Zum Inhalte wechseln

Tour de France: Peter Sagan gewinnt fünfte Etappe

Sagan siegt im Grünen Trikot

Sport-Informations-Dienst (SID)

10.07.2019 | 17:49 Uhr

Peter Sagan vom Team Bora-hansgrohe siegt nach 175,5 Kilometern in Colmar
Image: Peter Sagan vom Team Bora-hansgrohe siegt nach 175,5 Kilometern in Colmar © Getty

Peter Sagan hat die fünfte Etappe der 106. Tour de France gewonnen und dem deutschen Team Bora-hansgrohe damit den ersten Sieg beschert.

Die Berg- und Talfahrt durch das Elsass gewonnen, das deutsche Team Bora-hansgrohe nahe der heimischen Grenze beglückt: Radsport-Rockstar Peter Sagan hat den Waffenstillstand der Gelb-Favoriten genutzt und am Vortag des ersten großen Tour-de-France-Showdowns einen hart umkämpften Etappensieg gefeiert.

Zwölfter Tagessieg für Sagan

Der dreimalige Weltmeister gewann am Mittwoch nach 175,5 km den Zielsprint des fünften Teilstücks in Colmar. Nach zuvor zwei missglückten Sprint-Anläufen war es Sagans erster Etappensieg bei der Tour 2019. Insgesamt kommt der sechsmalige Gewinner des Grünen Trikots nun auf zwölf Tageserfolge. Am Mittwoch ließ er Wout van Aert (Niederlande/Jumbo-Visma) und Matteo Trentin (Italien/Mitchelton-Scott) hinter sich.

Bester Deutscher auf dem anspruchsvollen Teilstück mit zwei Bergwertungen der zweiten Kategorie war der Kölner Nils Politt (Katusha-Alpecin) auf einem starken achten Platz.

Erste Bergankunft wartet

Das Gelbe Trikot trägt weiter der Franzose Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step), der die Gesamtführung am Montag in Epernay übernommen hatte. Sagan, der in der Sprintvorbereitung auf die Hilfe des deutschen Shootingstars Maximilian Schachmann setzen konnte, baute derweil seine Führung in der Punktewertung aus. Der Etappensieg war eines der Ziele des Slowaken, der siebte Gewinn des Maillot vert ist sein Hauptanliegen. Bislang teilt sich Sagan die Rekordmarke mit dem früheren deutschen Top-Sprinter Erik Zabel.

Für die Favoriten auf den Gesamtsieg war die Ausfahrt ins Elsass ein Warmfahren für das erste wirkliche Kräftemessen. Die 160,5 km lange sechste Etappe am Donnerstag hat es in sich: Auf dem Weg von Mülhausen zur Bergankunft in La Planche des Belles Filles stehen gleich sieben Anstiege auf dem Plan. Es ist die bislang härteste Etappe der diesjährigen Rundfahrt.

Harter Kampf um die Ausreißergruppe

Am Mittwoch schlug das Feld von Beginn ein äußerst hohes Tempo an. Erst nach etwa 30 Minuten schafften vier Fahrer den Absprung, darunter auch der Belgier Tim Wellens (Lotto-Soudal) als Träger des Bergtrikots. Zuvor waren mehrere Fluchtversuche gescheitert, auch Politt hatte es vergeblich probiert.

Mehr Radsport

Das Hauptfeld hielt das Quartett allerdings über Stunden an der kurzen Leine, so passierte im Rennen lange nicht allzu viel. Politts Teamkollege Rick Zabel fand sogar die Zeit, um seiner Freundin Leonie zu gratulieren. Der 25-Jährige hielt bei voller Fahrt einen handgeschrieben Zettel in die Kamera eines Begleitmotorrads: "Happy Birthday, Leo", stand dort neben einem gemalten Herz geschrieben.

Rui Costa scheitert mit später Attacke

Erst an der Cote des Trois-Epis (2. Kategorie), dem dritten Anstieg des Tages, machten die Verfolger ernst. Der Rückstand wurde stetig geringer, immer mehr Fahrer verloren den Anschluss an das Hauptfeld.

Der Lette Toms Skujins (Trek-Segafredo) wurde als letzter Ausreißer 22 km vor dem Ziel gestellt. Dann bereiteten sich Sagan und Co. auf den Zielsprint vor, den auch eine späte Attacke von Ex-Weltmeister Rui Costa (Portugal/UAE Team Emirates) nicht mehr verhinderte.

Auf den letzten Metern ließ Sagan nichts mehr anbrennen.

Sport-Informations-Dienst (SID)

Weiterempfehlen:

Mehr stories