Zum Inhalte wechseln

Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen

Vierschanzentournee: Phänomenal! Eisenbichler landet erneut auf Platz 2

05.01.2019 | 19:07 Uhr

preview image 0:58
Markus Eisenbichler zeigt auch beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen eine starke Leistung (Videolänge 58 Sekunden).

Markus Eisenbichler ist auch beim Neujahrsspringen der 67. Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen auf das Podium geflogen und hat mit seinem nächsten zweiten Platz die Chance auf den Gesamtsieg gewahrt.

Der 27 Jahre alte Siegsdorfer musste sich am Dienstag wie schon in Oberstdorf nur knapp dem Japaner Ryoyu Kobayashi geschlagen geben, der damit die Tournee-Führung behauptete. Dritter wurde der Pole Dawid Kubacki.

"Ich bin megahappy. Natürlich war ich kurz enttäuscht, weil ich mir den Sieg so sehr gewünscht habe. Aber jetzt überwiegt die Freude absolut", sagte Eisenbichler, der nach 22 Zentimetern Rückstand in Oberstdorf nun rund einen Meter hinter Kobayashi lag und den ersten deutschen Sieg in "GAP" seit Sven Hannawald 2002 verpasste.

Eisenbichler fehlen in Oberstdorf nur 22 Zentimeter

Eisenbichler fehlen in Oberstdorf nur 22 Zentimeter

Skispringer Markus Eisenbichler ist als starker Zweiter mit dem besten Ergebnis seiner Karriere in die Vierschanzentournee gestartet.

Eisenbichler in der Gesamtwertung auf Schlagdistanz

Eisenbichler flog vor 21.000 Zuschauern im ausverkauften Olympia-Skistadion auf 138,0 und 135,0 m, mit 264,7 Punkten verpasste er seinen ersten Weltcup-Sieg um umgerechnet gut einen Meter. Kobayashi (266,6/136,5+133,0) sprang zweimal kürzer als der Deutsche, feierte aber aufgrund der jeweils schlechteren Bedingungen seinen sechsten Saisonsieg im neunten Wettkampf.

"Der erste Sprung war richtig geil, der zweite nicht ganz top", sagte Eisenbichler. Bundestrainer Werner Schuster meinte: "Die Tür war nach einem phänomenalen ersten Durchgang wieder kurz auf. Markus springt eine fantastische Tournee."

In der Tournee-Wertung führt Kobayashi mit 548,9 Punkten vor Eisenbichler (546,6), bei nicht einmal anderthalb Meter Abstand ist noch alles offen. Als Dritter liegt Kubacki (526,0) schon deutlich zurück.

"Kobayashi ist schlagbar"

"Jetzt hoffe ich, dass es in den nächsten Tagen mal reicht. Wenn ich zwei super Sprünge runterbringe, ist Kobayashi schlagbar", sagte Eisenbichler weiter.

Mehr dazu

Stephan Leyhe (Willingen) belegte als zweitbester Deutscher Rang sieben, der Rest der DSV-Adler enttäuschte zum teil herb. Karl Geiger konnte erneut nicht die Erwartungen erfüllen und kam nach Platz zwölf in seiner Heimat Oberstdorf nicht über Rang 19 hinaus. Vor der Tournee hatte der Allgäuer in jedem Wettkampf die Top 10 erreicht. Richard Freitag (Aue) fiel durch einen ganz schlechten zweiten Sprung noch von Platz sieben auf den 24. Rang zurück. David Siegel (Baiersbronn) wurde ordentlicher 17., Constantin Schmid (Oberaudorf) landete auf Rang 29.

2:02
Skispringer Markus Eisenbichler ist als starker Zweiter mit dem besten Ergebnis seiner Karriere in die Vierschanzentournee gestartet - am Ende fehlten ihm nur 22 Zentimeter zum Sieg (Video-Länge: 2:02 Minuten).

Wellinger und Freund nach Durchgang eins raus

Den nächsten schweren Rückschlag kassierte Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding), der nach einem Sprung auf 118,5 m (100,9) als 32. wie schon in Oberstdorf den zweiten Durchgang verpasste. Auch Ex-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl) scheiterte als 41. mit 119,0 m (87,9) erneut im ersten Durchgang, diesmal sogar deutlich. Damit ist die Tournee für den 30-Jährigen, der nach langer Verletzungspause um den Anschluss kämpft, beendet. Bundestrainer Werner Schuster nimmt Freund aus dem Team.

Im ersten Durchgang schied überraschend auch der Oberstdorf-Dritte Stefan Kraft (Österreich) aus. Der Weltmeister kam nach einem völlig verkorksten Versuch nur auf Platz 48 und verlor das direkte Duell mit Schmid. Damit verabschiedete sich Kraft auch aus dem Kampf um das Tournee-Gesamtklassement. (sid)

Weiterempfehlen: