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Formel 1: Hamilton bei 2. Freien Training vorne - Vettel Dritter

Grand Prix in Monaco

Sport-Informations-Dienst (SID)

26.05.2019 | 22:59 Uhr

0:53
Formel 1: Grand Prix von Monaco: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton dominiert auch das 2. Freie Training - Sebastian Vettel fährt im Ferrari auf Rang drei (Videolänge: 53 Sek.).

Mercedes ist auch beim Großen Preis von Monaco nicht aufzuhalten. Beide Silberpfeile drehen im 2. freien Training die schnellsten Runden.

Der Kampf von Sebastian Vettel um seinen fünften Weltmeistertitel erscheint immer aussichtsloser. Im freien Training zum Großen Preis von Monaco belegte der Ferrari-Pilot zwar den dritten Rang, der Rückstand des Heppenheimers auf das wieder einmal unantastbare Mercedes-Duo an der Spitze betrug aber eine Dreiviertelsekunde.

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Mercedes, das in Monte Carlo mit Trauerflor und Botschaften auf den Rennwagen seines am Montag verstorbenen Team-Aufsichtsratsvorsitzenden Niki Lauda gedenkt, darf sich beim sechsten Saisonrennen am Sonntag (Sonntag, ab 14:15 Uhr live auf Sky Sport 1 HD, Rennstart: 15:10 Uhr) allem Anschein nach auf die nächste Sternstunde und einen Eintrag in die Geschichtsbücher einstellen: Sechs Doppelsiege in Folge wären ein Novum in der fast 70-jährigen Formel-1-Historie.

Vettel unzufrieden: "Auto rutscht zu viel"

"Ich bin nicht ganz so zufrieden. Das Auto ist zu nervös, es rutscht zu viel - gemäß den Erwartungen. Wir haben noch ein bisschen Potenzial mit den Reifen. Mercedes hat die Nase vorn, zwischen Red Bull und uns sieht es sehr eng aus", sagte Vettel, der in Monaco einen Helm im Lauda-Design trägt: "Es wäre mir lieber, Niki wäre noch hier und ich würde den Helm nicht tragen. Ich habe mich kurzfristig dazu entschieden, ich wollte ein Zeichen setzen und ihm Tribut zollen."

Weltmeister und WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton, der dem dreimaligen Champion Lauda sehr nahe stand, setzte in 1:11,118 Minuten auf dem engen Stadtkurs im Fürstentum die Bestzeit. Sein Mercedes-Stallkollege Valtteri Bottas (Finnland), der in der WM nur sieben Punkte hinter dem Engländer liegt, hatte 0,081 Sekunden Rückstand. Vettel war dagegen satte 0,763 Sekunden langsamer als Hamilton. Mit dieser Performance scheint der 31-Jährige im Qualifying am Samstag (ab 14.45 Uhr live auf Sky Sport 1 HD) chancenlos gegen die Silberpfeile zu sein.

Leclerc enttäuscht auf Platz zehn

Nico Hülkenberg (Emmerich) kam im Renault nicht über Rang 16 (+1,754 Sekunden) hinaus. Auch Vettels Teamkollege Charles Leclerc (21), der aus Monte Carlo stammt, enttäuschte als Zehnter mit 1,232 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Doch das kann kein Trost sein für den ehrgeizigen Vettel.

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Dem Qualifying kommt im Fürstentum nämlich vorentscheidende Bedeutung zu, weil das Überholen auf der Strecke kaum möglich ist: In den vergangenen 33 Jahren ging der spätere Monaco-Sieger 26-mal aus der ersten Startreihe ins Rennen.

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Vettel, dessen letzter Grand-Prix-Sieg in Spa/Belgien fast neun Monate zurückliegt, benötigt dringend einen Erfolg, um seine Titelhoffnungen nicht schon frühzeitig abschreiben zu müssen. Nach nur fünf Rennen beträgt sein Rückstand auf Hamilton bereits 48 Punkte.

Ferrari-Bolide SF90 keine Fehlkonstruktion

Ferrari hat nun gut zwei Tage Zeit, die richtige Abstimmung zu finden - freitags legt die Formel 1 in Monaco traditionell einen Ruhetag ein. Doch Hoffnung auf schnelle Besserung besteht kaum. So findet der SF90 die ganze Saison schon nicht ins richtige Reifenfenster, dies wirkt sich negativ auf die Kurvengeschwindigkeiten aus.

Das Team habe bei den Testfahrten in der vergangenen Woche "einige Dinge gelernt, aber das wird nicht ausreichen, um Mercedes einzuholen. Dafür brauchen wir mehr Zeit", räumte der zweimalige Monaco-Sieger Vettel (2011, 2017) am Mittwoch ein.

Die Frage, ob der SF90 eine Fehlkonstruktion ist, verneinte der 52-malige Grand-Prix-Sieger aber energisch: "Wenn das so wäre, gäbe es viele Fehlkonstruktionen im Feld. Es liegen ja noch viele Autos hinter uns."

Sport-Informations-Dienst (SID)

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