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Tour: Trentin gewinnt in Gap - Politt verpasst Ausreißer-Coup

Alaphilippe behält Gelb

Sport-Informations-Dienst (SID)

31.07.2019 | 19:01 Uhr

Matteo Trentin siegt in Gap
Image: Matteo Trentin siegt in Gap © Getty

Matteo Trentin hat die 17. Etappe der Tour de France gewonnen. Der Italiener vom Team Mitchelton-Scott setzte sich aus einer Ausreißergruppe durch.

Bei zwischenzeitlichem Starkregen war Trentin am Fuße der Alpen über 200 km vom Pont du Gard nach Gap der Beste einer zunächst 33 Fahrer umfassenden Ausreißergruppe. Nils Politt (Katusha-Alpecin) hielt bis in die Endphase dagegen und stellte sich noch einmal für mögliche Interessenten ins Schaufenster, da die Mannschaft des Roubaix-Zweiten in dieser Form wahrscheinlich keine Zukunft hat.

Favoriten sparen Kräfte

Die Anwärter auf den Tour-Gesamttriumph und der deutsche Hoffnungsträger Emanuel Buchmann sparten noch einmal Kräfte für das aufregende Tour-Finale im Hochgebirge.

Europameister Trentin setzte den entscheidenden Vorstoß am Col de la Sentinelle, danach strebte er dem Ziel als Solist entgegen und gewann vor dem Dänen Kasper Asgreen (Deceuninck-Quick Step) und Olympiasieger Greg Van Avermaet (Belgien/CCC Team). Politt, der zuvor viel investiert hatte und sich zwischenzeitlich selbst absetzen wollte, fehlten in dieser Phase die Reserven.

Alaphilippe behauptet Gelb

Die Gruppe des Tages mit Politt hatte sich recht schnell formiert. Bereits 15 Kilometer nach dem Start auf der antiken Pont du Gard waren die Fronten geklärt. Neben Politt kämpften Ausreißerkönig Thomas De Gendt (Belgien) oder der starke Norweger Edvald Boasson Hagen um den letzten Tagessieg auf einer mittelschweren Tour-Etappe. Die Sprinter dürfen noch auf das Tour-Finale am Sonntag auf dem Champs-Elysees in Paris schielen.

Julian Alaphilippe behauptete sein Gelbes Trikot vergleichsweise locker, doch ab Donnerstag geht es ans Limit. Die Alpentrilogie beginnt mit einem brettharten Teilstück über drei Gipfel in mehr als 2000 Meter Höhe, eine besondere Schinderei auf 208 km von Embrun nach Valloire. 5215 Höhenmeter sind zu überwinden, so viele wie an keinem anderen Tag dieser Großen Schleife.

Showdown in den Alpen

Die Tour erreicht nun ihren Höhepunkt, bis zum Samstag müssen die Profis sechs Gipfel in über 2000 Meter erklimmen. Am Donnerstag warten der Col de Vars (2109), Col d'Izoard (2360) und der Col du Galibier (2642), freitags folgen der Col de l'Iseran (2770) und die Zielankunft in Tignes (2113). Alles kulminiert in der 33,4 km langen Plackerei am Samstag hinauf nach Val Thorens (2365).

"Das ist der Showdown", sagte Emanuel Buchmann mit Blick auf den vorletzten Tour-Tag. Die Spannung spitzt sich zu und für den 26-Jährigen wird sich herausstellen, ob er sich tatsächlich in Podiumsnähe halten kann. Schwächen werden nicht verziehen. Buchmann: "Wenn man einen Einbruch hat, verliert man richtig Zeit."

Sport-Informations-Dienst (SID)

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