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Ferrari: Lösung im Duell zwischen Vettel und Leclerc gesucht

Vettel vs. Leclerc: "Ferrari muss eine Frist setzen!" 

Lucia Hauck

30.11.2019 | 12:52 Uhr

Charles Leclerc (l.) und Sebastian Vettel (r.) kämpfen um die Pole Position bei Ferrari.
Image: Charles Leclerc (l.) und Sebastian Vettel (r.) kämpfen um die Pole Position bei Ferrari. © Getty

Beim GP von Brasilien ist der Zweikampf bei Ferrari zwischen Sebastian Vettel und Charles Leclerc eskaliert. Sky Kommentator Sascha Ross erklärt, was das für die kommende Saison bedeuten kann.

Die beiden Ferrari-Piloten waren nur wenige Runden vor dem Ende im Kampf um Platz vier kollidiert und schieden beide aus. "Vettel war angefressen, dass ihn Leclerc zuvor mit einem starken Manöver überrascht hat und wollte seine Position so schnell es geht zurück. Er hatte dann auch Überschuss und kam im Windschatten vorbei - und dann zieht er eben ein bisschen rüber. Leclerc hat ihm allerdings auch nicht wirklich viel Platz zum Überleben gelassen", erklärt Roos die Situation beim Crash.

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Nach dem Unfall verstehen beide Ferrari-Piloten die Welt nicht mehr und lassen ihrem Unmut per Funk freien Lauf. (Videodauer: 1:40 Minuten)

Einen Hauptschuldigen sieht der Sky Kommentator nicht. Die Situation zeige jedoch, dass der Kampf zwischen den beiden Fahrern "tiefgreifender ist". Ferrari müsse für die kommende Saison daher "klare Absprachen treffen".

Alonso vs. Hamilton als Warnung

Roos erinnert zum Beispiel an das teaminterne Duell bei McLaren 2007, als der "Krieg" zwischen Fernando Alonso und Lewis Hamilton den Rennstall die WM gekostet habe. Bei Mercedes habe der Zweikampf zwischen Hamilton und Nico Rosberg wiederum nur funktioniert, "weil die anderen Teams zu schwach waren".

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Roos geht dennoch davon aus, dass Ferrari mit Vettel und Leclerc in die neue Saison gehen wird: "Ich glaube aber, dass sie bei Ferrari gut beraten wären, zumindest eine Frist zu setzen: Wer zum Beispiel nach den ersten vier Saisonrennen vorne ist, der ist unsere Nummer eins."

Vettel war genauso wie Leclerc

Ob sich die Fahrer allerdings an eine Stallorder halten würden, scheint aufgrund der "Explosivität dieser Paarung" aktuell schwer vorstellbar. Leclerc werde sich nicht kampflos ins zweite Glied zurückstellen, so Roos: "Vettel war am Anfang seiner Karriere ja genauso. Was der mit Mark Webber gemacht hat - der hat sich auch nicht an Absprachen gehalten."

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Sky Kommentator Sascha Roos erinnert, dass Sebastian Vettel zu Beginn seiner Karriere ähnlich agiert hat wie sein jetziger Teamkollege bei Ferrari Charles Leclerc. (Videodauer: 01:06 Minuten)

Leclerc sei "ein hochtalentierter Fahrer, der auch abseits der Strecke viele Hilfsmittel und Unterstützung hat. Er hat seit fast zehn Jahren einen Mentalcoach und einen Manager, der mit allen Wassern gewaschen ist. Das ist es natürlich für Vettel als Vater von zwei Kindern, der eher bodenständig ist und keinen Bock nur auf Ellenbogen hat, schwierig."

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