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Formel 1: Hamilton mit Appell in Rassismus-Debatte - auch Verstappen & Vettel äußern sich

Hamilton-Appell in Rassismus-Debatte - "blöde Situation" für Verstappen

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Lewis Hamilton reagiert auf Rassismus-Aussagen von Nelson Piquet - zudem appelliert er an die junge Generation.

Eine rassistische Entgleisung von Nelson Piquet gegenüber Rekord-Weltmeister Lewis Hamilton sorgt in der Formel 1 vor dem GP in Silverstone weiter für Aufregung. Nun hat sich Hamilton erstmals ausführlich zur aktuellen Rassismusdebatte geäußert. Unterstützung erhält der Brite von der gesamten Formel 1 - auch von Max Verstappen.

Hamilton selbst ergriff kurz nach seiner Ankunft in Silverstone ausführlich das Wort. "Warum geben wir Menschen, die die Gesellschaft spalten, immer noch eine Plattform?", sagte der Engländer auf der Fahrer-Pressekonferenz im Vorfeld seines Heimrennens (Sonntag, 16.00 Uhr/Sky).

Der 37-Jährige wollte deutlich machen, dass es eben nicht bloß um Nelson Piquet gehe. Die Äußerungen des Brasilianers stammen aus dem vergangenen November, wurden aber erst am Dienstag einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

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Luis Fernando Ramos ist brasilianischer F1-Kommentator und hat sich im Skype Interview mit Sky Sport News zu den Piquet-Aussagen geäußert.

Piquet verunglimpft Hamilton

Piquet hatte in einem Podcast den schweren Unfall zwischen Hamilton und dem späteren Weltmeister Max Verstappen in Silverstone 2021 bewertet, dabei hatte er Hamilton verunglimpft. "Es geht nicht um diese eine Person, es geht nicht um ein Wort", sagte Hamilton nun, "ich habe immer schon Rassismus erlebt, es ist nichts Neues für mich."

Es gehe um Ausgrenzung und Spaltung in jeder Form: "Um das große Ganze. Wir als Formel 1 wollen doch in eine ganz andere Richtung wachsen. Es ist unsere Verantwortung als Sport und auch die der Medien, dass wir diesen alten Stimmen keine Plattform mehr geben. Wir leben in einer schwierigen Zeit, in der wir die Menschen nicht trennen sollten, wir sollten sie einen."

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F1-Piloten unterstützen Hamilton

Hamilton nahm dabei auch Bezug auf aktuelle Aussagen Bernie Ecclestones. Der langjährige Formel-1-Chef hatte im britischen TV Wladimir Putin und dessen Krieg gegen die Ukraine verteidigt. "Warum fragt ihr ihn?", sagte Hamilton, "ihr wisst doch was ihr bekommt, und wir brauchen es nicht. Gebt diesen Stimmen einfach keinen Platz mehr."

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Lewis Hamilton, Max Verstappen und Sky Experte Timo Glock äußern sich zum Thema Rassismus.

Zahlreiche Piloten unterstützten Hamilton am Donnerstag mit ihren Worten, dazu gehörte auch Verstappen. Pikant: Der Niederländer ist liiert mit Piquets Tochter Kelly. "Max Verstappen bringt das einerseits in eine blöde Situation", sagte Sky Experte Timo Glock. "Ich glaube aber, dass er sich da zu helfen weiß." Und das tat der 24-Jährige dann auch, indem er deutlich machte:

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"Rassismus gehört schon lange nicht mehr dazu. Die Worte, die er (Nelson Piquet; Anm. d. Red.) benutzt hat, waren nicht korrekt. Das hat er selbst auch eingesehen", erklärte Verstappen. "Es fängt mit Aufklärung an, schon in jungem Alter", sagte der Red-Bull-Pilot: "Zu Hause und in der Schule muss jeder lernen, dass das nicht richtig ist. Daran arbeiten auch wir. Die Formel 1 und Lewis, und alle Fahrer stehen dahinter."

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RB-Pilot Max Verstappen äußert sich zu den Rassismus-Aussagen von Schwiegervater Nelson Piquet.

Vettel lobt Formel-1-Gemeinde

Sebastian Vettel lobte am Donnerstag unterdessen die umgehende Reaktion der Formel-1-Gemeinde. "Wir müssen schnell reagieren und zeigen, dass wir für jeden offen sind. Wir können nie genug tun", sagte der viermalige Weltmeister. Rassismus sei in jeder Form falsch. Der Motorsport sei "ein ganzes Stück weitergekommen. Aber es ist noch viel zu tun", betonte der 34-Jährige.

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Sebastian Vettel positioniert sich klar gegen Rassismus in der Pressekonferenz vor dem GP in Silverstone.

Piquet hatte am Mittwoch derweil eine Entschuldigung verbreiten lassen, in der er allerdings darauf beharrte, der von ihm genutzte Begriff sei keine Beleidigung. Seine Aussagen haben nun ganz konkrete Folgen für ihn. Der britische Rennfahrer-Klub BRDC entzog ihm am Donnerstag die Ehrenmitgliedschaft. Schon zuvor war durchgesickert, dass die Formel 1 Piquet in Zukunft nicht mehr im Fahrerlager sehen möchte.

SID / Sky Sport

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