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Weltmeister schwärmt von Zehnzylindern

Hamilton über Formel E: Emotionen, Gerüche & Sound gehen verloren

Sport-Informations-Dienst (SID)

27.04.2019 | 13:18 Uhr

Lewis Hamilton (GBR) wurde 2008 mit Mc Laren der jüngste Weltmeister der Formel-1-Geschichte. 2013 wechselte Hamilton dann zu Mercedes, wo er weitere vier Titel holen konnte (2014, 2015, 2017, 2018)
Image: Lewis Hamilton ist kein große Freund der Formel E. © Getty

Lewis Hamilton kann sich nicht so richtig für die Elektroserie Formel E erwärmen. Der fünfmalige Formel-1-Weltmeisterhält stattdessen ein Plädoyer für Zehnzylinder-Motoren.

"Ich denke, man kann auch mit Elektroautos schon noch Spaß haben", sagte er der Sport Bild vor dem Grand Prix am Sonntag in Baku (14:10 Uhr live auf Sky Sport 1 HD): "Ich bin aber sehr sicher, dass - wenn wir in diese Richtung gehen - die Grundessenz vom Motorsport verloren geht."

Für die "neue Generation von Kids" sei das Thema okay, sagte Hamilton: "Sie kennen ja nicht den guten alten Geruch von früher. Und auch nicht den irren Sound zum Beispiel der Zehnzylinder-Motoren." Er sei 1996 als elfjähriger Junge in Spa gewesen, "und ich hörte das infernalische Brüllen von Michael Schumachers Zehnzylinder. Das war so cool."

Schumachers Zehnzylinder prägte Hamilton

Es sei sogar einer der prägendsten Momente in seinem Leben gewesen. "Darum bin ich Formel-1-Fahrer geworden", sagte Hamilton. Sowas höre man nicht in der Formel E, aber: "Menschen brauchen immer Emotionen, Berührungen, Gerüche, Sound. Die hat man da natürlich nicht mehr."

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Sich selbst bezeichnet Mercedes-Pilot Hamilton trotz seiner fünf WM-Titel und seiner bisher 75 Grand-Prix-Siege keinesfalls als perfekt. "In Wahrheit ist es die Unvollkommenheit, die einen stark macht und uns voneinander unterscheidet", sagte er. Beispielsweise habe er in seiner Karriere "schon tausend Starts gemacht, und trotzdem habe ich den in Bahrain verhauen". Er habe aber stets "diesen starken Glauben in mir, niemals aufzugeben".

Sport-Informations-Dienst (SID)

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