Zum Inhalte wechseln

Formel-2-Unfall in Spa: Correa noch auf der Intensivstation

US-Amerikaner erlitt Brüche an beiden Beinen und eine Verletzung an der Wirbelsäule

Sport-Informations-Dienst (SID)

05.09.2019 | 18:11 Uhr

Juan Manuel Correa befindet sich nach einem Unfall im Formel-2-Rennen in Spa weiterhin auf der Intensivstation.
Image: Juan Manuel Correa befindet sich nach einem Unfall im Formel-2-Rennen in Spa weiterhin auf der Intensivstation. © DPA pa

Der am Samstag in Spa schwer verunglückte Formel-2-Fahrer Juan Manuel Correa (USA) befindet sich im Krankenhaus in Lüttich nach wie vor auf der Intensivstation.

Der 20-Jährige war am Samstagabend vier Stunden lang operiert worden und hat sich nach Auskunft der Familie mittlerweile "ein wenig erholt". Sobald sich sein Zustand weiter bessert, soll er in die USA transportiert werden.

Correa hatte bei dem Unfall, bei dem der Franzose Anthoine Hubert starb, Brüche an beiden Beinen und eine leichte Verletzung an der Wirbelsäule erlitten. Er war in der Auslaufzone der Eau-Rouge-Senke in der Highspeed-Passage Raidillon mit ca. 270 km/h in das quer zur Fahrbahn stehende Auto von Hubert gerast. Hubert wurde im Medical Center an der Strecke am Samstag um 18.35 Uhr für tot erklärt.

Formel 1: Hier geht's zum aktuellen WM-Stand

Formel 1: Hier geht's zum aktuellen WM-Stand

Klick Dich durch die Fahrer- und Team-Wertung der aktuellen F1-Saison 2019/20.

FIA leitet Untersuchungen ein

Der Automobil-Weltverband FIA hat nach dem tödlichen Unfall des französischen Formel-2-Fahrers Anthoine Hubert in Spa eine Untersuchung eingeleitet. "Dabei werden wir eng mit dem belgischen Automobilclub und den lokalen Behörden zusammenarbeiten", kündigte Formel-1-Rennleiter Michael Masi an. Wie lange die Aufarbeitung der Tragödie dauern wird, konnte Masi nicht sagen: "Es sind sehr viele Facetten zu berücksichtigen."

Ob es nach dem Tod des jungen Franzosen, der nach dem Unfall am Samstag noch an der Rennstrecke gestorben war, Veränderungen im Sicherheitskonzept der FIA geben wird, darüber wollte Masi nicht spekulieren. "Die Sicherheit wird ohnehin ständig verbessert, das ist ein fortlaufender Prozess", sagte der Nachfolger des im März verstorbenen Charlie Whiting: "Wir müssen abwarten, welche Schlüsse sich aus dem Unfall in Spa ergeben, dann können wir weitere Maßnahmen diskutieren."

Die Formel 1 live streamen

Die Formel 1 live streamen

Mit Sky Ticket im Sommer die große Europa-Tour der Königsklasse ganz bequem live streamen. Einfach monatlich kündbar.

Mercedes-Teamchef Wolff: "Ein Sport für Gladiatoren"

Mercedes-Teamchef Toto Wolff glaubt allerdings nicht, dass mit weiteren Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit jedes Risiko ausgeschaltet werden kann. "Vielleicht haben wir ja vergessen, wie gefährlich dieser Sport ist, weil wir sehr lange von schweren Unfällen verschont geblieben sind", sagte Wolff am Sonntag in Spa: "Das ist und bleibt ein Sport für Gladiatoren, hier geht es um Mut, um Können und auch um eine gewisse Bereitschaft zum Risiko."

Natürlich sei es "fürchterlich, wenn ein junger Mann sein Leben lässt in einem Rennauto. Wir haben einen tollen jungen Rennfahrer verloren", sagte Wolff. Und allein deshalb dürfe man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern müsse sich Gedanken machen: "Selbstverständlich auch zum Thema Sicherheit." Der Formel-2-Unfall sei ein "freak accident" gewesen, "die kann es immer wieder geben in einem Sport, in dem sowieso alles passieren kann".

Sport-Informations-Dienst (SID)

Weiterempfehlen: