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Presse feiert legendäre Aufholjagd: ''Vettel erlöst sich''

Von 20 auf 2: Vettel sorgt in Hockenheim für Sensation

Sport-Informations-Dienst (SID)

02.08.2019 | 14:35 Uhr

1:31
Sebastian Vettel legt beim GP von Deutschland eine sensationelle Aufholjagd im Regen hin. Mercedes erlebt bei Verstappens Sieg dagegen ein Debakel. (01:31)

Sebastian Vettel ist beim Grand Prix von Hockenheim auf den zweiten Platz gestürmt. Die internationale Presse feiert die Aufholjagd des Deutschen.

Sebastian Vettels sensationelle Aufholjagd in Hockenheim wird am Tag danach von der internationalen Presse gefeiert. Die Pressestimmen im Überblick.

ENGLAND

Telegraph: "Max Verstappen gewinnt einen Horrorfilm von einem Großen Preis von Deutschland, in dem Mercedes bei Regen seine Fassung verlor. Die amtierenden fünfmaligen Weltmeister sind stolz darauf, nichts dem Zufall zu überlassen, aber hier löste sich ihre Gelassenheit einfach in den launischen Verhältnissen auf. Sebastian Vettel entfachte eine lange verlorene Magie, um vom 20. auf den zweiten Rang vorzufahren."

1:35
Sebastian Vettel hat nach dem Debakel im Qualifying das Unmögliche möglich gemacht und es im Regen-Chaos von Hockenheim vom letzten auf den zweiten Platz geschafft. Im Interview kommt er aus dem Strahlen nicht mehr raus (Video-Länge: 1:35 Min).

Guardian: "Was für Mercedes zu einer triumphalen Heimkehr werden sollte, wurde zu einer aschfahlen Niederlage, die das Team in den letzten fünf Jahren in der Formel 1 nur selten erlebt hat. Während dieser Zeit thronte die deutsche Mannschaft fast wie ein Gott über dem Sport, aber unter der Vorahnung des grauen Himmels wurde der Teamchef Toto Wolff zu apokalyptischen Bildern bewegt und beschrieb es als 'Armageddon-Wochenende'. Vettel fuhr von 20 auf zwei vor. Seine beste Leistung der Saison wird sicherlich ein enormer Vertrauensschub für den bedrängten Fahrer sein."

Sun: "Max Joy! Max Verstappen hauchte dieser Formel-1-Saison mit seinem hervorragenden Sieg bei einem actiongeladenen, regennassen Großen Preis von Deutschland neues Leben ein. Während des gesamten Rennens ging es dramatisch zu, während Mercedes bei seinem Heimrennen von einer Verlegenheit in die nächste geriet. Alle im Team zogen sich 50er-Jahre-Outfits an - vielleicht wären sie nächste Woche in Budapest mit Clown-Outfits besser dran. Vettel, der dieses Rennen unbedingt gewinnen wollte, zeigte eine herkulische Leistung und wurde Zweiter."

FRANKREICH

L'Equipe: "Vettel erlöst sich. Der Deutsche fuhr ein nahezu perfektes Rennen und brachte seine Kritiker zum Schweigen. In schwierigen Bedingungen stellte Verstappen sein Talent erneut unter Beweis, indem er vor Vettel und Kwjat gewann. Für andere wie Bottas oder Leclerc, die die Gelegenheit hatten zu glänzen, war es eine kalte Dusche. Für Mercedes endete die Geburtstagsparty in Hockenheim mit einem Kater."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Im verrücktesten Rennen der Welt feiert Vettel seine Auferstehung: vom letzten auf den zweiten Platz. Die Geschwindigkeit ist weder jene Verstappens noch von Mercedes oder Leclerc. Doch Vettel nutzt Kopf und Erfahrung, um sich von Problemen fernzuhalten und in einem atemberaubenden Finale auf den zweiten Platz zu gelangen. Max Verstappen ist der Regenkönig. Er hat ein göttliches Talent und all seine Klasse erstrahlt bei einem epischen Rennen mit Regen und vielen Gefahren."

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1:38
Sebastian Vettel hat das Unmögliche möglich gemacht und fährt beim Regen-Chaos in Hockenheim vom letzten auf den zweiten Platz. Vor allem die Reaktion der Fans hat den Ferrari-Piloten tief beeindruckt (Video-Länge 1:38 Min).

Corriere dello Sport: "Vettel, legendärer zweiter Platz. Sebastian schreibt mit seiner Aufholjagd Formel-1-Geschichte. Ein wahnsinniges Rennen. Er ist zweifellos der Held des Tages. Vettel rettet seine persönliche Ehre und jene Ferraris, indem er 18 Positionen gutmacht. Der Pilot scheint den Weg aus dem Tunnel gefunden zu haben. Sein zweiter Platz ändert zwar nicht das Schicksal dieser WM, er ist für Ferraris Stimmung von wesentlicher Bedeutung."

Tuttosport: "Verstappen bezeugt, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. Er ist reifer geworden und beweist, mit Problemen umgehen zu können, Hamilton fährt diesmal unter seinen Standards. Er begeht alle Fehler, die er in den letzten drei Jahren nicht gemacht hat."

Corriere dello Sport: "Vom Abgrund zur Auferstehung in 24 Stunden: Der zweite Platz ist zwar kein Sieg, doch für Vettel ist dies ein wahrer Triumph. Nachdem er nach den jüngsten Fehler wiederholt kritisiert worden ist, bringt er mit einer beeindruckenden Aufholjagd seine Kritiker zum Schweigen."

La Stampa: "Super-Verstappen; Desaster für Mercedes. Verstappens Sieg verleiht dieser WM wieder Sauerstoff. In einem verrückten Grand Prix findet Vettel wieder zu sich. Hamilton zahlt einen hohen Preis für fehlerhafte strategische Beschlüsse. Hockenheim ist nicht sein Rennen".

La Repubblica: "Vettel ist ein Meister der Aufholjagd im Grand Prix des Chaos. Wie kann man in nur einem Monat von der Formel 1 der Langweile von Le Castellet zum russischen Roulette in Hockenheim übertreten? In Deutschland feiert man Vettels Auferstehung, Protagonist einer legendären Aufholjagd."

ÖSTERREICH

Kleine Zeitung: "Es war ein dramatisches Rennen, dieser möglicherweise letzte Formel-1-Grand-Prix auf dem Hockenheimring, aber einer fand sich im Chaos am besten zurecht. Max Verstappen, schon Sieger des Österreich-GP in Spielberg, gewann im Red Bull den Großen Preis von Deutschland nach einer grandiosen Fahrt durch Regen und zahlreiche Boxenstopps."

SPANIEN

Marca: "Eine 1 für Verstappen, eine 6 für Mercedes. Eine Wahnsinnsaufholjagd von Vettel bei vollem Risiko. Das Glück hat sich gewendet. Er hat bewiesen, warum er viermaliger Weltmeister ist. Das Rennen war sowohl chaotisch wie spektakulär. Vom 20. auf den zweiten Platz, wann hat man sowas schon mal gesehen? Schwarzer Sonntag für die Silberpfeile. Das Wasser wurde zum Taktgeber in Hockenheim. Hamilton, Bottas und Leclerc sind die großen Verlierer. Für Vettel ist das Resultat psychologisch und moralisch ein enormer Impuls für die folgenden Aufgaben."

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As: "Absoluter Wahnsinn in Hockenheim und ein epischer Triumph von Verstappen. Absolutes Chaos in Hockenheim, vom Nassen ins Trockene, vom Trockenen ins Nasse. Das unerklärlichste Formel-1-Rennen seit langem. Die Mercedes-Boliden kollabieren genauso wie die Ferraris einen Tag davor. Vettel ist rechtzeitig auferstanden, an diesem Sonntag roch er nach Champagner. Was für eine spektakuläre Aufholjagd vom 20. auf den zweiten Platz. Hamilton beging diesmal zu viele Fehler.

Sport: "Mad Max regiert in der Hölle von Hockenheim. Verstappen holt sich den Sieg in einem Rennen, das als eines der verrücktesten in die Geschichte eingehen wird. Mercedes geht leer aus, während Vettel Zweiter wird bei einer spektakulären Aufholjagd vom letzten Startplatz aus. Diesmal sah man den besten Sebastian. Es ist der erste große Rückschlag für Hamilton und die Silberpfeile in dieser Saison."

Mundo Deportivo: "Total verrücktes Rennen mit vielen Unfällen aufgrund des Regens. An dieses Wahnsinnsrennen wird man sich lange erinnern. Ein verkorkstes Rennen für Mercedes. Leclerc wurde durch seinen Ausfall zum Pechvogel. Ein süßsaures Finale für Sainz, da wäre vielleicht sogar ein Podiumsplatz drin gewesen. Die Zuschauer in Hockenheim kamen voll auf ihre Kosten."

SCHWEIZ

Blick: "Mehr Wahnsinn? Geht nicht! Was für ein Rennen, was für eine Spannung, was für ein Chaos - und was für ein Debakel für Mercedes! Die Silberpfeile kassieren ausgerechnet beim 200. Grand Prix eine schallende Ohrfeige."

Neue Zürcher Zeitung: "Alles war angerichtet für die große Feier von 125 Jahren Motorsport mit Mercedes-Benz, der Weltmeister Lewis Hamilton auf der Pole Position, Ferrari in der Krise. Doch dann entwickelte sich der Grosse Preis von Deutschland zu einem Regendrama, das führende Formel-1-Team stürzte ins Chaos. Die Scuderia Ferrari durfte sich immerhin für ihre Moral feiern, nachdem beide roten Wagen in der Qualifikation technisch nicht auf der Höhe waren."

Sport-Informations-Dienst (SID)

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