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Weltmeister hinter den Erwartungen

Marco Koch bleibt zum Auftakt ohne Edelmetall.

02.02.2018 | 11:20 Uhr

Es ist nicht seine Paradestrecke, aber trotzdem hat Marco Koch auf eine Medaille gehofft.
Image: Es ist nicht seine Paradestrecke, aber trotzdem hat Marco Koch auf eine Medaille gehofft. © Getty

Marco Koch hat zum Auftakt der DM in Berlin eine Niederlage kassiert. Der 27 Jahre alte Titelverteidiger musste sich im Finale auf seiner Nebenstrecke 100 m Brust mit Platz drei und einer nur mittelmäßigen Zeit (1:00,56) zufrieden geben. 

"Ich fühle mich okay, aber ich bin nicht schnell", sagte Koch, der seine erste Chance auf ein direktes WM-Ticket verpasste. Sein Hauptaugenmerk liegt aber auf der doppelten Distanz am Sonntag.

Das Rennen gewann Christian vom Lehn in starken 59,47 Sekunden. Der Essener konnte die Norm für die WM im Juli in Budapest zwar nicht erfüllen, dürfte aber über die Staffel für den Saisonhöhepunkt nominiert werden. "Das war ein richtig geiles Rennen", sagte der WM-Dritte von 2011. Fabian Schwingenschlögl, der die Vorlaufnorm noch erfüllt hatte, wurde Zweiter und blieb über der geforderten Endlaufzeit.

Kraft statt Wettkampf

Vor seinem ersten Start hatte sich Koch, der in der Vorbereitung anders als in der Vergangenheit verstärkt auf Krafttraining statt Wettkampfhärte gesetzt hat, unsicher über seine Form gezeigt. Er fühle sich "wie ein Bodybuilder im Wasser", sagte Koch, "ich habe noch nicht das richtige Gefühl."

Bundestrainer Henning Lambertz ist sicher, dass sich Koch über die doppelte Distanz stärker präsentieren wird. "Er ist mir zu unruhig geschwommen, er wollte die Kraft mit aller Macht ins Wasser bringen. Seine Stärke ist aber das Gleiten. Das wird über die 200 Meter besser", sagte Lambertz. (sid)

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