer, weil der Coronavirus einen regulären Spielbetrieb unmöglich macht. Für die daheimgebliebenen Fans bleibt oft nur der Griff zum Controller, um wenigstens auf dem virtuellen Grün mitfiebern zu können.

In Deutschland duellieren sich aktuell Stars von Dortmund, Schalke 04 und Co. an der Konsole und spielen eine virtuelle Meisterschaft aus, einigen Spielern gehört sogar ein eigenes eSport-Team mit festangestellten Gamern - darunter sind auch zwei deutsche Profis vom FC Arsenal.

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Der Ball rollt virtuell weiter: Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) mitteilte, werden sich die Klubs der 1. und 2. Bundesliga wegen der Corona-Pandemie in der Fußball-Simulation FIFA 20 duellieren.

Leno hat eigenes eSport-Team

Im September 2019 ging der passionierte FIFA-Spieler Bernd Leno mit einem eigenen eSport-Team an den Start. Unter dem wenig kreativen Titel "Leno Esports" zocken aktuell zwei Profis und drei Talente auf verschiedenen Turnieren in ganz Europa.

Das Besondere: Alle Gamer kommen aus Stuttgart und Umgebung, wo auch der deutsche Nationaltorhüter seine Wurzeln hat. Bei der FIFA-WM in London Anfang August kam es zum ersten Aufeinandertreffen zwischen den Zockern und dem Arsenal-Star, in diesen Tagen sollen weitere Show-Matches folgen.

Özil verliert drei Nachwuchsspieler

Mesut Özil, Lenos Teamkollege bei den Gunners, gilt dagegen als alter Hase im eSport-Business. Bereits im Oktober 2018 sprang der ehemalige Nationalspieler auf den Gaming-Zug auf und gründete ein eigenes Team.

"M10 eSports" ist hochkarätig besetzt und wurde im vergangenen Monat prominent verstärkt: Fortnite-Teamweltmeister Emil Pedersen (17) wechselte ins Team von Mesut Özil, das in FIFA und Fortnite an den Start geht. Im letzten Jahr gab es allerdings auch Knatsch zwischen den Gamern und dem Profi, sodass drei talentierte Nachwuchsspieler das Team aufgrund „unterschiedlicher Vorstellungen" verließen.

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Griezmann-Brüder setzen Fokus nicht auf FIFA

Dass man auch als Duo ein eSport-Team aufbauen kann, bewiesen Barcas Superstar Antoine Griezmann und sein Bruder Theo Anfang des Jahres. Die beiden Franzosen gingen mit "Grizi Esport" an den Start. Die Rollen innerhalb der Organisation sind klar verteilt: Antoine tritt vorwiegend als Werbefigur auf, sein Bruder kümmert sich um das operative Geschäft.

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Überraschenderweise liegt der Fokus des Teams nicht auf FIFA oder PES, wie man bei einem Fußball-Weltmeister vermuten könnte, sondern auf Spielen wie Fortnite oder League of Legends. Aktuell können sich Gamer noch für einen Platz in Griezmanns Team bewerben.

Bayern und Schalke in Pique-Liga vertreten

Teamkollege Gerard Pique ging sogar noch einen Schritt weiter und gründete gleich eine eigene eSport-Liga. In Zusammenarbeit mit Konami, dem Entwickler der Fußball-Simulation PES, stellte Barcas Verteidiger "eFootball.Pro" auf die Beine. Dort duellieren sich nicht nur spanische Teams, sondern Gamer aus den unterschiedlichsten Ligen Europas.

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Aus der Bundesliga sind der FC Schalke und Bayern München vertreten - der FCB steht sogar auf dem zweiten Tabellenplatz. Auch die virtuelle Liga muss aufgrund der Corona-Pandemie pausieren.

Gullit mit eigener FIFA-Akademie

Aber nicht nur heutige Top-Stars, sondern auch Legenden einer zurückliegenden Ära haben den eSport früh für sich entdeckt. So kündigte Ruud Gullit bereits Anfang 2018 eine neue FIFA-Akademie an, in welcher der frühere Weltfußballer heute als Botschafter fungiert. "Team Gullit" unterstützt junge Talente, die noch ohne Profivertrag sind.

Hollands Europameister von 1988 bescheinigt der Simulation, "sehr nah dran am echten Fußball" zu sein und erkennt das finanzielle Potenzial der Marke Gullit. Aktuell stehen bei ihm sechs Spieler unter Vertrag, darunter auch ein Schwede und ein Brasilianer.

Manley erste Frau in der virtuellen Premier League

Mit dem ehemaligen Schalker Christian Fuchs ist ein weiterer Ex-Bundesligaspieler auf den Geschmack gekommen, wenn es um eSport geht. 2016 mit Sensationsmeister Leicester City bekannt geworden, hat Fuchs seit zwei Jahren ein eigenes FIFA-Team: "NoFuchsGiven".

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Auch dem Österreicher ist nicht entgangen, wie schnell die Branche wächst. "Ich habe das Potenzial sofort erkannt", sagte Fuchs über sein Team, das heute fünf Pro-Gamer beschäftigt und ziemlich erfolgreich ist. Unter den Zockern ist auch Lis Manley, die sich als erste Frau für die virtuelle Premier League qualifizieren konnte, welche Kollege Dariosh Krowner im vergangenen Jahr gewann.

Ibrahimovic investiert in eSport

Schwedens Superstar Zlatan Ibrahimovic wählt einen anderen Ansatz als viele seiner Kollegen. Der Stürmer des AC Mailand besitzt selbst kein eSport-Team, investiert aber in Unternehmen dieser Branche. Bereits 2017, noch im Trikot von Manchester United, unterstützte Zlatan das Start-Up "Challengermode", das im Bereich eSport tätig und über die letzten Jahre stetig gewachsen ist.

Wie man sieht, gibt es für Fußballer in Europa genug Möglichkeiten, sich dem stetig wachsenden eSport zuzuwenden - ausreichend finanzielle Möglichkeiten zu einem Engagement dürften in jedem Fall gegeben sein. Jetzt, wo der Ball ruht, werden womöglich weitere Stars auf diese Branche aufmerksam und versuchen, sich dem virtuellen Sport zu öffnen.

In Zeiten von Quarantäne und Homeoffice ist ein FIFA-Duell an der Konsole zumindest eine gute Alternative zur Bundesliga-Konferenz am Samstagnachmittag.

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