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Formel 2 News: Mick Schumacher ist der Fahrer des Wochenendes

Schumacher schon meisterlich: F2-Fahrer des Wochenendes

Oliver Fenderl

21.09.2020 | 19:42 Uhr

1:23
Mick Schumacher behauptet mit einer fehlerfreien Vorstellung die Führung in der Formel-2-Meisterschaft. Die Highlights gibt's hier im VIDEO (Länge: 1:23 Min).

Meisterschaftsführung - endlich hat er sie erreicht. Zwar musste Mick Schumacher an beiden Renntagen anderen Fahrern das Podium überlassen, aber das wird dem Ferrari-Junior herzlich egal sein.

Mit 18 Punkten aus zwei Rennen in Mugello im Gepäck reist er erstmals in seiner Karriere als Meisterschaftsführender der Formel 2 vom Rennplatz ab. Doch es ist auch die Art, mit der Schumacher die Rennen absolviert, die inzwischen meisterlich ist.

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Mit Ruhe und Konstanz: Schumacher mit Serie

Merkte man zu Saisonbeginn noch eine gewisse Verbissenheit, den Erfolg erzwingen zu wollen oder eben dann wieder das krasse Gegenteil, so hat er spätestens seit Silverstone II eine Konstanz, gepaart mit Rennintelligenz gefunden, die am Ende zu einer Souveränität auf der Strecke führt. Genau diese ist es, die Mick Schumacher nicht nur acht Podiumsplätze und einen ganz wichtigen Sieg einbrachten, sondern - viel wichtiger - ihn nicht in Situationen treiben, in denen er überstürzt in Zweikämpfe geht.

So geschehen bei beiden Starts in Mugello. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag - und da ganz besonders. Schumacher steckt zurück, wartet auf den passenden Moment zwei oder drei Runden später und zieht dann eiskalt durch. Dieses Selbstbewusstsein bringt auch Rennglück mit sich. Aber vor allem: Erfolg. Den hat Schumacher derzeit nicht nur in Sachen Punkte. Deswegen ist er zum dritten Mal in Folge: Fahrer des Wochenendes.

14:12
Der große Analyse-Talk zur Formel 2 und Formel 3 mit Sky Kommentator Olivier Zwartyes (Dauer: 14:12 Min.).

Haas-Vertrauen in Deletraz zahlt sich aus

Nicht unerwähnt bleiben darf nach dem neunten Formel-2-Rennwochenende der Schweizer Louis Deletraz. Am Freitag einer der zwei Pechvögel (neben Schwarzman). Deletraz wurde nach einem starken freien Training in der Quali geblockt, wurde deshalb nur Zwölfter und war im Anschluss ordentlich bedient. Diese negative Energie wandelte er über Nacht ins Positive und fuhr am Samstag auf Platz drei, am Sonntag auf Platz zwei.

Wichtige Meisterschaftspunkte für den Schweizer, der beim Team Charouz offenbar eine Heimat gefunden hat, die auch das Vertrauen des Formel 1-Teams Haas in den Schweizer als Nachwuchsfahrer rechtfertigt. Mit 122 Punkten steht er derzeit auf Platz sieben der Meisterschaft, kann aber in den verbleibenden sechs Rennen bei bleibender Form noch den Anschluss nach ganz vorn schaffen: Schwarzman ist als vierter 18 Punkte entfernt und Lundgaard 23 Zähler.

Lundgaard: Zu gut für die Formel 2, kein Platz in der Formel 1?

Apropos Lundgaard. Der Däne gefällt immer besser. Einfach stark, was der erst 19-Jährige und Vorjahres-Sechste der Formel 2 darbietet. In der Meisterschaft ist er inzwischen Dritter, mit Anschluss an Callum Illot einen Platz vor ihm. Fünfmal Podium und eine Durststrecke liegen 2020 bereits hinter ihm - damit rechtfertigt der Rookie das Vertrauen von Renault in ihn mehr als deutlich.

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Interessant wird, wo sein Weg in der kommenden Saison hinführt mit der Leistung. Sollte er tatsächlich Vize-Meister werden, dann wird es argumentativ fast schon schwierig, ihn nochmal an den Start in der Formel 2 zu schicken - könnte er dann eigentlich nur verlieren. Andererseits gibt es in der Formel 1 momentan auch nicht die verfügbaren Cockpits, um ihm den direkten Sprung zu ermöglichen. Verdient hat Lundgaard es mit seiner bisherigen Leistung die Chance aber definitiv.

Drei russische Piloten mit Klärungsbedarf

Fortsetzung folgt nun in zwei Wochen beim Rennen in Sotschi. Einmal Durchschnaufen also für alle Fahrer. Diskussionsbedarf gibt es abseits der Erfolgspiloten ebenso genug. Gerade die russischen Fahrer haben nach Mugello Klärungsbedarf mit ihren Teams.

Mazepin in Sachen Kollission mit Ghiotto und anschließendem Teamfehler beim überflüssigen Boxenstopp; Shwartzman mit Prema, um seine Konstanz und Performance endlich wieder zu finden. Und Markelov, der nach seinem Startplatz eins am Sonntag in Mugello desaströs durchgereicht wurde. Gerade für die drei wird es enorm wichtig, ihr Heimspiel positiv zu gestalten.

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