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Formel 1: Dr. Helmut Marko vermeidet Bekenntnis zu Sergio Perez

Treffen heizt Spekulationen um Perez-Zukunft an

Der Platz von Sergio Perez im Red-Bull-Cockpit wackelt mächtig.
Image: Der Platz von Sergio Perez im Red-Bull-Cockpit wackelt.  © DPA pa

Der Vertrag von Sergio Perez bei Red Bull läuft noch bis Ende 2024. Dennoch reißen Spekulationen um ein vorzeitiges Aus des Mexikaners beim Weltmeisterteam nicht ab. Jüngste Aussagen von Motorsportberater Dr. Helmut Marko sowie ein Treffen in dessen Heimat Graz befeuern diese sogar.

125 Punkte Rückstand auf Weltmeister und WM-Leader Max Verstappen, sechsmal vor Q3 raus im Qualifying, fünfmal das Podium im Rennen verpasst: Die Saison von Red Bulls Nummer zwei Sergio Perez verläuft alles andere als zufriedenstellend.

Kein Wunder, dass bereits seit Wochen über die Zukunft des Mexikaners spekuliert wird - trotz eines laufenden Vertrags bis Ende 2024. Für die hohen Ansprüche von Red Bull reichen die bislang eingefahrenen Ergebnisse des 33-Jährigen nicht aus. Eine vorzeitige Ablösung beispielsweise nach der laufenden Saison steht im Raum. Die jüngsten Aussagen von Dr. Helmut Marko (Motorsportberater bei Red Bull) zeigen, dass Perez alles andere als fest in seinem Cockpit sitzt.

SERGIO PÉREZ 🇲🇽

  • Name: Sergio Michel Pérez Mendoza
  • Geburtstag: 26. Januar 1990 (Guadalajara, Mexiko)
  • Team: Red Bull Racing
  • Erstes F1-Rennen: GP von Australien (2011, DSQ)
  • Erster F1-Sieg: GP von Sachir (2020)
  • Titel: -
  • Vorherige Teams: Sauber, McLaren, Force India/Racing Point

Dr. Marko setzt Perez unter Druck

"100-prozentig sicher ist nichts in der Formel 1, das gibt es einfach nicht. Irgendwo gibt es immer leistungsbedingte Situationen, über die es zu sprechen gilt. Wir schauen uns das an und werden in Zandvoort das weitere Vorgehen besprechen, dann wissen wir mehr", wird Dr. Marko in der Kleinen Zeitung aus Österreich zitiert. Am Sky Mikrofon legt der Motorsportberater nach und wurde deutlicher: "Perez muss Leistung bringen. Er muss sein Qualifying verbessern, aber für das aktuelle Jahr ist alles klar. Was nächstes Jahr ist, werden wir sehen."

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Die Zukunft von Sergio Perez bei Red Bull scheint durchaus ungewiss zu sein. Am Sky Mikro fordert Dr. Helmut Marko bessere Leistungen vom Mexikaner, ansonsten wird es wohl nächste Saison Veränderungen geben.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner schlug vor wenigen Tagen zwar wärmere Töne in Richtung Perez an, allerdings ließ sich auch der 49-Jährige eine Hintertür offen.

Sky Experte Ralf Schumacher hat in dieser Personalie eine klare Meinung: "Ein Fahrer, der soweit weg ist von seinem Teamkollegen, der ist auf Dauer nicht tragbar - vor allem wenn er dabei nicht mal das Potenzial des Autos ausnutzt und zu viele Fehler macht."

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In einem Interview hat Dr. Helmut Marko erklärt, dass Sergio Perez sein Cockpit nächste Saison bei Red Bull nicht sicher hat. Für Ralf Schumacher ein logischer Schritt. Zudem spricht der Sky Experte über Daniel Ricciardo.

Dr. Marko lobt Ricciardo in höchsten Tönen

Ein möglicher Kandidat für die Perez-Ablöse ist Daniel Ricciardo, der die aktuelle Saison als Red-Bull-Ersatzfahrer begonnen hatte, mittlerweile aber als Stammpilot im AlphaTauri sitzt. Für den Australier, der zwischen 2014 und 2018 bereits im Red-Bull-Cockpit unterwegs war, hat Dr. Marko lobende Worte übrig. "Er hat eine sehr positive Persönlichkeit, eine erfolgreiche Karriere und unglaubliche Erfahrung. Sein Schwung und Elan haben für einen echten Ruck bei AlphaTauri gesorgt. Das war eine echte Motivationsspritze."

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Neben seinen menschlichen Attributen lobt Dr. Marko auch Ricciardos technisches Verständnis: "Bei AlphaTauri wird es ein größeres Update geben und man wird sehen, ob die Richtung stimmt. Wir hoffen, dass das der Fall sein wird und es bald möglich ist, in die Punkte zu fahren. Ein Fahrer wie Ricciardo hilft dir in dieser Situation natürlich enorm, der sagt dir genau, was gut ist und welche Updates nichts bringen."

RED BULL

  • Name: Red Bull Racing
  • Gründungsjahr: 2004
  • Unternehmenssitz: Milton Keynes, Großbritannien
  • Vorgänger: Stewart Grand Prix, Jaguar Racing
  • Konstrukteurs-Titel: 5 (2010, 2011, 2012, 2013, 2022)
  • Teamchef: Christian Horner
  • Fahrer: Max Verstappen (NED), Sergio Perez (MEX)
  • Testfahrer: Daniel Ricciardo (AUS), Liam Lawson (AUS)

Treffen zwischen Ricciardo und Dr. Marko in der Sommerpause

Doch bei den lobenden Worten alleine bleibt es nicht. Wie Dr. Marko gegenüber der Kleinen Zeitung zugibt, hat in der Sommerpause auch ein Treffen zwischen ihm und Ricciardo stattgefunden. Der Australier verbrachte seinen Urlaub unter anderem in Kitzbühel - verbunden mit einem Kurztrip nach Graz, Markos Heimat. "Wir haben uns gesehen, das ist klar, wenn er nach Graz kommt", sagt der 80-Jährige dazu. Ob dabei auch das Thema Zukunftsplanung auf den Tisch gekommen ist, ist nicht bekannt.

Ricciardo selbst hat gegenüber Sky UK im Rahmen des Niederlande-GPs erneut klar gemacht, dass er sehr gerne wieder bei Red Bull ins Cockpit zurückkehren würde. Sollte dies nicht klappen, hat der Australier eine klare Präferenz. "Ich habe den großen Jungs klar gemacht, dass ich jetzt, wo ich wieder in der Red-Bull-Familie bin, nur dort sein und bleiben möchte. Wie lange meine Karriere auch immer noch andauern mag, ich möchte sie dort, sagen wir, beenden. Natürlich ist es mein Traum, wieder in einem großen Team zu spielen. Aber wenn das nicht der Fall ist, habe ich klar gemacht, dass ich hier (bei AlphaTauri, Anm. d. Red.) sein möchte."

Die Vertragslaufzeiten der F1-Stars

  1. Max Verstappen ist nicht zu bremsen und befindet sich auf den Spuren von Michael Schumacher.
    Image: Der Doppelweltmeister hat bereits vor der Saison den längsten Vertrag aller Fahrer im Feld unterschrieben: Max Verstappen bleibt bis 2028 bei Red Bull. © DPA pa
  2. Sergio Perez steht derzeit für seine Leistungen in der Kritik.
    Image: Der Vertrag von Sergio Perez wurde vorzeitig bis 2024 verlängert. © Imago
  3. C
    Image: Charles Leclerc hat sich bis 2024 an Ferrari gebunden. © Imago
  4. Carlos Sainz' Antrag auf Überprüfung seiner Melbourne-Strafe war erfolglos.
    Image: Auch Carlos Sainz' Vertrag bei Ferrari läuft bis 2024. © Imago
  5. f
    Image: Der Vertrag von George Russell bei Mercedes wurde vor dem Italien-GP bis 2025 verlängert. © DPA pa
  6. Lewis Hamilton regt eine Entwicklungsrevolution in der Formel 1 an.
    Image: Auch Rekordweltmeister Lewis Hamilton bleibt bis 2025 bei den Silberpfeilen. © Imago
  7. Erwartet beim neuen Sprint-Format in Baku mehr Risikobereitschaft der Fahrer: Lando Norris.
    Image: Lando Norris hat gezeigt, dass er bei McLaren die Nummer eins ist. Auch aus diesem Grund hat der Rennstall den Vertrag des Briten langfristig bis 2025 verlängert. © Imago
  8. Oscar Piastri (McLaren) brilliert in Spa-Francorchamps.
    Image: Oscar Piastri ist bei McLaren mit einem Vertrag bis Ende 2024 ausgestattet. © DPA pa
  9. s
    Image: Esteban Ocon hat im vergangenen Jahr einen frischen Vertrag bis 2024 bei Alpine unterschrieben. © DPA pa
  10. Pierre Gasly behält bis zum 22. Mai seine zehn Strafpunkte.
    Image: Pierre Gasly besitzt bei Alpine einen Kontrakt bis 2024 mit einer Option auf eine weitere Saison. © DPA pa
  11. Darf sich Fernando Alonso auch am kommenden Wochenende freuen?
    Image: Routinier Fernando Alonso hat bei Aston Martin 2023 für "mehrere Jahre" unterschrieben. © DPA pa
  12. Aston-Martin-Pilot Lance Stroll trägt bei seinem Heim-GP in Kanada einen speziellen Helm sowie ein besonderes Rennoutfit.
    Image: Lance Stroll hat bei Aston Martin eine Sonderrolle, weil sein Vater Lawrence Teambesitzer ist. Wie lange der Vertrag des Sohnesmanns läuft, ist aber unklar. Teamchef Mike Krack machte aber klar, dass Stroll auch 2024 im Cockpit sitzt. © Imago
  13. 28.04.2023, Baku City Circuit , Baku, FORMULA 1 AZERBAIJAN GRAND PRIX 2023 ,im Bild Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo F1 Team Stake
    Image: Seit 2022 geht Valtteri Bottas für Alfa Romeo an den Start - und das für mehrere Jahre, wie der Rennstall verkündete. Wie lang genau, ist unklar. © DPA pa
  14. Holte im Qualifying einen starken fünften Platz: Alfa-Romeo-Pilot Guanyu Zhou.
    Image: Guanyu Zhou hat im Sommer 2023 für ein weiteres Jahr bei Alfa Romeo unterschrieben und wird damit auch 2024 in der Formel 1 fahren. © Imago
  15. d
    Image: Kevin Magnussen wird auch 2024 neben Hülkenberg für Haas an den Start geben. Das gab der US-Rennstall kurz vor dem Ende der Sommerpause bekannt. © DPA pa
  16. Bleibt Nico Hülkenberg bei Haas?
    Image: Rückkehrer Nico Hülkenberg wird auch 2024 für Haas fahren und ist aktuell der einzige deutsche Pilot in der Formel 1. © Imago
  17. Bald bereit für Red Bull? Yuki Tsunoda.
    Image: Yuki Tsunoda hat einen Vertrag bei AlphaTauri bis einschließlich 2024. © DPA pa
  18. Holte einen starken 13. Platz im Qualifying: Daniel Ricciardo.
    Image: Daniel Ricciardo ist zurück! Der Australier übernimmt mitten in der Saison 2023 das zweite Cockpit bei AlphaTauri. Er wird auch 2024 im Cockpit des Red-Bull-Schwersterteams sitzen. © Imago
  19. fc
    Image: Alexander Albon wird auch 2024 für Williams an den Start gehen. Die genaue Vertragslaufzeit des Thailänders ist aber nicht bekannt. Albon hatte 2022 einen "mehrjährigen Vertrag" unterzeichnet. © DPA pa
  20. In der Formel 2 steht das große Saisonfinale 2022 an und für manche Fahrer steht viel auf dem Spiel. Kann Logan Sargeant genügend Punkte sammeln, um ein Cockpit in der Formel 1 zu ergattern?
    Image: Rookie Logan Sargeant fährt 2023 für Williams. Der US-Amerikaner hat einen Einjahresvertrag unterschrieben. © Sky

Wie es sowohl für Perez als auch für Ricciardo weitergeht, steht noch nicht fest. Doch klar ist, dass das Brennglas in Zandvoort auf Perez gerichtet sein wird. Der Mexikaner kämpft mehr denn je um seinen Posten bei Red Bull. Ein starkes Wochenende beim Verstappen-Heimspiel in den Dünen käme dabei nicht ungelegen ...

Mehr zum Autor Udo Hutflötz

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