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GP in Kanada: "Vettel am Scheideweg" - Mercedes mit Motorenupgrade?

Großer Preis von Kanada

Sport-Informations-Dienst (SID)

08.06.2019 | 19:37 Uhr

Sebastian Vettel steht laut seines ehemaligen Teamkollegen Mark Webber am Scheideweg seiner Karriere.
Image: Sebastian Vettel steht laut seines ehemaligen Teamkollegen Mark Webber am Scheideweg seiner Karriere. © Getty

Und am Ende gewinnt immer ein Mercedes - oder doch nicht? Beim Großen Preis von Kanada will und muss Ferrari die Dominanz der Silberpfeile endlich beenden. Die Roten stapeln tief, wissen aber um ihre Chancen.

Sebastian Vettel fand Zuversicht in der Erinnerung an erfolgreichere Zeiten. "Im letzten Jahr bin ich von der Pole gestartet und habe gewonnen, 40 Jahre nach Gilles Villeneuve", sagte der viermalige Formel-1-Weltmeister vor dem Großen Preis von Kanada (Sonntag, 20.10 Uhr LIVE auf Sky Sport 1 HD): "Ich werde mein Bestes geben, um ein gutes Resultat zu erzielen."

Siege sind selten geworden für den deutschen Ferrari-Star, seit saisonübergreifend 14 Rennen wartet er auf einen Erfolg, jede Motivationshilfe kommt da gelegen. Ein Jahr nach seinem zweiten Triumph auf der Ile Notre-Dame in Montreal, wo die Strecke den Namen der kanadischen Ferrari-Legende Gilles Villeneuve trägt, haben sich die Vorzeichen jedoch verschlechtert.

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Webber: "Vettel ist am Scheideweg seiner Karriere"

Mercedes und Weltmeister Lewis Hamilton eilen mit erdrückender Dominanz von Sieg zu Sieg, Vettel und Ferrari dagegen sind mindestens so fehlerbehaftet wie im zweiten Halbjahr 2018. Vettel (82 Punkte) hat schon früh einen viel zu großen Rückstand auf WM-Spitzenreiter Hamilton (137). Der erhoffte Titel mit Ferrari steht einmal mehr infrage. "Er ist definitiv am Scheideweg seiner Karriere, auch mental", sagte Vettels früherer Red-Bull-Teamkollege Mark Webber bei ServusTV.

Vor dem siebten WM-Lauf der Saison 2019 stapelte selbst Teamchef Mattia Binotto außergewöhnlich tief. "Wir wissen, dass wir momentan nicht konkurrenzfähig genug sind", sagte der 49-Jährige: "In absehbarer Zeit haben wir keine Möglichkeiten für Änderungen am Auto, die einen entscheidenden Einfluss auf unsere Probleme nehmen würden."

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Kurs in Kanada kommt Ferrari entgegen

Womöglich klappt es aber auch ohne. Kanada kommt für die Scuderia zum richtigen Zeitpunkt. Die Schwächen des SF90 in den Kurven kommen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke vergleichsweise wenig zum Tragen. Gefordert sind stattdessen Topspeed, Bremsstabilität und Traktion - das kommt den Stärken der Roten entgegen. Die Chancen auf einen Erfolg von Vettel oder Teamkollege Charles Leclerc dürften aller Tiefstapelei zum Trotz deshalb größer als zuletzt sein.

Das weiß auch der große Rivale. "In den zurückliegenden sechs Rennen waren wir in den Kurven sehr stark, haben aber Zeit auf den Geraden verloren", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Entsprechend stellt Kanada eine enorme Herausforderung für uns dar, denn die Streckencharakteristik könnte unseren Gegnern entgegenkommen."

Das passende Gegenmittel haben die Silberpfeile beim einzigen Übersee-Rennen im Europa-Block aber vermutlich im Gepäck. Für das Wochenende wird fest mit dem ersten Motorenupgrade bei Mercedes gerechnet. Der Ferrari-Vorteil auf den Geraden könnte damit geringer ausfallen als von Vettel und Co. erhofft.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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