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NHL Playoffs mit Leon Draisaitl: Jugendcoach Helmut de Raaf im Interview

Jugendcoach schwärmt: Was an Draisaitl so faszinierend war

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Gewinnen die Oilers in der Nacht auf Mittwoch Spiel 4 (Live & exklusiv ab 3:30 Uhr auf Sky), hat das Team um Leon Draisaitl drei Matchbälle, um die Finals zu erreichen. Sky Sport sprach exklusiv mit Draisaitls Jugendcoach Helmut de Raaf.

NHL-Superstar Leon Draisaitl drückt auch dem Playoff-Duell zwischen den Edmonton Oilers und den Calgary Flames seinen Stempel auf. Vor Spiel 4 blickt sein Jugendcoach Helmut de Raaf bei Sky Sport zurück.

Der "Battle of Alberta" geht in die entscheidende Phase! Gewinnen die Edmonton Oilers in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch Spiel 4 gegen die Calgary Flames (Live und exklusiv ab 03:30 Uhr auf Sky Sport 1 HD), hat das Team um Superstar Leon Draisaitl gleich drei Matchbälle, um die Conference Finals zu erreichen.

Draisaitl selbst kommt in den Playoffs immer besser in Form, lieferte beim 4:1-Sieg in Spiel 3 gleich vier Assists. Sky Sport begab sich auf Spurensuche und sprach exklusiv mit Draisaitls Jugendcoach Helmut de Raaf, aktuell Director of Development an der Red Bull Eishockey Akademie.

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Sky Sport: Herr de Raaf, Sie waren von 1999 bis 2013 verantwortlicher Nachwuchsleiter bei den Jungadlern Mannheim und kennen Leon Draisaitl seit seiner Jugend. Was war er damals als Teenager für ein Typ?

Helmut de Raaf: Leon war 14 Jahre und wechselte von Köln zu uns nach Mannheim. Es kam ein Junge, der genau wusste, was er machen wollte und was er nicht machen wollte. Er war sehr, sehr talentiert und wir waren sehr froh, dass er zu uns gewechselt ist.

Zusammen mit Marcel Kurth (l.) und Dominik Kahun gewann Leon Draisaitl (M.) 2012 die Meisterschaft in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL).
Image: Zusammen mit Marcel Kurth (l.) und Dominik Kahun gewann Leon Draisaitl (M.) 2012 die Meisterschaft in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL).  © DPA pa

Sky Sport: Wann hat man gemerkt, dass er besser ist als die anderen in seiner Altersklasse?

De Raaf: Er hat Dinge gemacht, die andere nicht gemacht haben, Dinge gesehen, die andere nicht gesehen haben. Das Faszinierende war: Für das klassische Training konnte man ihn nicht so begeistern. Es war aber immer etwas ganz Besonderes, wenn es ums Spielen ging. Egal ob Fußball oder eben Eishockey. Beim Spielen war er zu hundert Prozent da. Bei den anderen Dingen war es mehr ein Muss.

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Image: Der frühere Nationaltorhüter Helmut de Raaf trainierte in der DEL die Schwenninger Wild Wings.  © DPA pa

Sky Sport: Sind Sie noch in Kontakt, verfolgen Sie seinen Weg aktuell?

De Raaf: Natürlich schaue ich zuerst auf die Oilers, wenn ich NHL-Ergebnisse checke. In den Playoffs verfolge ich das schon intensiver. Wir haben meistens Kontakt über Dritte, wie Frederik Tiffels, der wie ich bei Red Bull ist - er in München, ich in Salzburg. Wenn man einen Spieler kennt, schaut man natürlich etwas genauer hin.

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Leon Draisaitl hat mit den Edmonton Oilers das dritte Playoff-Spiel gegen die Calgary Flames gewonnen und dabei einen Vorlagen-Rekord aufgestellt.

Sky Sport: Was trauen Sie den Oilers in den Playoffs zu? Aktuell steht es 2:1 in der Serie gegen die Flames.

De Raaf: Ich glaube, dass sie gegen Calgary gute Chancen haben. In der Reihe McDavid, Kane und Draisaitl läuft es sehr gut, das sind drei super Eishockeyspieler. Gegen L.A. in der ersten Runde sind sie auch wieder zurückgekommen. Die Playoffs dieses Jahr sind sehr schwer einzuschätzen, weil die Mannschaften sehr ausgeglichen sind. Oilers-Coach Jay Woodcroft ist ein sehr guter Bekannter von mir, auch deswegen drücke ich ihnen die Daumen. Trotzdem stehen im Kampf um den Stanley Cup noch ein paar Mannschaften dazwischen, die aktuell noch einen Schritt voraus sind: Colorado Avalanche und Tampa Bay Lightning. Aber Calgary wird auch noch schwer genug, ich kann mir auch vorstellen, dass es sieben Spiele gibt.

Sky Sport: Sie sind eine deutsche Torhüter-Legende. Wie sehen Sie die Position bei den Oilers besetzt? Koskinen war die Saison über fehleranfällig, Mike Smith ist 40 Jahre alt. Reicht das auf dem allerhöchsten Playoff-Niveau?

De Raaf: Es geht oft nicht nur um den Torwart, sondern um die ganze Defensive. Aber es wird schwierig, sie brauchen konstantere Leistungen bei den Torhütern. Man sieht bei jeder Mannschaft, dass ein Torwart das Spiel gewinnen kann. Das fehlt ihnen aktuell noch. Beim 4:1 in Spiel 3 war es dennoch von beiden Goalies eine sehr gute Leistung. Und offensiv müssen sie sich sowieso vor niemandem verstecken!

Das Interview führte Benjamin Heckner

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