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Formel 1: Nico Hülkenberg darf nach gutem Auftritt auf mehr hoffen

Erfolgreiche Werbefahrten: Hülkenberg darf auf mehr hoffen

Sport-Informations-Dienst (SID)

12.08.2020 | 10:24 Uhr

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Lewis Hamilton? Nein! Max Verstappen gewinnt das Jubiläumsrennen der Formel 1 in Silverstone. Sebastian Vettel erlebt wieder einen Tag zum Vergessen. Nico Hülkenberg hat am Ende keine Podiums-Chance.

Ob Nico Hülkenberg einen weiteren Einsatz als Corona-Vertretung erhält, ist fraglich. Viel wertvoller: Der Rheinländer hat die Werbetrommel für ein dauerhaftes Formel-1-Comeback gerührt.

Nico Hülkenberg nimmt es, wie es kommt. Und das darf er mit einem guten Gefühl tun. "Ich werde morgen wohl den einen oder anderen Muskel spüren, wahrscheinlich alle", sagte der Emmericher bei RTL nach seinem starken Auftritt für Racing Point beim Jubiläums-Grand-Prix der Formel 1: "Dann bereite ich mich im Simulator auf Barcelona vor. Mittwoch oder Donnerstag werde ich dort aufschlagen. Und dann warte ich auf frohe Kunde - oder auf das Ende."

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Wer auch immer einen Beweis wollte, dass der 32-Jährige einen Stammplatz in der Formel 1 verdient, er hat ihn an den vergangenen beiden Wochenenden in Silverstone geliefert bekommen. Der Spontan-Ersatz für den an COVID-19 erkrankten Mexikaner Sergio Perez brachte sich binnen weniger Tage in einem gänzlich unbekannten Rennwagen mindestens auf das Niveau von Stammpilot Lance Stroll.

Erstes Podium muss weiter warten

Startplatz drei im Rennen am Sonntag schürte gar die Hoffnung, dass die vermaledeite Serie des Nico Hülkenberg im 178. Anlauf endlich enden würde. Doch letztlich musste sich "Hülk" den Realitäten in der Formel 1 beugen, sein erstes Podest muss weiter warten. Auch Rang vier, der lange möglich erschien, wurde durch einen Not-Boxenstopp kurz vor Schluss zunichte gemacht.

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Nico Hülkenberg spricht am Sky Mikro über Platz drei im Qualifying zum GP von Großbritannien (Videolänge: 50 Sekunden).

"Es war am Ende nicht das Märchen, das sich alle gewünscht haben, aber das war vielleicht auch ein bisschen vermessen, wenn man sieht, wie stark Mercedes und Red Bull sind. Es war ordentlich", resümierte Hülkenberg nach Platz sieben. Ob er beim Großen Preis von Spanien am kommenden Sonntag nochmal ans Steuer darf, liegt nicht in seinen Händen.

Perez-Rückkehr "zu 99 Prozent sicher"

Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer geht davon aus, dass Perez bis dahin vollständig genesen wird. "Ich war mir zu 99 Prozent sicher, dass Nico bei beiden Rennen in England in unserem Auto sitzen würde. Nun bin ich zu 99 Prozent sicher, dass Sergio in Spanien zurückkehrt", sagte Szafnauer.

Doch Hülkenbergs mittelfristige Perspektive dürfte sich durch seine "Werbefahrten" beim Silverstone-Doppelpack deutlich verbessert haben. Kollegen wie Weltmeister Lewis Hamilton und Sonntagsieger Max Verstappen waren voll des Lobes für den früheren Le-Mans-Sieger, auch mehrere Teamchefs konnten sich noch einmal von den Qualitäten des großen Blonden überzeugen.

Die Frage, ob er in Spanien fahren werde, beantwortete Hülkenberg am Sky-Mikrofon gewohnt launig: "Ich gucke mal, ob ich es einrichten kann." Vielleicht sollte er sich noch weitere Wochenenden freihalten.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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