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Ungarn: Verstappen mit Streckenrekord zur ersten Pole

Red-Bull-Pilot ist der Mann der Stunde

Sport-Informations-Dienst (SID)

04.08.2019 | 14:58 Uhr

Verstappen rast in Ungarn zu seiner ersten Pole Position. 1:29
Formel 1: Red-Bull-Pilot Max Verstappen rast in Ungarn zu seiner ersten Pole Position - die Highlights im Video (Videolänge: 1:29 Min.).

Max Verstappen hat sich beim Großen Preis von Ungarn die erste Pole Position seiner Karriere gesichert und bleibt der Mann der Stunde in der Formel 1.

Nach zwei Siegen aus den vergangenen drei Rennen entschied der Red-Bull-Star am Samstag das spannendste Qualifying der bisherigen Saison für sich - mit dem Streckenrekord von 1:14,572 Minuten verwies Verstappen den Mercedes-Piloten Valtteri Bottas um 18 Tausendstelsekunden auf den zweiten Rang.

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"Das ist unglaublich, diese Marke war mir sehr wichtig. Und endlich werde ich nicht mehr nach der ersten Pole gefragt", sagte Verstappen grinsend: "Das Rennen findet morgen statt, aber für heute bin ich sehr glücklich."

Besonders bemerkenswert: Verstappen ist der 100. Fahrer in der Formel-1-Geschichte, der sich die Pole Position sicherte. Doch nicht nur das: Verstappen ist in der Formel-1-Geschichte der erste Niederländer überhaupt, der auf die Pole fuhr. Bei seinen bislang sieben Grand-Prix-Siegen startete der Red-Bull-Pilot bislang noch nie von ganz vorne in ein Rennen.

Verstappen bedankt sich

Nach dem Qualifying konnte Verstappen sein Glück kaum fassen. Er bedankte sich via Twitter bei seinem Team für einen perfekten Job.

Für seinen Rennstall Red Bull ist es die vierte Pole Position in der Hybrid-Ära. Teamkollege Daniel Ricciardo startete dreimal von der Pole.

Vettel landet auf Rang fünf

Weltmeister und WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im anderen Mercedes fand in der entscheidenden Runde nicht sein Tempo und musste sich mit Rang drei begnügen, Sebastian Vettel landete im Ferrari noch hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc nur auf Rang fünf. Es ist bereits das fünfte Rennen in Serie, in dem der Heppenheimer im Qualifying hinter dem Youngster landet.

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"Ich war im dritten Sektor nicht schnell genug", räumte Vettel ein, "wir haben zu wenig Grip, zu wenig Downforce im Vergleich zu den anderen. Was die reine Pace angeht, sind wir hinter Red Bull und Mercedes. Morgen wird viel über die Reifen gehen, lassen wir uns überraschen."

3:20
Formel 1: F1-Reporterin Sandra Baumgartner spricht nach dem Qualifying über Max Verstappen und Co. (Videolänge: 3:20 Min.).

Hamilton war indes nicht völlig unzufrieden, Platz drei sei "eine gute Position, um morgen nach dem Sieg zu greifen", sagte der Engländer: "Es wird vor allem auf Kurve eins nach dem Start und auf die Strategie ankommen."

Hülkenberg startet von Platz elf

Nico Hülkenberg im Renault war im zweiten Qualifying-Abschnitt knapp gescheitert und wird von Rang elf ins Rennen gehen. "Das ist keine schlechte Startposition. Vieles ist drin morgen, vor allem ist danach viel Freizeit drin", sagte er mit Blick auf die vierwöchige Sommerpause nach dem Rennen am Sonntag (ab 14:15 live auf Sky, Rennstart in Ungarn ist um 15:10 Uhr.

Letztlich fehlte Ferrari fast eine halbe Sekunde auf die Pole, und damit wurden die Befürchtungen mit Blick auf den Hungaroring doch noch wahr. In der bisherigen Saison lagen dem SF90 derartige Strecken wegen der vielen langsamen Kurven überhaupt nicht, die Scuderia verliert dort deutlich mehr Zeit, als sie durch den überlegenen Speed auf den Geraden wieder gutmachen kann. Und der Kurs vor den Toren Budapests kommt ohne wirklich lange Geradeaus-Passagen aus.

Verstappen macht den Unterschied

Seit Monaten bringt die Scuderia Updates, um den im Vergleich zur Konkurrenz fehlenden Abtrieb aufzuholen. Und zumindest in den ersten beiden Strecken-Abschnitten von Ungarn präsentierte sich Ferrari nun tatsächlich auf Augenhöhe, das darf wohl als Schritt in die richtige Richtung gewertet werden. Im dritten und letzten Sektor mit zwei langgezogenen langsamen Kurven verloren Vettel und Leclerc aber noch immer zu viel Zeit.

Die Mercedes-Silberpfeile und die aerodynamisch so starken Red Bull waren letztlich die Autos für die Pole Position - und vor Tausenden mitgereisten Fans aus den Niederlanden machte Verstappen den Unterschied. Wie so oft in den vergangenen Wochen.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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