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Formel 1 News: Ferrari-Piloten Leclerc und Sainz sollen umziehen

Neuer Wohnsitz: Ferrari will Piloten nach Maranello holen

Sport-Informations-Dienst (SID)

30.07.2020 | 11:26 Uhr

Charles Leclerc (Ferrari): "Charles hat als Neuling geliefert und ist aufgetreten, als wäre er schon ewig dabei. Für mich steht fest: Das ist ein zukünftiger Weltmeister. Gut, dass Ferrari Leclerc langfristig bindet, bevor ihn ein anderes Team holt.“
Image: Charles Leclerc soll nach Maranello ziehen. © Imago

Ferrari setzt nach der Ära Sebastian Vettel auf einen neuen Geist in Maranello - und will zu diesem Zweck offenbar auch die Bindung des neuen Fahrerduos an die Scuderia stärken.

Charles Leclerc und Carlos Sainz jr. "werden in Maranello wohnen, sie werden unseren Ingenieuren nahe sein", sagte John Elkann, Chef des Ferrari-Mutterkonzerns Fiat Chrysler, der Gazzetta dello Sport: "Das neue Auto wird mit ihnen entstehen."

Ob beide Piloten tatsächlich dauerhaft in die Nähe des Firmensitzes ziehen scheint allerdings fraglich. Sainz, der Vettel im kommenden Jahr ersetzen wird, war zwar schon vor Jahren aus seiner spanischen Heimat nach England gezogen, um dort seine Karriere voranzutreiben. Der Monegasse Leclerc wohnt aber bis heute im Fürstentum.

Formel 1: Rennkalender 2020

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Fehler bei der Fahrerwahl

Elkann erkennt zudem an, dass Ferrari wohl nicht nur in dieser Saison der Spitze hinterherfahren wird: "Die Wahrheit ist, dass unser Auto nicht konkurrenzfähig ist. Wir schaffen jetzt die Basis, um wieder zu gewinnen, wenn die Regeln 2022 geändert werden." Aufgrund der im Rahmen der Coronakrise beschlossenen Einschränkungen in der Formel 1 werden große Entwicklungen zur Saison 2021 nicht möglich sein.

Elkann sieht Ferraris Probleme in den vergangenen Jahren indes auch in der Wahl der zu prominenten Piloten begründet. "Wir haben Champions wie Fernando Alonso und Sebastian Vettel bei uns gehabt, die schon Weltmeister waren", sagte der 44-Jährige: "Beim Aufbau einer neuen Phase ist es schwieriger, von jemandem Geduld zu verlangen, der bereits gewonnen hat, als von jemandem, der die Zukunft noch vor sich hat." Mit Leclerc und Sainz stelle man nun die Weichen, "um etwas Wichtiges und Dauerhaftes aufzubauen".

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Binotto genießt weiter Vertrauen

Dabei soll weiterhin der in die Kritik geratene Teamchef Mattia Binotto die Richtung vorgeben. "Ich habe totales Vertrauen in ihn", sagte Elkann: "Binotto war bei Ferrari schon an der Seite von Jean Todt und Michael Schumacher. Er weiß, wie man gewinnt, und im nächsten Jahr wird er mit zwei jungen und ehrgeizigen Piloten zusammenarbeiten."

Sport-Informations-Dienst (SID)

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