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Formel 1 News: Zoff zwischen Mercedes vs. Red Bull geht weiter

''Martial Arts" neben der Strecke: Ton im WM-Kampf wird rauer

20.11.2021 | 23:53 Uhr

Angespannte Stimmung zwischen Toto Wolff und Christian Horner.
Image: Angespannte Stimmung zwischen Toto Wolff und Christian Horner.

Lewis Hamilton suchte die fehlenden Zehntelsekunden, auch Max Verstappen fand im Flutlicht von Katar noch nicht die ideale Linie - zum Auftakt der Formel-1-Premiere auf dem Wüstenkurs hatten beide Titelrivalen noch Luft nach oben: Schnellster Mann am Freitag war Hamiltons Mercedes-Kollege Valtteri Bottas. Abseits der Strecke war der WM-Kampf aber schon zuvor in seine bislang wohl härteste Runde gegangen.

Am Grünen Tisch hatte Mercedes eine Strafe gegen Verstappen prüfen lassen, die Regelhüter sahen am Freitag keine Grundlage dafür. Das Klima zwischen den beiden Rennställen scheint aber spätestens jetzt vergiftet - sichtbar immer dann, wenn die Chefs Toto Wolff (Mercedes) und Christian Horner (Red Bull) übereinander sprechen.

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Vom ''Amateurboxen'' zum ''Profiboxen''

In Doha setzten findige Menschen die beiden nun in eine gemeinsame Pressekonferenz, und die Show konnte beginnen. Es gebe "keine Beziehung" zum Kontrahenten, ließ Horner bei dieser Gelegenheit wissen, "es ist ein Wettkampf. Ich muss nicht zum Dinner mit Toto gehen, ich muss nicht seinen Hintern küssen. Andere Teamchefs haben das vielleicht nötig."

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Wolff saß gleich daneben und gab sich deutlich diplomatischer. Der mittlerweile scharfe Ton sei in dieser Phase der Saison normal. Begonnen habe es wie beim Amateurboxen mit Kopfschutz, "dann war es irgendwann Profiboxen, und mittlerweile sind wir beim Martial Arts", sagte der Österreicher: Harter Kampf ohne Handschuhe also.

Marko: ''Einfach nur lästig''

In dieselbe Kerbe schlägt auch Dr. Helmut Marko, Motorsportchef von Red Bull. ''Das ist glaub ich das Stimmungsbild, das derzeit herrscht'', erklärte Marko im Sky Interview.

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Christian Horner wird in Bezug auf die Beziehung zwischen Red Bull und Mercedes deutlich. (Video: 00:50 Sekunden)

Grund für die Gangart sind auch die wiederholten Versuche von beiden Seiten, der jeweils anderen Regelbrüche nachzuweisen. Die nun abgewiesene Mercedes-Beschwerde über Verstappens Manöver beim vergangenen Rennen in Sao Paulo war ja nur die bislang letzte Runde eines Ringkampfs, der außerhalb der Cockpits geführt wird.

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Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko spricht nach dem 2. Freien Training in Katar über den Zwist mit Mercedes und die Aussichten für das Rennen am Sonntag. (Video: 04:15 Minuten)

Marko findet dies einfach nur ''lästig'', weil ihre Daten- und Renningenieure alle beschäftigt waren, eventuelles ''Verteidigungsmaterial herauszusuchen und zu sondieren'', anstatt sich auf die eigentliche Arbeit am Auto zu konzentrieren.

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Bottas im Training vorne

Das Titelduell mit Mercedes sei "das mit Abstand politischste in der Geschichte unseres Teams", sagte Horner, der Vorwurf an die Silberpfeile schwang da deutlich mit. Allerdings schaltet auch Red Bull die FIA-Kommissare immer wieder ein - momentan unterstellt das Team der Gegenseite gar Regelbrüche mit Blick auf Antrieb oder Heckflügel wegen "nicht normaler" Geschwindigkeiten auf den Geraden.

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Valtteri Bottas dreht beim 2. Freien Training unter Flutlichtbedingungen in Katar die schnellste Runde. Verstappen kämpft mit dem Heckflügel. (Video: 07:30 Minuten)

Am Freitag wusste diese vor allem Bottas zu nutzen, der Finne lag am Abend recht deutlich vorn. Gut zwei Zehntel dahinter folgte überraschend zunächst Pierre Gasly im AlphaTauri. Erst auf den Plätzen drei und vier sortierten Verstappen und Hamilton sich ein: Im Training trennte die beiden nicht mal eine Zehntelsekunde, in der WM sind es vor dem drittletzten Saisonrennen am Sonntag (15:00 Uhr LIVE auf Sky Sport F1) 14 Zähler.

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Red Bull Teamchef Christian Horner spricht über den neuen Motor von Mercedes und äußert Zweifel, ob das Auto des Konkurrenten den Regeln entspricht. (Video: 00:50 Sekunden)

Aston-Martin-Pilot Sebastian Vettel schloss den ersten Tag auf dem Losail Circuit als Neunter ab, Mick Schumacher landete im Haas auf Rang 19. Für alle Beteiligten war es ein wichtiger erster Tag in Katar, denn die Formel 1 ist erstmals auf dieser Strecke zu Gast, die ursprünglich für den Motorradsport konzipiert wurde. Einige Fahrer hatten zumindest die Gelegenheit, sie vorab im Simulator kennenzulernen, für andere - wie etwa Schumacher - ist der Kurs völlig neu.

SID / Sky Sport

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