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Formel 2 in Spielberg: Mick Schumacher verliert wegen Feuerlöscher

Feuerlöscher-Unfall setzt Schumachers Formel-2-Misere fort

Sport-Informations-Dienst (SID)

12.07.2020 | 21:46 Uhr

Feuerlöscher beendet Schumachers Podestjagd 1:09
Formel 2: Feuerlöscher verhindert Mick Schumachers erstes Podium der Saison

Diesmal war es ein Feuerlöscher: In der noch jungen Formel-2-Saison steht bislang immer etwas zwischen Mick Schumacher und dem Podest.

Mick Schumacher versuchte alles, es galt, Platz drei zu festigen und sich von dort weiter vorzuarbeiten. Hektisch wischte er die Schaumflocken, die ihn und das Cockpit seines Autos bedeckten, zur Seite, doch es war ein sinnloses Unterfangen. Der Feuerlöscher in seinem Auto war ausgelöst worden, Weiterfahren unmöglich, wieder kein Podestplatz in der Formel 2.

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Schumacher: "Passiert alle zehn Jahre"

"Statistisch betrachtet, passiert es alle zehn Jahre, dass sich ein Stück Gummi von den Reifen löst und den kleinen Notschalter trifft, der den Feuerlöscher aktiviert", sagte Schumacher: "Heute ist es mir passiert, sehr unglücklich, aber unser Renntempo war wieder gut."

Schumacher erfasste seine Lage schnell und reagierte, nach 14 von 28 Runden war das zweite Formel-2-Rennen in Spielberg für den 21-Jährigen beendet. Resigniert ließ der Sohn des großen Champions seinen Prema ausrollen, frustriert stieg er aus - wieder kein Podestplatz für den jungen Mann mit dem berühmten Namen.

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Schumacher & Formel 2: Passt noch nicht 100-prozentig

Mick Schumachers Formel-2-Karriere steht irgendwie unter keinem guten Stern. In seinem zweiten Jahr im Unterbau der Formel 1 hat er bislang erst einen Platz auf dem Treppchen zu Buche stehen - im August 2019 gewann er das Sprintrennen in Budapest. Danach war er immer wieder dicht dran, scheiterte aber oft an eigenen Fehlern oder an technischen Problemen.

Dabei überzeugt Schumacher durchaus mit guten Leistungen. Im Hauptrennen am Samstag kämpfte er sich im Regen von Startplatz neun auf Position vier nach vorne und verpasste das Podest um gerade mal 0,1 Sekunden. Am vergangenen Wochenende warf er dagegen einen sicher scheinenden zweiten Platz im Hauptrennen durch einen Dreher weg, letztlich war ein siebter Platz im Sprintrennen die einzige zählbare Ausbeute.

Lundgaard siegt vor Ticktum

Das Rennen am Sonntag gewann der Däne Christian Lundgaard (ART) vor Dan Ticktum (Großbritannien/DAMS) und Marcus Armstrong (Neuseeland/ART). Samstagssieger Robert Schwarzman (Russland), Prema-Teamkollege von Schumacher, schied nach einem Dreher bereits in der ersten Runde aus.

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Das Rennen am Sonntag gewann der Däne Christian Lundgaard (ART) vor Dan Ticktum (Großbritannien/DAMS) und Marcus Armstrong (Neuseeland/ART).
Image: Das Rennen am Sonntag gewann der Däne Christian Lundgaard (ART) vor Dan Ticktum (Großbritannien/DAMS) und Marcus Armstrong (Neuseeland/ART). © Sky
Samstagssieger Robert Schwarzman (Russland), Prema-Teamkollege von Schumacher, schied nach einem Dreher bereits in der ersten Runde aus.
Image: Samstagssieger Robert Schwarzman (Russland), Prema-Teamkollege von Schumacher, schied nach einem Dreher bereits in der ersten Runde aus. © Sky

Eine Runde vor dem unglücklichen Zwischenfall mit dem Feuerlöscher hatte sich Schumacher gerade auf den dritten Platz vorgearbeitet. Von Platz fünf gestartet, hatte er sich sofort um eine Position verbessert und dann rundenlang den vor ihm fahrenden Armstrong belauert. In der 13. Runde schob sich Schumacher mit einem gekonnten Manöver vorbei und wollte zur Jagd auf das Führungsduo ansetzen - dann stoppte ihn der Feuerlöscher.

Der angepeilte Weg in die Formel 1 ist nach wie vor steinig, in der Gesamtwertung der Formel 2 rangiert Schumacher mit 14 Punkten aus vier Saisonrennen unter "ferner liefen". Zu wenig, um sich für ganz oben aufzudrängen, zumal drei seiner Teamkollegen aus der Ferrari Driver Academy deutlich vor ihm platziert sind.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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