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Formel 1 News: Lewis Hamilton übt Kritik - Chancenungleichheit in der F1

Hamilton übt Kritik am "Billionaire Boys Club"

Sky Sport

02.06.2021 | 23:42 Uhr

Lewis Hamilton spricht ein aus seiner Sicht generelles Problem des Motorsports an.
Image: Lewis Hamilton spricht ein aus seiner Sicht generelles Problem des Motorsports an.  © Imago

Lewis Hamilton und sein Boss Toto Wolff sehen in der Formel 1 eine Ungerechtigkeit, die so nicht weiter bestehen darf. Dabei geht es um den "Billionaire Boys Club".

"Wenn ich mich erinnere, wie ich angefangen habe, aufgewachsen in einer normalen Familie aus der Arbeiterklasse, dann besteht keine Chance, dass ich [heute] hier sein könnte", erklärt Lewis Hamilton in einem Interview mit der Zeitung As.

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So entfernt Mercedes in der Fabrik den England den Reifen von Bottas' Auto (Quelle: Instagram @mercedesamgf1 / Länge: 28 Sekunden).

Hamilton: "Zeitalter eines 'Billionaire Boys Club'"

"Ich persönlich finde, dass wir im Zeitalter eines 'Billionaire Boys Club' leben, so Hamilton. Damit meint der Brite, dass ein Eintritt in die Formel 1 in der heutigen Zeit nur noch möglich ist, wenn die Eltern Milliardäre sind und diese das Kind mit exorbitanten finanziellen Mitteln pushen können. Andernfalls hätten die Kindern bereits in den Nachwuchsklassen keine Chance mehr.

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Dies dürfe in Zukunft nicht mehr der Fall sein. Der Motorsport müsse für eine Vielzahl von Menschen offen und dürfe nicht nur für eine kleine privilegierte Auswahl zugänglich sein. "Alle Kerle, gegen die man kämpft, haben so viel mehr Geld. Ich denke, wir müssen daran arbeiten, das in Zukunft zu ändern. Der Sport muss zugänglicher für Leute aus reichen und eher normalen Verhältnissen" sein.

Wolff unterstützt Hamilton: Rennsport muss "erschwinglicher" werden

Auch Mercedes-Sportchef Toto Wolff schlägt in die gleiche Kerbe und unterstützt seinen Fahrer in dessen Sichtweise. Der Rennsport - in allen Klassen - müsse generell "erschwinglicher" werden, "damit Kinder, die keinen finanziellen Background haben, in den Nachwuchsserien erfolgreich sein können", wird Wolff bei Motorsport-total zitiert.

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Es dürfe nicht soweit gehen, "dass eine gute Kartsaison 250.000 kostet, eine Formel-4-Saison 500.000, eine Formel-3-Saison eine Million", warnt Wolff. "Das ist total absurd und muss aufhören."

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