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Leclerc und Vettel: Es bleibt... kompliziert

Ferrari schlägt sich beim Großen Preis von Russland selbst

Sky Sport

10.10.2019 | 12:00 Uhr

1:53
Das teaminterne Duelle zwischen Sebastian Vettel und Charles Leclerc geht beim GP von Russland in die nächste Runde. (Video: 01:53)

Vor dem Großen Preis von Russland demonstrierte man bei Ferrari noch Einigkeit, doch der Burgfrieden zwischen Charles Leclerc und Sebastian Vettel hielt offenbar nur kurz - zur Entspannung der Lage hat das Rennen in Sotschi jedenfalls nicht beigetragen.

Der Deal: Vettel darf beim Start aus dem Windschatten am Teamkollegen vorbeigehen, um Mercedes ein Schnippchen zu schlagen. "Wir waren uns damit ziemlich sicher. Es war besser, als Hamilton den Windschatten anzubieten. Sonst wären wir nicht an eins und zwei durch die erste Runde gekommen", erklärt Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nach dem Rennen.

Ferrari-Plan geht nicht auf

Dass Vettel dem Feld samt Leclerc in der Folge wie entfesselt davon fährt, ist nicht Teil des Ferrari-Plans und sorgt für lange Diskussionen via Boxenfunk.

"Sebastian wird dich in der nächsten Runde überholen lassen", wird Leclerc zunächst versprochen und Vettel bekommt die entsprechende Anweisung, den Kollegen vorbei zu lassen. Der Deutsche entgegnet jedoch: "Dafür muss er näher dran sein!" Woraufhin Leclerc erstmal auf "später" vertröstet wird.

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Vettel verärgert über späten Boxenstopp

Ferrari löst die Situation nach etwa der Hälfte des Rennens mit Hilfe der Boxenstopps. Vettel muss auf Anweisung des Teams länger draußen bleiben und reiht sich nach seinem Stopp schließlich hinter Leclerc ein.

Nach dem Rennen äußert sich Vettel zum Absprachen-Chaos bei Ferrari undurchsichtig: "Was die Absprache angeht, möchte ich das, ehrlich gesagt, intern besprechen. Ich denke, es war klar. Ich habe es mit Sicherheit zu dem Zeitpunkt nicht verstanden und habe versucht, mein Rennen zu fahren. Bis dahin hat auch alles geklappt."

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Formel 1: Die Highlights des GP von Russland im VIDEO: Hamilton gewinnt in Sotschi – Vettel mit Defekt und amüsantem Funk

Hamilton ist der lachende Dritte

Das Drama geht anschließend aber erst so richtig los: Vettel scheidet mit defektem Hybrid-System aus, verursacht dadurch eine Virtual-Safety-Car-Phase - und das spielt wiederum der Mercedes-Strategie komplett in die Karten.

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"Auch wenn du nicht immer das schnellste Auto hast, kannst du gewinnen. Wir haben gewusst, dass eine unserer wenigen Hoffnungen das Safety Car ist, weswegen wir lange draußen bleiben müssen. Dass sie das dann selbst ausgelöst haben, ist natürlich umso skurriler", frotzelt Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

Vettel ohne Punkte, Leclerc wird hinter Hamilton und Bottas nur Dritter. Die überlegenen Ferrari schlagen sich selbst - und die Beziehung von Vettel und Leclerc hat ein weiteres Mal gelitten.

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