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Formel 1 News: Lewis Hamilton & Max Verstappen vor WM-Finale

Harte Worte von Verstappen - Crash für beide aber kein Thema

Verstappen oder Hamilton - wer ist für den Crash in Runde 38 verantwortlich?
Image: Max Verstappen (l.) und Lewis Hamilton (r.) waren auf der offiziellen Fahrer-PK noch verbal auf der Bremse.  © Imago

Der letzte Showdown vor dem Showdown: Lewis Hamilton und Max Verstappen waren gemeinsam zur Pressekonferenz in Abu Dhabi geladen. Es hätte einiges zu bereden gegeben.

Als die Vertrauensfrage gestellt wurde, wog Lewis Hamilton seine Worte sorgfältig ab. Drei, vier Sekunden nahm er sich Zeit. Ob er sich sicher sei, dass Max Verstappen es nicht auf einen Crash anlege? "Ich gebe dem keine Energie. Jeder will auf die richtige Weise gewinnen", antwortete der Rekordweltmeister schließlich ausweichend.

Auf der Strecke schenken sich die Formel-1-Alphatiere und erbitterten Titelrivalen keinen Zentimeter, bei der gemeinsamen Pressekonferenz vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi (ab 12:30 Uhr LIVE und EXKLUSIV auf Sky Sport F1) zogen sie aber einträchtig zurück.

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Weder Max Verstappen noch Lewis Hamilton denken über einen Crash nach, der die WM entscheiden könnte. Auch haben die beiden auf die Aussage der Stewards reagiert, die auf besondere Vorsicht plädieren (Videolänge: 2:50 Min.).

Kollision? Verstappen & Hamilton schieben Thema von sich

Titelentscheidung durch Kollision, so wie einst bei Alain Prost, Ayrton Senna oder Michael Schumacher? "Als Fahrer denkst du darüber nicht nach. Die Medien lancieren diese Themen", sagte Verstappen, der neuer Weltmeister wäre, wenn beide die Punkteränge verpassen sollten - und der mit Hamilton am vergangenen Sonntag in Dschidda mehrfach auf der Strecke teils strafwürdig aneinandergeraten war.

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Die größten Rivalitäten in der Formel-1-Geschichte. (Videolänge: 1:41 Minuten)

Hamilton, eineinhalb Meter entfernt vom Rivalen und durch den WM-Pokal getrennt, sah ebenfalls keinen sonderlichen Gesprächsbedarf mit dem punktgleichen Rivalen nach den jüngsten Vorfällen. Möge der Bessere gewinnen, schien das Motto zu lauten.

Verstappen kritisiert: Es geht nicht fair zu

Deutlich gesprächiger war Verstappen in einer von seinem Red-Bull-Team ausgerichteten Online-Medienrunde am Donnerstagmittag. "Warum sollte ich etwas an meinem Ansatz ändern?", fragte er rhetorisch und erklärte, er fühle sich von den Rennkommissaren benachteiligt: "Ich wünsche mir, dass es fair zugeht, das ist nicht der Fall."

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Im exklusiven Interview mit Sky UK spricht Max Verstappen über die Vorfälle in Saudi-Arabien mit WM-Kontrahent Lewis Hamilton.

Auf die Frage, ob er Hamilton zu dessen dann achtem WM-Titel gratulieren würde, antwortete Verstappen: "Sicherlich - wenn alles fair abläuft." Das Misstrauen regiert, wenn auch unterschwellig.

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Am Sky Mikrofon wurde Verstappen sogar noch deutlicher. Gegenüber Sky UK erklärte der Niederländer, dass er sogar das Gefühl habe, "dass die Leute nicht wollen, dass ich gewinne!"

Viele Altvordere wurden nach dem jüngsten Chaosrennen von Dschidda um ihre Einschätzung gebeten, die meisten sahen die Schuld eher bei Verstappen. "Seine Emotionen und sein unbedingter Drang Weltmeister zu werden in allen Ehren, aber er muss sich ein bisschen zügeln", sagte etwa Sky Experte Ralf Schumacher. "Er ist besser als das. Es wäre sehr schade, wenn sein Vermächtnis das eines unfairen Fahrers wird", kommentierte der Brite Martin Brundle, 1992 Teamkollege von Michael Schumacher bei Benetton.

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Sky Experte Ralf Schumacher zum heißen WM-Duell in der Formel 1 zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton.

Dr. Marko weiß: Umbau an Abu-Dhabi-Strecke Nachteil für Red Bull

Hamilton gab sich in den Tagen vor dem Showdown unbeeindruckt und selbstbewusst. Angelehnt an sein Lebensmotto veröffentlichte er in seiner Instagram-Story ein Foto der aufgehenden Wüstensonne und kommentierte: "Still We Rise". Drei Siege in Serie, sein bester Lauf des Jahres, haben den Briten beflügelt. Er weiß um seinen starken Motor, der auf der umgebauten Strecke von Abu Dhabi wieder zum Trumpf werden soll.

Die beiden langen Geraden sind unverändert, aber zwei verwinkelte Passagen wurden in langgezogene Kurven verwandelt. Der Yas Marina Circuit ist flüssiger geworden. "Der Umbau ist schlecht für uns, weil die Strecke jetzt mehr Vollgas-Anteil hat", befürchtet Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko.

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Wer krönt sich zum Formel-1-Champion 2021? (Videolänge: 57 Sekunden)

Teamchefs wollen sportliche Entscheidung - Masi schickt Warnung

Einig sind sich zumindest die Teamchefs, dass die Entscheidung sportlich fallen soll. "Wir wollen sie auf der Strecke schlagen und die WM nicht bei den Stewards ausfechten oder im Kiesbett gewinnen", versprach Verstappens Teamchef Christian Horner. Hamiltons Boss Toto Wolff sieht das genauso: "Es gab ausreichend Warnschüsse, die dafür sorgen sollten, dass keiner einen Unfall heraufbeschwört."

Auch Formel-1-Rennleiter Michael Masi will eine Kollision auf jeden Fall verhindern. In den "Anmerkungen zur Veranstaltung" (Event Notes) wies er ausdrücklich auf nachträgliche Sanktionsmöglichkeiten für "unsportliches Verhalten" hin, konkret Punktabzüge und Sperren. "Niemand muss daran erinnert werden", meinte Verstappen.

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