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Formel 1 News: Gewinner und Verlierer des Qualifying in Bahrain

Ferrari, Fans & Mercedes: Gewinner & Verlierer der Bahrain-Quali

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Am Ende jubelt Charles Leclerc über die Pole Position beim Großen Preis von Bahrain vor Verstappen und Sainz (Videolänge: 1:21 Min.).

Das erste Qualifying der Saison 2022 ist absolviert. Am Samstagnachmittag drehten die Teams & Fahrer die bislang verdeckten Karten in Bahrain um und offenbarten erstmals unter Wettkampfbedingungen das eigene Leistungsvermögen. Dabei kristallisierten sich die ersten Gewinner & Verlierer heraus.

GEWINNER

Ferrari

Wenn es um die Gewinner des ersten Qualifyings der Saison geht, führt kein Weg am Pole-Setter-Team vorbei. Mit Charles Leclerc stellt Ferrari den schnellsten Fahrer, der am Sonntag im Rennen (ab 14:30 Uhr LIVE und EXKLUSIV auf Sky Sport F1 und im LIVEBLOG) von der Pole Position aus starten darf. Teamkollege Carlos Sainz komplettierte auf Platz drei einen rundum gelungenen Samstagnachmittag für die Scuderia.

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Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hofft, dass die guten Ergebenisse von Charles Leclerc und Carlos Sainz ein ''Booster'' für die restliche Saison sind (Videolänge: 2:17 Min.).

Nach den Tests in Barcelona und Bahrain und den ersten Trainingstagen in Sakhir war es kein Geheimnis, dass Ferrari vorne mitmischen wird. Dennoch herrschte überwiegend die Meinung, dass Red Bull eine noch bessere Performance habe und nur schwer zu schlagen sei. Doch genau dies schaffte die Scuderia mit einem starken Auto, das seit den ersten Tests überzeugen kann und egal mit welchen Reifen und unter welchen Temperaturbedingungen gut funktioniert. Hinzu kommen zwei Fahrer, die zur Spitze im F1-Feld zählen. Das Gesamtpaket stimmt bei Ferrari. Das haben die Italiener beim Qualifying erneut unter Beweis gestellt.

Noch ein kurzer Fakt für alle Statistikfreunde: Es ist das erste Mal in diesem Jahrzehnt, dass Ferrari mit beiden Autos im Qualifying in den Top 3 landet.

Haas - und besonders Magnussen

Nicht ganz so weit vorne, aber dennoch ein absoluter Gewinner des Qualifyings ist Haas. Das Team, das im vergangenen Jahr ohne einzigen WM-Punkt geblieben ist, hat alles in die Entwicklung des neuen Autos gesteckt - und das offenbar mit Erfolg. Denn der "weiße Ferrari", wie der Haas auch aufgrund der engeren Zusammenarbeit mit der Scuderia genannt wird, konnte in Bahrain nun ein richtiges Ausrufezeichen setzen.

Mit Kevin Magnussen schaffte es erstmals seit Brasilien 2019 wieder ein Haas ins Q3. Doch dabei blieb es nicht. Der Däne, der erst seit zwei Wochen wieder Formel-1-Fahrer ist, unterbot mit seiner schnellen Runden sogar die Zeiten von Pierre Gasly (AlphaTauri), George Russell (Mercedes) und Fernando Alonso (Alpine) und startet somit am Sonntag von einem starken siebten Rang.

Teamchef Günther Steiner zeigte sich nach dieser Leistung hochzufrieden am Sky Mikrofon: "Ich bin sehr zufrieden. Ich weiß, was noch möglich ist. Es wird ein spannendes Jahr für uns. Kevins Longsruns waren sehr gut und deswegen hoffen wir, dass wir morgen gut mithalten und vielleicht sogar noch nach vorne gehen können. Im Auto ist noch was drin und auch bei den Fahrern ist noch etwas drin. Mick hat jetzt ein gutes Auto und muss jetzt Gas geben. Er kann von Kevin lernen."

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Haas-Teamchef Günther Steiner freut sich auf eine spannendes Jahr im Haas und in der Formel 1 und erklärt, welche Probleme Kevin Magnussen hatte (Videolänge: 1:37 Min.).

Apropos Mick Schumacher: Das Abschneiden des 22-Jährigen mit Platz 12 ist der einzige Wermutstropfen für das Haas-Team. Doch glaubt man den Worten von Steiner, kann es für Mick eigentlich ja auch nur noch weiter nach vorne gehen.

Valtteri Bottas

Der Finne agierte bei Mercedes viele Jahre im Schatten des siebenmaligen Weltmeisters Lewis Hamilton. Oft wurde seine Leistung auch kritisiert. Letztendlich entschied sich Mercedes, den Vertrag mit Bottas nicht zu verlängern und auf den deutlich jüngeren George Russell zu setzen. Für Bottas ging es zu Alfa Romeo, wo er im Gespann mit Rookie Guanyu Zhou die Leader-Rolle übernehmen sollte. Doch wirklich viel zugetraut hatten dem Finnen dort nur wenige.

Doch bei der Auftakt-Qualifikation strafte er alle Kritiker lügen. Mit Platz sechs fuhr er für Alfa Romeo den besten Startplatz seit Kimi Räikkönens P6 in Belgien 2019 ein. Auch deshalb wurde der mittlerweile 32-Jährige von seinem alten Chef Toto Wolff und Red-Bull-Teamchef Christian Horner in der Analyse lobend erwähnt.

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RB-Teamchef Christian Horner spricht über die engen Abstände im Qualifying und hebt einen Fahrer besonders heraus - und zwar nicht seine (Videolänge: 2:23 Min.).

Fans

Das Qualifying in Bahrain hat gezeigt, dass auch die Formel-1-Fans wohl sogar über die gesamte Saison gesehen, zu den Gewinnern zählen. Vor dem letzten Schuss in Q3 war es quasi noch sechs Fahrern möglich, auf die Pole zu fahren. Mercedes konnte zwar heute nicht ganz mit Ferrari und Red Bull mithalten, doch dem Dauer-Sieger der letzten Jahre ist es allemal zuzutrauen, in einigen Rennen wieder ganz vorne mitmischen zu können.

Damit würde ein Dreikampf - im Hinblick auf die Teams - entbrennen, der das Potential hat, den WM-Kampf 2021 nochmals an Spannung zu überbieten. Red Bull und Ferrari scheinen bereits jetzt schon ungefähr auf Augenhöhe zu liegen. Ein weiterer Punkt, der für eine spannende Saison und damit für ein tolles Jahr für die F1-Fans spricht, ist der Endstand nach Q2. Dort trennte den Führenden vom Zehnten nicht mal eine volle Sekunde! Ein Traum für jeden Motorsport-Liebhaber.

VERLIERER

Mercedes

Vor dem Wochenende wurde viel spekuliert, als vor allem Lewis Hamilton von einem derzeit nicht siegfähigen Mercedes-Boliden sprach. Was steckt dahinter? Ist es wie in der Vergangenheit wieder ein Bluff? Beim Qualifying hat sich aus Silberpfeil-Sicht leider gezeigt: Nein. Es ist kein Bluff.

Das Bouncing bereitet dem Team nach wie vor Probleme. Ob noch etwas Grundlegenderes am Auto hinter den Problemen steckt, weiß man bei Mercedes derzeit auch noch nicht genau. Beim Konstrukteurs-Meister stockt es also noch zum Auftakt. Und das könnte laut Wolff auch noch einige Rennen andauern. Mit Platz fünf (Hamilton) und Platz neun (Russell) kann man also nicht zufrieden sein. Beim Rennen am Sonntag geht es für Mercedes nun erstmal darum, Schadensbegrenzung zu betreiben, damit der Punkte-Rückstand auf Ferrari und Red Bull nicht zu schnell zu groß wird.

Aston Martin

Deutlich schlechter lief es für ein anderes Team, das ebenfalls einen Mercedes-Motor fährt: Aston Martin erlebte ein Auftakt-Qualifying zum Vergessen. P17 und P19 bedeuteten bereits nach Q1 Feierabend für die beiden Fahrer Nico Hülkenberg und Lance Stroll.

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Auf das Team und Chef Mike Krack kommt wohl noch viel Arbeit zu, will man in dieser Saison nicht so enden, wie die Nachzügler-Teams (Haas, Williams) in den vergangenen Jahren.

Williams

Ähnliches gilt für Williams. Der Traditionsrennstall gab bereits bei den Tests und auch in den Trainingseinheiten nicht das beste Bild ab. Teilweise war der Rückstand auf die anderen Teams gravierend. Im Qualifying lief es dann lediglich für Alex Albon etwas besser, der es immerhin mit seinem Talent in Q2 geschafft hatte und letztlich auf P14 gelandet ist.

Erschreckend jedoch die Vorstellung des zweiten Williams mit Nicholas Latifi im Cockpit. Der Kanadier belegte am Ende den letzten Platz - mit über einer halben Sekunde Rückstand auf den Vorletzen.

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McLaren

In der vergangenen Saison noch vierte Kraft in der Formel 1, nun ein Sorgenkind - zumindest nach dem ersten Qualifying der Saison. McLaren startete bereits mit keinen guten Vorzeichen in das erste Wochenende. Daniel Ricciardo fiel bei den Bahrain-Tests aufgrund einer Coronainfektion aus und kam erst kurz vor Saisonstart wieder zurück. Zudem kämpfte McLaren immer wieder mit Problemen am Auto.

Das Ergebnis: Ricciardo scheiterte fast schon sensationell in Q1 und geht nur als 18. ins Rennen. Lando Norris schaffte es immerhin noch in Q2, war dort aber im Hinblick auf das Weiterkommen in Q3 chancenlos. Ein bitterer Start in die Saison für McLaren. Beim Rennen kann es eigentlich fast nur noch besser werden.

Mehr zum Autor Udo Hutflötz

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