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Vettel-Fiasko im Qualifying

Formel 1: Vettel kassiert nächsten Rückschlag - Pole für Leclerc in Österreich

Sport-Informations-Dienst (SID)

09.07.2019 | 11:28 Uhr

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Ferrari-Jungstar Charles Leclerc hat beim Großen Preis von Österreich in Spielberg die Pole Position geholt. Hinter dem Monegassen folgt Max Verstappen im Red Bull vor Mercedes-Pilot Valtteri Bottas (Videolänge: 1:53 Min.).

Sebastian Vettel saß machtlos in seinem Ferrari, als diese Saison voller Pleiten und Pech endgültig bizarre Züge annahm.

In Spielberg ist sein SF90 endlich mal wieder ein Sieger-Auto, doch die Hoffnung auf den ersten Saisonerfolg am Sonntag (15:10 Uhr live auf Sky) musste Vettel schon vor Ende des Qualifyings fast begraben.

Wegen eines technischen Problems konnte er in der entscheidenden Phase nicht in den Kampf um die Pole eingreifen und wird nur von Rang neun ins Rennen gehen - der erste Startplatz war seinem Teamkollegen Charles Leclerc damit nicht zu nehmen. Denn Ferrari konnte seine Stärken auf den langen Geraden des Red-Bull-Rings wie erwartet deutlich besser ausspielen als zuletzt.

Hamilton verliert Startplatz zwei

"Das ist natürlich bitter, aber da kann man nichts machen", sagte Vettel bei Sky: "Immerhin ist das andere Auto gut gelaufen. Meines hatte sich bis dahin sehr gut angefühlt und wurde immer besser. Für morgen ist es jetzt schwierig, etwas vorauszusagen, die Geschwindigkeit ist auf jeden Fall da." Wie Ferrari mitteilte, wurde Vettel von einem beschädigten Luftdruckschlauch zum Motor ausgebremst.

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Alfa-Pilot Kimi Räikkönen zeigt dem Weltmeister eine unschöne Geste (Video-Länge: 0:07 Min.)

Der Monegasse Leclerc hatte am Ende mehr als zweieinhalb Zehntelsekunden Vorsprung auf Weltmeister und WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im Mercedes - der musste seinen zweiten Startplatz allerdings zwei Stunden nach Ende des Qualifyings noch abgeben. Hamilton hatte auf der Strecke Kimi Räikkönen im Alfa Romeo behindert und kassierte von den Stewards daher eine Drei-Plätze-Strafe - aufgrund anderer aktiver Strafen in der Startaufstellung wird er allerdings nicht vom fünften, sondern vom vierten Rang ins Rennen gehen.

"Ich habe versucht, den Weg frei zu machen, aber das ist nicht optimal gelaufen", sagte Hamilton zur fraglichen Szene. Der Niederländer Max Verstappen im Red Bull rückt auf Position zwei vor, auf Startplatz drei steht Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas aus Finnland.

Vettels Team-Kollege Leclerc startet in Österreich von der Pole Position.
Image: Vettels Team-Kollege Leclerc startet in Österreich von der Pole Position. © Getty

Nächster Rückschlag für Vettel

Für Vettel ist es der nächste Rückschlag in einem bislang verkorksten Jahr. Alle Siege in den acht Saisonrennen gingen an Mercedes, nur in Bahrain und Kanada hatte Ferrari echte Möglichkeiten. In Bahrain warf Vettel seine Chance mit einem frühen Dreher weg, den Sieg von Leclerc verhinderte später ein technischer Defekt.

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GP von Österreich: Sebastian Vettel erklärt, warum er in Q3 überhaupt nicht mehr eingreifen konnte (Videolänge: 48 Sekunden).

In Kanada kam Vettel gar als Erster ins Ziel, rutschte wegen einer Fünf-Sekunden-Strafe aber noch auf Rang zwei hinter Hamilton ab - nach einem Fahrfehler war er auf gefährliche Weise unmittelbar vor dem Engländer auf die Strecke zurückgekehrt und wurde dafür sanktioniert.

Vettel rutscht in den Kies

Der nächste Tiefschlag in Österreich kam nun nicht unbedingt aus dem Nichts, das Wochenende hatte schon holprig begonnen für Vettel. Im ersten Training am Freitag stand sein Ferrari lange für Umbauarbeiten in der Garage, der Deutsche verpasste weite Teile der Session.

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GP von Österreich: Ferrari-Pilot Charles Leclerc spricht am Sky Mikro über seine Pole Position (Videolänge: 13 Sekunden).

Am Nachmittag stand er sich dann selbst im Weg: Vettel verlor die Kontrolle über sein Auto und rutschte in den Kies, auf die Jagd nach schnellen Runden konnte er sich im zweiten Training damit nicht mehr machen.

Startaufstellung zum Großen Preis von Österreich

1. Charles Leclerc (Monaco) Ferrari, 2. Max Verstappen (Niederlande) Red Bull Honda, 3. Valtteri Bottas (Finnland) Mercedes, 4. Lewis Hamilton (Großbritannien) Mercedes (Zwei-Plätze-Strafe wegen Behinderung eines Konkurrenten), 5. Lando Norris (Großbritannien) McLaren Renault, 6. Kimi Räikkönen (Finnland) Alfa Romeo Ferrari, 7. Antonio Giovinazzi (Italien) Alfa Romeo Ferrari, 8. Pierre Gasly (Frankreich) Red Bull Honda, 9. Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari, 10. Kevin Magnussen (Dänemark) Haas Ferrari (Fünf-Plätze-Strafe wegen Getriebewechsels), 11. Romain Grosjean (Frankreich) Haas Ferrari, 12. Daniel Ricciardo (Australien) Renault, 13. Sergio Perez (Mexiko) Racing Point Mercedes, 14. Lance Stroll (Kanada) Racing Point Mercedes, 15. Nico Hülkenberg (Emmerich) Renault (Fünf-Plätze-Strafe wegen Wechsel des Verbrennungsmotors), 16. Daniil Kwjat (Russland) Toro Rosso Honda, 17. Robert Kubica (Polen) Williams Mercedes, 18. George Russell (Großbritannien) Williams Mercedes (Drei-Plätze-Strafe wegen Behinderung eines Konkurrenten), 19. Alexander Albon (Thailand) Toro Rosso Honda (ans Ende des Feldes wegen Wechsels diverser Antriebskomponenten), 20. Carlos Sainz jr. (Spanien) McLaren Renault (ans Ende des Feldes wegen Wechsels diverser Antriebskomponenten)

Sport-Informations-Dienst (SID)

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