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Formel 1 News: Haas F1 - Das ist Mick Schumachers Team

Das ist Mick Schumachers neues Team: Kult-Chef & Ferrari-Seele

Max Brand

03.12.2020 | 19:52 Uhr

Mick Schumacher zum ersten Mal im Haas-Dress bei der Sitzprobe.
Image: Mick Schumacher zum ersten Mal im Haas-Dress bei der Sitzprobe. © Imago

Mit Schumacher und der Formel 1 geht traditionell auch immer die Farbe Rot einher. Die beschränkt sich bei Mick Schumachers neuem Team jedoch eher auf das Innere des Autos und den Teamnamen. Sky stellt Micks neues Team vor.

Mit Mick Schumacher und Nikita Mazepin fahren in der kommenden Saison nicht nur absolute Neulinge in der Formel 1, sie fahren auch für das jüngste Team der Motorsport-Königsklasse. Was die beiden aktuellen Formel-2-Fahrer in der nächsten Saison erwartet, hat Sky für euch zusammengefasst.

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Das Team: Jung und mit Ferrari-Seele

Haas, offiziell: Haas F1 Team, nimmt erst seit 2016 in der Formel 1 teil und damit ist das US-amerikanische Team aktuell das jüngste der zehn Konkurrenten. Der Sitz von Haas liegt in Kannapolis (North Carolina). Die Haas-Seele ist italienisch, denn Haas ist ein Kundenteam von der Scuderia Ferrari und bezieht neben dem Motor auch das Getriebe und weitere Teile aus Italien. Das Chassis baut Haas selbst.

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Mick Schumacher fährt ab 2021 in der Formel 1. Ex-Mercedes-Motorsport-Chef Norbert Haug freut sich bei Sky über Micks Aufstieg in die Formel 1 (Videolänge: 1:35 Min.).

Der Trophäenschrank von Haas ist noch leer. Die bisher beste Platzierung erreichte Romain Grosjean beim Österreich Grand Prix 2018, als der Franzose den vierten Platz belegte. In selbiger Saison beendete das Team die Saison auf dem fünften Platz der Konstrukteurs-WM, auch das war die beste Platzierung in der jungen Historie des Rennstalls. 2019 holte man insgesamt 28 Punkte und landete auf dem vorletzten Rang. Auf diesem liegt man auch aktuell, jedoch mit nur drei Punkten. Bisher traten nur drei verschiedene Fahrer für Haas in der Formel 1 an: Grosjean (96 Rennen), Kevin Magnussen (77 Rennen) und Esteban Gutierrez (21 Rennen).

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Der Besitzer: Motorsport-Liebhaber mit Makel

Gene Haas ist ein US-amerikanischer Milliardär und Unternehmer. Ihm gehört der Werkzeugmaschinenhersteller Haas Automation. Haas ist seit 2002 verstärkt im Motorsport aktiv und formte das NASCAR-Team "Haas CNC Racing". In der Vergangenheit trat Haas immer wieder als großzügiger Spender auf, hatte jedoch auch schon Ärger mit den US-amerikanischen Steuerbehörden. Er wurde der Abgabe falscher Steuererklärungen für schuldig befunden und musste 16 Monate ins Gefängnis und 75 Millionen US-Dollar Strafe zahlen.

Gene Haas ist der Besitzer des F1-Teams
Image: Gene Haas ist der Besitzer des F1-Teams © Imago

Der Teamchef: Südtiroler Kultcharakter

Günter Steiner ist wie sein Team noch gar nicht so lange in der Formel 1 aktiv. Doch der 55-Jährige Südtiroler ist schon eine Kultfigur. Aufgrund seiner knorrigen Art und seinen klaren Ansagen erlangte Steiner spätestens nach seinen Auftritten in der F1-Netflix-Doku "Drive to survive" Kultcharakter bei den Fans. Unvergessen ist sein Telefonat mit Gene Haas, nach dem Boxen-Stop-Debakel von Australien 2018. Nachdem beide Fahrer mit schlecht montierten Rädern das Rennen vorzeitig beenden mussten sagt Steiner zu Haas: "Gene, wenn wir hier Vierter und Fünfter werden, sehen wir aus wie geile Rockstars. Jetzt sehen wir aus wie verdammte Deppen, wie verdammte Clowns!"

Mick Schumacher mit seinem künftigen Teamchef Günther Steiner.
Image: Mick Schumacher mit seinem künftigen Teamchef Günther Steiner. © Imago

Der Italiener, der auch Deutsch spricht und gerne mal laut wird, begann seine Karriere als Mechaniker in der Rallye-Weltmeisterschaft 1986 und arbeitete sich Stück für Stück nach oben. Er kann also auf seine Erfahrung von rund 35 Jahren Motorsport zurückgreifen. Nach seinen Stationen bei Jaguar, wo er durch Niki Lauda engagiert wurde, und Red Bull, begann er 2014 als Teamchef bei Haas.

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1:23
Mick Schumacher, Sohn von Michael Schumacher, fährt ab 2021 in der Formel 1 für den US-amerikanischen Rennstall Haas. Für den 21-Jährigen wird ein Traum war. Außerdem verrät er, mit welcher Startnummer er startet und warum (Videolänge: 1:23 Min.).

Das Auto: Geduld ist gefragt

Wie bereits erwähnt besteht das Auto aus vielen Ferrari-Teilen. Da selbst die Scuderia aktuell eher schwach unterwegs ist, ist das auch bei Haas der Fall. Wann Besserung zu erwarten ist, ist noch unklar. Sky Experte Ralf Schumacher sagte im Interview: "Da muss man Geduld haben."

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In der Vergangenheit waren die Autos von Haas meistens in den Farben Weiß-Rot-Schwarz lackiert. Ausnahme war das Jahr 2019, als Haas aufgrund des Hauptsponsors Rich Energy in Schwarz-Gold unterwegs war.

Der VF-20 von Haas
Image: Der VF-20 von Haas © Imago

Der Teamkollege: Paydriver mit Talent

Nikita Mazepin ist am 2. März 1999 geboren und damit nur 20 Tage älter als sein neuer Teamkollege Mick Schumacher. Wie Mick am Mittwoch in einer Pressekonferenz bekanntgab, kennen er und Mazepin sich schon lange. Beide fuhren zu Kart-Zeiten 2013 und 2014 gemeinsam in einem Team und duellieren sich nun seit zwei Jahren in der Formel 2. Dort rangiert der in Moskau geborene Russe aktuell auf Rang drei, 43 Punkte hinter Schumacher.

Mick Schumachers Teamkollege bei Haas: Nikita Mazepin
Image: Mick Schumachers Teamkollege bei Haas: Nikita Mazepin © Imago

Mazepin ist Sohn des russischen Oligarchen Dmitry Mazepin. Weshalb nach Bekanntgabe der Zusammenarbeit zwischen Haas und Nikita Mazepin Kritik geäußert wurde, dass der 21-Jährige nur ein "Paydriver" sei. Also ein Fahrer, der nur aufgrund seines finanziellen Backgrounds in der Formel 1 fahre. Teamchef Steiner wies die Kritik zurück. Das allein sei kein Grund gewesen. Die Verpflichtung von Mazepin soll eher als Kombination aus sportlichen und finanziellen Gesichtspunkten gesehen werden. "Wenn jemand in der F2 gut ist und einen Sponsor hat, ist das die perfekte Lösung", erklärte Steiner kürzlich.

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