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Bottas siegt, Vettel mit Albtraum & Strafe kostet Hamilton Podestplatz

Bottas siegt, Vettel mit Albtraum & Strafe kostet Hamilton Podium

Sport-Informations-Dienst (SID)

07.07.2020 | 10:40 Uhr

1:30
Formel 1: Mercedes-Pilot Valtteri Bottas hat den Auftakt der neuen Formel-1-Saison gewonnen.

Vettel am Boden, Bottas triumphiert im Chaos-Rennen: Für Sebastian Vettel hat die Abschiedstournee bei Ferrari mit einem Debakel begonnen.

Beim Triumph von Mercedes-Pilot Valtteri Bottas im wohl ungewöhnlichsten Grand Prix der Formel-1-Geschichte erreichte der viermalige Weltmeister am Ende eines verkorksten Wochenendes in Spielberg nach einer Kollision mit seinem designierten Nachfolger Carlos Sainz nur Rang zehn.

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Strafe kostet Hamilton das Podest

Beim um gut vier Monate verspäteten Saisonstart wegen der Corona-Pandemie fuhr Mercedes mit seinen neuerdings schwarz lackierten Silberpfeilen lange in einer eigenen Liga, alles sah nach einem Doppelsieg durch Bottas und Weltmeister Lewis Hamilton aus.

Doch in einer turbulenten Schlussphase erhielt Hamilton nach einer der zahlreichen Safety-Car-Phasen wegen einer Kollision mit Red-Bull-Pilot Alex Albon (Thailand) eine Fünf-Sekunden-Strafe und wurde nur Vierter. Vettels Teamkollege Charles Leclerc (Monaco) erbte nach einer glanzlosen Vorstellung Rang zwei, Dritter wurde der britische Podest-Debütant Lando Norris im McLaren.

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Ferrari ist allerdings trotz des schmeichelhaften Podiums für Leclerc ganz weit weg davon, ein ernsthafter Herausforderer zu sein - und somit vielleicht zu verhindern, dass Hamilton die Marke von Scuderia-Idol Michael Schumacher von sieben WM-Titeln einstellt. Ferraris Gegner beim Großen Preis von Österreich hießen bis zur turbulenten Schlussphase Racing Point, McLaren und Alpha Tauri - willkommen im Mittelfeld der Formel 1.

Hamilton wird vor Rennen strafversetzt

Unruhe kam in der letzten Stunde vor dem Erlöschen der Startampel auf: Red Bull legte vor dem ersten Geisterrennen der Formel-1-Geschichte erfolgreich Einspruch gegen die Nicht-Bestrafung von Hamilton ein, der Weltmeister wurde nach Ansicht neuer TV-Bilder wegen Missachtens Gelber Flaggen im Qualifying am Samstag von Startplatz zwei auf fünf versetzt. Erster Profiteur war Red-Bull-Star Max Verstappen, der damit direkt hinter Bottas ins erste Saisonrennen ging.

Hamilton hatte seinen "alten" Platz aber schon in der zwölften von 71 Runden wieder inne. Norris und Albon überholte der Brite im Zweikampf, Vorjahressieger Verstappen rollte mit Getriebeproblemen aus.

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Vettel verursacht Kollision und fällt zurück

Vettel indes mühte sich von Startplatz elf mehr schlecht als recht nach vorne. "Ich erwarte keine Wunder. Aber ich erwarte, dass wir ein paar Plätze gutmachen können", hatte der Heppenheimer vor dem Rennen gesagt. Letztlich profitierte er von den Ausfällen von Verstappen und Stroll. Von der lange gefürchteten Power des Ferrari auf Hochgeschwindigkeitsstrecken war nichts mehr zu sehen.

Nach dem Ausfall von Haas-Pilot Kevin Magnussen in der 27. Runde rückte erstmals das Safety Car aus - und das Feld wieder zusammen. Vettel wollte vier Runden später mit Gewalt an McLaren-Pilot Sainz vorbei, der seinen Platz 2021 einnehmen wird. Vettel drehte sich und fiel ans Ende des Feldes zurück.

Piloten unterstützen "Black Lives Matter"

Doch der Grund für das generell schwache Auftreten der Scuderia ist wohl in erster Linie unter der Motorhaube zu suchen. Nicht nur Ferrari, sondern auch die Kundenteams Haas und Alfa Romeo waren gegenüber dem Vorjahr deutlich langsamer. Seit den Betrugsvorwürfen gegen den Ferrari-Motor im vergangenen Jahr und der geheimen Einigung zwischen dem Team und dem Weltverband FIA im Winter brodelt die Gerüchteküche.

Ein positives Zeichen setzten die Fahrer vor dem Rennen: Die Mehrzahl der Piloten ging in der Startaufstellung auf das Knie und demonstrierten damit ihre Unterstützung der Bewegung "Black Lives Matter", Hamilton trug diesen Schriftzug vorne auf einem schwarzen T-Shirt, hinten stand End Racism. Bei allen anderen Kollegen prangte End Racism vorne auf dem Shirt. Das gesamte Rennwochenende stand im Zeichen von Initiativen für Gleichberechtigung und Antirassismus.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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