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Formel 1: Fragen und Antworten zum GP von Singapur

14.09.2018 | 14:36 Uhr

Das Nachtrennen in Singapur
Image: Der Grand Prix in Singapur wird als Nachtrennen ausgetragen. © Getty

Nach dem Abschluss der traditionellen Europa-Rennen geht die Formel 1 wieder auf Reisen, erster Stopp: Singapur.

In der glitzernden Finanzmetropole ist Sebastian Vettel Rekordsieger, am Sonntag steht er im Duell mit Lewis Hamilton unter Druck. Die Königsklasse war vor zehn Jahren zum ersten Mal zu Gast in Singapur, es war das erste Nachtrennen und bleibt nicht nur für die Veranstalter das einzig wahre: Home of Nightrace, so nennt sich Singapur selbstbewusst. Der Grand Prix wird durch die gleißend hell erleuchteten Straßenschluchten wieder für spektakuläre Bilder sorgen.

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Formel 1 Reporterin Sandra Baumgartner spricht in ihrer Kolumne "Back on Track" über die aktuellen Themen in der Königsklasse des Motorsports auf skysport.de. Dieses Mal geht es um die Trendwende, die Vettel schaffen muss.

Wie wichtig ist dieses 15. Saisonrennen?

Es könnte wie im vergangenen Jahr vorentscheidend sein. Damals hatte Vettel die Pole Position inne, doch ein Unfall mit Teamkollege Kimi Räikkönen beendete sein Rennen gleich nach dem Start. Es war der Anfang vom Ende seiner Titelhoffnungen. Nun reist Vettel mit bereits 30 Punkten Rückstand auf Weltmeister Lewis Hamilton an - es wird Zeit, Druck auf den Mercedes-Star auszuüben, Vettel muss in Singapur unbedingt gewinnen.

Wer hat die besten Chancen?

Singapur ist eine Ferrari-Strecke. Das war schon so, als Mercedes noch das mit Abstand beste Auto im Feld hatte - und das dürfte sich nun, da die Scuderia vorbeigezogen ist, nicht geändert haben. Wenn es richtig gut läuft für Vettel, dann tut sich der Silberpfeil erneut so schwer auf dem kantigen Straßenkurs, dass auch Red Bull noch an Hamilton vorbeiziehen kann. Das Problem allerdings: Ferrari und Vettel waren in diesem Jahr schon auf so vielen Strecken überlegen und warfen den Sieg trotzdem weg. Passiert das auch in Singapur, dann dürfte dem Deutschen im WM-Rennen so langsam die Luft ausgehen.

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Hat Vettel noch einen echten Helfer im eigenen Team?

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Das muss sich nun zeigen. Der Abgang von Kimi Räikkönen zum Saisonende ist beschlossene Sache, und es wäre nicht verwunderlich, wenn der Finne nun vor allem an sich selbst denkt. Noch sieben Rennen in einem Siegerauto bleiben ihm, um doch noch seinen ersten Erfolg seit 2013 zu feiern.

Was ist noch besonders an diesem Rennwochenende?

Die beiden deutschen Piloten feiern Jubiläen. Sebastian Vettels erster Sieg in der Formel 1 jährte sich am Freitag zum zehnten Mal, am 14. September 2008 gewann der Heppenheimer in Monza. Er war damals mit 21 Jahren der jüngste Rennsieger der Geschichte und steuerte noch einen Toro Rosso. Zur folgenden Saison stieg Vettel zu Red Bull auf und entwickelte sich mit heute vier Weltmeistertiteln zu einem der erfolgreichsten Formel-1-Piloten überhaupt. Zweiter Jubilar ist Nico Hülkenberg, der am Sonntag seinen 150. Grand Prix bestreitet. Weiterhin ist er ohne jeden Podestplatz, das ist ein "Rekord". Und Hülkenbergs Renault ist auch in Singapur nicht das Auto, um diese Serie zu beenden. (sid)

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