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Formel 1: Teamchef Toto Wolff ratlos bei Mercedes-Situation

Teamchef Wolff sieht Mercedes im "absoluten Niemandsland"

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Lewis Hamilton ist nach dem GP in Miami etwas ratlos, aber freut sich, dass beide Autos in die Punkte fahren konnten.

Toto Wolff hat sich nach dem Großen Preis von Miami ratlos über die Performance der Silberpfeile gezeigt.

Insbesondere der Pace-Verlust von den Freien Trainings am Freitag bis zum Rennen am Sonntag bereitete dem Mercedes-Teamchef Sorge. George Russell war in FP1 zunächst auf P2 gefahren und setzte anschließend in FP2 die Bestzeit. Doch die Hoffnungen auf einen Aufwärtstrend war spätestens am Sonntag dahin: Russell kam als Fünfter ins Ziel, Lewis Hamilton als Sechster.

"Am Ende des Tages gibt es keinen glücklichen oder unglücklichen Moment; im Moment ist es ein bisschen langweilig. Wir sind die Drittschnellsten auf der Strecke - gewissermaßen im absoluten Niemandsland. Wir hatten einen guten Freitag, wir müssen herausfinden, warum das so war und dann zurückkommen", machte Wolff klar.

Auch interessant: Noten nach fünf Rennen - wo landen Vettel, Schumacher und Co.?

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Verstappen liefert in Miami eine weltmeisterliche Leistung - fehlerfrei dominiert er und hält die Ferraris scheinbar mühelos in Schach. Leclerc und Sainz scheinen nicht zufrieden zu sein. Ist der Titeldruck zu hoch?

Ferrari und Red Bull deutlich schneller

Die erfolgsverwöhnten Silberpfeile laufen in der Saison 2022 den eigenen Erwartungen hinterher. In den vergangenen acht Jahren gewann Mercedes jedes Mal in Konstrukteurs-WM sowie sieben Fahrer-Titel. Nach fünf Rennen der aktuellen Saison sind zwei dritte Plätze von Hamilton in Bahrain und Russell in Australien die bislang besten Resultate. Ferrari und Red Bull sind deutlich schneller.

"Es ist klar, dass das Auto Potenzial hat, und es ist schnell. Aber wir verstehen einfach nicht, wie wir das Potenzial freisetzen können. Es ist wahrscheinlich ein Auto, das super schwierig zu fahren ist, auf der Kippe steht, in das Leistungsfenster hinein- und wieder hinausfährt; mehr hinaus als hinein", analysierte Wolff.

Daten widersprechen Fahrer-Eindrücken

Der 50-Jährige schob zudem etwas ratlos nach: "Und das Sezieren der Daten mit einem Skalpell ist ein schmerzhafter Prozess, weil es sehr lange dauert. Unsere Daten zeigen manchmal auch nicht das, was uns die Fahrer sagen, die alle Hände voll zu tun haben mit einem schwierigen Auto. Aber die Daten zeigen diese großen Schwankungen nicht."

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Die aktuelle Situation sei für Mercedes Neuland und eine große Herausforderung. "Wir hatten in all den Jahren noch nie eine Situation, in der die Daten überhaupt nicht mit dem übereinstimmten, was wir auf unseren Bildschirmen sehen, mit dem, was der Fahrer fühlt, und das macht es noch schwieriger", so der Österreicher.

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Barcelona als Wegweiser für Mercedes

Die Updates, die Mercedes bereits in Miami dabei hatte, sollen nun beim nächste Grand Prix in Barcelona erneut getestet werden. Dann wird sich zeigen, ob die Silberpfeile auf dem richtigen Weg sind, die Lücke nach vorne zu schließen. "Barcelona wird definitiv ein Zeitpunkt sein, an dem wir in der Lage sein werden, mit dem, was wir im Februar bei den Testfahrten gesehen haben, zu korrelieren und mehr Daten zu sammeln", meinte Wolff.

Auch wenn der Mercedes-Teamchef von der sportlich unbefriedigenden Situation angefressen ist, versucht er weiterhin die Geduld zu bewahren: "Ich bin auch genervt davon, immer wieder das Gleiche zu sagen, Daten zu sammeln und Experimente zu machen. Aber die Physik ist kein Mysterium und deshalb muss man die Knochen ausgraben."

Mehr zum Autor Peer Kuni

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