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Nick Heidfeld: GP von Bahrain wird Gradmesser für Ferrari

Heidfeld-Kolumne: Bahrain wird Gradmesser für Ferrari

Nick Heidfeld

12.11.2019 | 15:48 Uhr

Nick Heidfeld beleuchtet in seiner Kolumne bei Sky die wichtigsten Themen rund um den Formel-1-Zirkus.
Image: Nick Heidfeld beleuchtet in seiner Kolumne bei Sky die wichtigsten Themen rund um den Formel-1-Zirkus. © Sky

Sky Experte Nick Heidfeld beleuchtet in seiner Kolumne die wichtigsten Themen rund um den Formel-1-Zirkus. Diesmal geht es um das für Ferrari womöglich richtungsweisende Rennen in Bahrain.

Der deutliche Rückstand von Ferrari auf den großen Konkurrenten Mercedes beim ersten Saisonrennen in Melbourne war für die meisten Beobachter sicher überraschend. Ich tue mich zwar immer schwer, die Winter- bzw. Testsaison als Maßstab zu nehmen, da die meisten Teams erfahrungsgemäß nicht alles zeigen. Aber dem Vernehmen nach hatte man auch teamintern erwartet, dass Ferrari in diesem Jahr vorne liegen wird.

Nun wird es spannend zu beobachten, ob die Streckencharakteristik und die Temperaturen im kommenden Rennen in Bahrain bei Sebastian Vettels Ferrari für bessere Bedingungen sorgen werden. Denn in der Vergangenheit hat sich bereits gezeigt, dass die Strecke in Melbourne durch den anderen Belag, die Temperaturen und die Bumps häufig andere Ergebnisse zu Tage bringt, als der Rest der Saison.

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Ferrari muss in Bahrain liefern

Ferrari glaubt offenbar, beim Großen Preis von Australien nicht alles aus dem Auto herausgeholt zu haben. Daher wird man bei der Scuderia vor dem Rennen in Bahrain schon etwas nervös sein und hoffen, dass man wieder auf Mercedes aufschließen kann. Wenn das nämlich nicht der Fall ist und Mercedes wieder vorne weg fährt, dann wird es für die Saison schon sehr kritisch für Ferrari. Daher sehe ich das Rennen in Sakhir definitiv als kleinen Gradmesser.

Eine große Hoffnung für Ferrari könnte sein, dass die Reifen auf dem Bahrain International Circuit bei den Temperaturen in der Wüste komplett anders arbeiten, als das in Melbourne der Fall war. Vielleicht kann Vettel hier nun das Maximum rausholen.

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Hamilton auf lange Sicht vor Bottas

Nachdem die Konkurrenz mit sich selbst beschäftigt ist, kann sich Mercedes auf sein teaminternes Duell konzentrieren. Valtteri Bottas hat in Melbourne ein kleines Ausrufezeichen gesetzt, indem er nicht nur das Rennen gewonnen hat, sondern auch im Qualifying schon gezeigt hat, dass er tendenziell der schnellere Mercedes-Pilot gewesen ist - auch wenn er letztendlich nicht auf der Pole stand. Das war ganz wichtig für seine Psyche. Er hat wohl über den Winter sehr viel getan in allen Bereichen, um die Chance, die er bei Mercedes hat, auch zu nutzen.

Mit Lewis Hamilton hat er natürlich einen extrem starken Gegner. Ich bin daher relativ überzeugt davon, dass Hamilton über die Saison gesehen, die Nase deutlich vor Bottas haben wird.

Aber auch in Bahrain werden sich Bottas wieder Möglichkeiten bieten, seinen Teamkollegen zu ärgern. Im Vergleich zu Melbourne ist es hier einfacher zu überholen, weil es deutlich längere Geraden gibt und ein paar langsamer Kurven. Da kann man also auch noch nach vorne kommen, wenn man nicht ganz vorne startet.

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