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Skispringen: DSV-Adler dank Geiger auf Rang zwei

"Da kann man nur gratulieren"

Sport-Informations-Dienst (sid)

15.02.2019 | 17:42 Uhr

Karl Geiger liefert eine überragende Leistung ab.
Image: Karl Geiger liefert eine überragende Leistung ab. © Getty

Die deutschen Skispringer sind dank des überragenden Karl Geiger auf dem zweiten Platz gelandet

Karl Geiger riss jubelnd die Arme in den Nachthimmel, Werner Schuster atmete erleichtert durch: Die deutschen Skispringer sind angeführt vom überragenden Geiger auch im dritten Teamwettkampf der WM-Saison auf das Podest geflogen. Nach zuletzt mäßigen Ergebnissen schnupperte das DSV-Quartett beim Weltcup im finnischen Lahti sogar am Sieg, musste sich mit 942,6 Punkten aber knapp hinter Österreich (953,6) mit Rang zwei zufriedengeben.

"Die Mannschaft hat sich gut zusammengerauft. Angeführt vom überragenden Karl haben sich die anderen anstecken lassen. Es ist fantastisch, wenn man so einen Startspringer hat, da kann man nur gratulieren", sagte Schuster zwei Wochen vor der WM in Seefeld in der ARD. Dem wie entfesselt springenden Geiger, Richard Freitag, Andreas Wellinger und Stephan Leyhe fehlten am Ende umgerechnet 6,11 m zum Sieg. Dritter wurde Japan mit Vierschanzentournee-Sieger Ryoyu Kobayashi (929,5).

DSV-Team auch ohne Eisenbichler erfolgreich

Auch ohne Markus Eisenbichler, der mit Blick auf die WM in Seefeld (19. Februar bis 3. März) auf die Reise verzichtet hatte, kämpfte das DSV-Team um den Sieg mit. Geiger brachte das Quartett von Noch-Bundestrainer Schuster mit den jeweils besten Flügen der gesamten Konkurrenz auf 129,5 und 130,5 m zweimal in Führung. "Ich hätte auch nicht damit gerechnet, dass ich zwei solche Sprünge hinlege. Genial. Es tut einfach gut, wenn man weiß: Okay, es geht noch", sagte Engelberg-Sieger Geiger nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen.

Zum Sieg wie drei Wochen zuvor in Zakopane reichte es aber nicht. Leyhe (119,5 und 124,5 m) und Wellinger (117,0 und 123,0 m) präsentierten sich zwar ebenfalls gut in Form, vor allem Freitag (119,0 und 113,5) ließ aber noch Luft nach oben. "Es sind nicht alle gleich gut in Form", sagte Schuster.

Deutsche vor letztem Durchgang nur knapp hinter Österreich

Eisenbichler hatte seinem Team vor dem Start per Video noch Mut gemacht. "Ihr schafft es auch ohne mich. Ihr macht das, Burschen", sagte der Tournee-Zweite der ARD. Und daran hielt sich seine Mannschaft. Vor dem letzten Sprung lag Deutschland sogar nur 0,5 Punkte hinter Österreich, ehe Doppel-Weltmeister Stefan Kraft das finale Duell mit Leyhe gewann.

Das ÖSV-Team meldete sich damit vor der Heim-WM eindrucksvoll zurück. Kraft an der Stätte seines doppelten WM-Triumphs, Rückkehrer Gregor Schlierenzauer, Philipp Aschenwald und Michael Hayböck sorgten für den ersten Teamerfolg seit März 2017 in Oslo. Danach waren die einstigen Seriensieger in zwölf Team-Wettkämpfen ohne Erfolg geblieben.

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Trauer um Matti Nykänen

Der Wettkampf stand auch im Zeichen der am Montag verstorbenen Skisprung-Legende Matti Nykänen. Zwischen den Durchgängen gab es eine Schweigeminute in Erinnerung an den viermaligen Olympiasieger. Zudem konnten Fans an einem Schneehügel vor einem Nykänen-Foto Blumen und Geschenke niederlegen. Der sechsmalige Weltmeister war nur 55 Jahre alt geworden.

Am Sonntag (16.15 Uhr) folgt in Lahti zum Abschluss ein Einzelspringen. Vor allem Geiger ist dann nach seiner starken Vorstellung am Samstag sogar ein Podestplatz zuzutrauen - wenn nicht sogar der Sieg.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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