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Ferrari-Teamchef: "Vettel und Leclerc profitieren voneinander"

Konkurrenzkampf bei der Scuderia

Lars Pricken

15.10.2019 | 10:40 Uhr

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Mattia Binotto hat am Sky Mikrofon über den aktuellen Konkurrenzkampf im Team von Ferrari gesprochen (Dauer: 55 Sekunden).

Aktuell scheint offen, wer bei Ferrari die Nummer eins ist. Während alle von einer schwierigen Situation sprechen, sieht Teamchef Mattia Binotto eine tolle Zusammenarbeit.

Damit hätten vor der Saison wohl die Wenigsten gerechnet: Nach 16 Rennen steht Ferrari-Neuling Charles Leclerc in der Wertung vor dem vierfachen Weltmeister Sebastian Vettel. Der Youngster kommt momentan immer mehr in Fahrt, schnappte sich in den letzten vier Rennen immer die Pole-Position und gewann zwei Grand Prix.

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Ferrari-Teamchef Binotto: Situation "ist anders, als man liest"

Erfolge, über die sich Vettel - trotz des Triumphs in Singapur - momentan kaum mitfreuen dürfte. Leclerc hat dem 32-Jährigen den Rang abgelaufen, was intern für Diskussionen sorgt. "Man muss Sebastian das ein oder andere Mal erklären, dass er für Charles Leclerc Platz machen muss und nur Zweiter werden darf - aber ohne ihn zu brechen", meint Sky Kolumnist Ralf Schumacher und weiß dabei um die Schwierigkeit dieses Unterfangens.

Während der Konkurrenzkampf immer größer wird und Leclerc seine Ansprüche auch im Funk lautstark kommuniziert, versucht Ferrari-Teamchef Binotto die Wogen zu glätten und für Ruhe zu sorgen. "Die Situation zwischen den beiden ist gut. Ich finde, es ist anders, als man in den Zeitungen und im Internet liest", entschärft der 49-Jährige die Lage im Gespräch mit Sky.

Vettel als Maßstab, Leclerc als Orientierungspunkt

Der gebürtige Schweizer sieht im Duell zwischen den beiden vielmehr eine Situation, die beide Piloten besser machen könnte. Binotto: "Für Charles ist Sebastian ein fantastischer Maßstab. Er profitiert von seiner Erfahrung. Andersherum ist Charles für Sebastian aber auch ein guter Orientierungspunkt, weil er sehr schnell ist. Sebastian muss sich mit Leclerc messen und das ist für ihn sehr nützlich."

2:13
GP von Japan: Der Supertaifun ''Hagibis'' hält die Formel 1 in Atem (Videolänge: 2:13 Min.).

Wie sehr die beiden trotz ihrer Differenzen harmonieren, wird sich das nächste Mal am Sonntag zeigen. Beim Grand Prix von Japan (ab 6 Uhr live auf Sky Sport 1 HD und mit Sky Ticket im Stream) geht das Duo zum 17. Mal in dieser Saison an den Start. Bei nicht ganz einfachen Bedingungen versucht Vettel (194 Punkte) den Abstand auf seinen 21-Jährigen Teamkollegen (215 Punkte) zu verkürzen.

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