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Zum Jubiläum gibt es eine Show und eine neue App

Michael Schumacher wird 50 - Die Formel 1 verneigt sich

15.01.2019 | 14:01 Uhr

Fünf Jahre nach dem Skiunfall wird Michael Schumacher 50.
Image: Fünf Jahre nach dem Skiunfall wird Michael Schumacher 50. © Getty

Am heutigen Donnerstag (3.1.) wird Michael Schumacher 50 Jahre alt. Der schwere Skiunfall vor fünf Jahren hat sein Leben dramatisch verändert, doch das Lebenswerk des Formel-1-Rekordweltmeisters ist unantastbar.

Am Ende aller sportlichen Triumphe steht diese eine Tragödie, dieser vermaledeite 29. Dezember 2013, ohne den sich die Geschichte von Michael Schumacher nicht mehr erzählen lässt. Doch der folgenschwere Skiunfall des Formel-1-Rekordweltmeisters soll an seinem 50. Geburtstag noch einmal deutlich zurücktreten hinter die Lebensleistung des Giganten. Dennoch bewegt das Schicksal von Schumacher weiter die Formel-1-Fans.

Hamilton schwärmt über Schumacher

"Er wird immer der Größte aller Zeiten bleiben", würdigte Lewis Hamilton das Idol in der Bild am Sonntag. Der 33-jährige Brite, der Schumachers unglaubliche Rekordmarken von sieben WM-Titeln und 91 Grand-Prix-Erfolgen bis zum Ende seines Mercedes-Vertrags 2020 durchaus erreichen kann, bekannte weiter, den Kerpener seit Kindertagen bewundert zu haben: "Ganz persönlich erinnere ich mich daran, dass ich bei meinem Rennspiel auf der Konsole immer ihn als Fahrer genommen habe, als ich jung war."

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Zum 50. Geburtstag von Michael Schumacher besuchen wir seine Ausstellung in der Motorwelt in Köln.

Mit Schumacher erstmals eine Rennstrecke zu teilen, habe sich deswegen "einfach unwirklich angefühlt", sagte Hamilton mit Blick auf Testfahrten für McLaren im Jahr 2006, kurz vor seiner Beförderung zum Formel-1-Stammpiloten: "Ich habe nicht mal versucht, ihn zu überholen, ich bin einfach nur hinter ihm her gefahren, weil ich direkt davor noch als Michael Schumacher in meinem Computerspiel unterwegs war."

Show und App: Fans sollen Idol neu erleben

Keineswegs virtuell, sondern überaus greifbar ist die Show "Michael 50", in der Ferrari ab Donnerstag dem mit Abstand erfolgreichsten Fahrer seiner Geschichte den roten Teppich ausrollt. In den Räumen des Museo Ferrari in Maranello können Fans zurückblicken auf die "denkwürdigen Saisons, die Schumacher allen Ferraristi geschenkt hat", heißt es in der Ankündigung.

Die von der Schumacher-Familie gegründete Keep Fighting Foundation bringt am selben Tag die offizielle Michael Schumacher App auf den Markt. Von einem "digitalen Grand Prix voller Erinnerungen" ist die Rede. Fans sollen ihr Idol auf dem Smartphone mithilfe modernster Technologie ganz neu erleben.

Derartige Brückenschläge in die goldene Vergangenheit werden, das ist wohl ein willkommener Nebeneffekt für die Schumacher-Familie, die ewigen Fragen der Öffentlichkeit an Schumachers Geburtstag zumindest eindämmen. Denn der schwierige Weg des Kerpeners wurde in den letzten fünf Jahren immer wieder begleitet von teils wilden Spekulationen über seinen Zustand - allerdings auch von guten Wünschen und emotionalen Erinnerungen.

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Vettel vermisst sein Idol und Freund

"Ja, ich vermisse ihn", sagte Sebastian Vettel unlängst dem Schweizer Blick. Der siebenmalige Champion Schumacher, einst Vettels Kindheitsidol, wurde in der Königsklasse für den forschen Newcomer schnell zu einem Freund. Gespräche mit dem erfahrenen Mentor würden ihm "extrem helfen", bekannte Vettel, der selbst mit vier WM-Titeln dekoriert ist. Schumacher aber hat dem Hessen etwas voraus: Von 2000 bis 2004 dominierte er mit Ferrari nach Belieben, für den bislang ungekrönten Scuderia-Piloten Vettel ist er deswegen die ewige Referenz in der Öffentlichkeit.

Formel 1: Ferrari präsentiert Vettels neues Auto im Februar

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Auch in der abgelaufenen Saison ist Sebastian Vettel an Lewis Hamilton gescheitert. Im neuen Rennjahr will sich Vettel den WM-Titel sichern. Der Wagen, der dazu verhelfen soll, wird im Februar präsentiert.

Todt besucht Schumi regelmäßig

Sogar länger als 20 Jahre besteht die persönliche Verbindung zwischen Schumacher und Jean Todt. "Dass das Schicksal Michael so unglücklich mit dem Kopf gegen einen Stein hat fallen lassen, ist für mich immer noch schwer zu verstehen", sagte der langjährige Ferrari-Teamchef der Sport Bild. Der heutige FIA-Präsident gehört zum kleinen Kreis, der Schumacher regelmäßig besucht, der Schumachers Zustand genau kennt.

Wie alle schweigt sich Todt über Details der Genesung nach Schumachers schwerem Schädel-Hirn-Trauma aus, zum Schutz der Privatsphäre. Daran dürfte sich auch nach Schumachers 50. Geburtstag nichts ändern. (sid)

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