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Hamilton holt Pole in Melbourne - Vettel wird Dritter

Qualifying zum Großen Preis von Australien

Sport-Informations-Dienst (SID)

17.03.2019 | 16:42 Uhr

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Lewis Hamilton sichert sich beim GP von Australien die erste Pole und verweist seinen Teamkollegen Valtteri Bottas und Sebastian Vettel im Ferrari auf die Plätze zwei und drei. (Video: 01:28)

Lewis Hamilton nahm seinen Helm ab und blinzelte lächelnd in die tiefstehende Sonne. Die vermeintliche Übermacht in Rot hatte der Weltmeister im Qualifying von Melbourne mühelos entzaubert - Mercedes ist auch in der neuen Saison das Team, das es zu schlagen gilt.

"Mit diesem großen Vorsprung hätte ich nie gerechnet", sagte der Engländer: "Unglaublich. Das war schon nah an der Perfektion."

Die erste Pole Position der Saison gehört Hamilton, beim Großen Preis von Australien (Sonntag, ab 5:15 Uhr auf Sky Sport 1 HD) startet er vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas (Finnland).

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Lewis Hamilton freut sich über die erste Pole Position in der neuen Formel-1-Saison. (Video: 00:40)

Sebastian Vettel im Ferrari blieb nur der dritte Startplatz, der Rückstand des Heppenheimers auf seinen Dauerrivalen betrug dabei satte sieben Zehntel. Nach der so starken Saisonvorbereitung der Scuderia eine herbe Enttäuschung. Vettels neuer Teamkollege Charles Leclerc (Monaco) landete auf dem fünften Platz hinter Max Verstappen (Niederlande) im Red Bull.

"Bin ohne große Erwartungen ins Qualifying gegangen, weil ich nicht wusste, wie gut wir sind und wo genau wir stehen", sagte Vettel nach dem Qualifying: "Jetzt herrscht natürlich Ernüchterung, weil wir nicht schnell genug waren. Aber das gräbt mich jetzt nicht zu sehr um. Gerade hier ist ein langes Rennen, da kann viel passieren. Ich freue mich morgen auf das Rennen und hoffe, dass wir ordentlich Druck ausüben auf die beiden Jungs da vorne."

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Sebastian Vettel ist trotz des ernüchternden Qualifyings in Melbourne hochmotiviert für das Rennen. (Video: 00:40)

Vettel überrascht von Mercedes' Stärke

Er sei "überrascht, wie stark Mercedes hier ist. Ich denke, jeder ist das - sogar sie selbst", sagte Vettel mit Blick auf die vermeintlichen Probleme der Silberpfeile bei den Testfahrten: "Für uns gibt es einiges zu tun, wir sollten besser abschneiden. Aber unser Auto ist gut, und wir haben hier in den vergangenen beiden Jahren auch gewonnen, ohne die Pole Position inne zu haben."

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Sebastian Vettel rechnet sich trotz des ernüchternden Qualifyings gute Chancen für das Rennen in Melbourne aus. (Video: 00:56)

Der Ferrari galt nach den Eindrücken der Tests in Barcelona als das stärkte Auto. In Melbourne haderte die Scuderia aber vor allem am Freitag mit dem Setup und konnte den Rückstand bis zum Qualifying nicht entscheidend verkürzen. "Ich weiß nicht, was los war. Ich hatte es mir anders herum vorgestellt. Mercedes ist der klare Favorit", sagte Vettel.

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Es ist Hamiltons sechste Melbourne-Pole in Folge, gewonnen hat er im Rahmen dieser Serie bislang allerdings nur das Rennen 2015. Mit seiner 84. Karriere-Pole hat Hamilton zudem den Formel-1-Rekord weiter ausgebaut. Der Emmericher Nico Hülkenberg kam im Renault nicht über den elften Startplatz hinaus und klagte über plötzlichen Leistungsverlust. Sein neuer Teamkollege Daniel Ricciardo (Australien) landete auf Rang zwölf.

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Sky Kommentator Sascha Roos sieht Ferrari-Pilot Sebastian Vettel nach dem Qualifying nicht abgeschlagen hinter Mercedes. (Video: 01:33)

Die Startaufstellung beim GP von Australien:

1. Lewis Hamilton (Großbritannien) Mercedes, 2. Valtteri Bottas (Finnland) Mercedes, 3. Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari, 4. Max Verstappen (Niederlande) Red Bull Honda, 5. Charles Leclerc (Monaco) Ferrari, 6. Romain Grosjean (Frankreich) Haas Ferrari, 7. Kevin Magnussen (Dänemark) Haas Ferrari, 8. Lando Norris (Großbritannien) McLaren Renault, 9. Kimi Räikkönen (Finnland) Alfa Romeo Ferrari, 10. Sergio Perez (Mexiko) Racing Point Mercedes, 11. Nico Hülkenberg (Emmerich) Renault, 12. Daniel Ricciardo (Australien) Renault, 13. Alexander Albon (Thailand) Toro Rosso Honda, 14. Antonio Giovinazzi (Italien) Alfa Romeo Ferrari, 15. Daniil Kwjat (Russland) Toro Rosso Honda, 16. Lance Stroll (Kanada) Racing Point Mercedes, 17. Pierre Gasly (Frankreich) Toro Rosso Honda, 18. Carlos Sainz junior (Spanien) McLaren Renault, 19. George Russell (Großbritannien) Williams Mercedes, 20. Robert Kubica (Polen) Williams Mercedes

Sport-Informations-Dienst (SID)

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