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Presse über Ferrari: "Offener Krieg zwischen Vettel und Leclerc"

Formel 1: Pressestimmen zum Großen Preis von Russland

Sport-Informations-Dienst (SID)

11.10.2019 | 21:58 Uhr

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Formel 1: Die Highlights des GP von Russland im VIDEO: Hamilton gewinnt in Sotschi – Vettel mit Defekt und amüsantem Funk.

Nach der Niederlage beim Großen Preis von Russland nimmt die angespannte Stimmung zwischen Sebastian Vettel und Charles Leclerc bei Ferrari immer weiter zu. Die internationale Presse kritisiert die Ferrari-Verantwortlichen und deren Taktik.

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Nicht nur die Niederlage macht Ferraris Sonntag in Sotschi so bitter. Das Hauptproblem, das Maranello dringend lösen muss, ist die Beziehung zwischen seinen beiden Piloten."

Corriere dello Sport: "Offener Krieg zwischen Vettel und Leclerc! Ferrari hatte in Sotschi auf einen erneuten Doppelsieg gehofft, den jedoch Mercedes feiert. Auf die zunehmende Arroganz des jungen Leclerc reagiert der 'alte' Vettel mit stolzem Perfektionismus. Leclerc hat volles Recht, um den Sieg zu kämpfen - so wie Vettel das Recht hat, nach dem fünften WM-Titel zu jagen. Weniger begreiflich ist, dass Maranello seine Linie nicht durchsetzt und einen Streit zwischen den Piloten nicht verhindern kann."

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Ferrari hat sich beim Großen Preis von Russland das Leben selbst schwer gemacht und dadurch den Dauerrivalen von Mercedes einen unverhofften Doppelsieg ermöglicht.

Tuttosport: "Giftige Stimmung bei Ferrari. Das Auto ist schnell, doch Maranello zahlt einen hohen Preis für die Divergenzen zwischen beiden Piloten. Teamchef Mattia Binotto muss endlich eine klare Strategie bestimmen."

Corriere della Sera: "Nach dem Streit bricht Vettels Motor zusammen. So verschenkt Ferrari den Sieg. Maranello hat Probleme mit der Zuverlässigkeit des Autos, mit der Strategie und im Umgang mit den beiden Piloten. Wenn das Verhältnis zwischen Vettel und Leclerc bereits so angespannt ist, wenn es nicht um den WM-Titel geht, was wird nächstes Jahr passieren, sollte Ferrari die Führung übernehmen?"

La Repubblica: "Ferrari verschwendet sich selbst. Vettel schafft einen tollen Start und nutzt das Teamabkommen zu seinem Gunsten, solange er kann. Er beweist dabei, das Tempo und die Aggressivität eines wahren Champions zu haben. Für Binotto ist es ein Luxus, zwei kämpferische Piloten zu haben. Doch manchmal führt diese Situation nicht zu den erhofften Resultaten."

La Stampa: "Die wiedergefundene Wettbewerbsfähigkeit Ferraris hat einen scharfen internen Konkurrenzkampf zwischen den beiden Piloten ausgelöst. Davon profitiert Mercedes, das mit Strategie und stärkerer Zuverlässigkeit gewonnen hat."
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ENGLAND

Guardian: "Hamilton profitiert von Ferraris Zusammenbruch in Sotschi. Faszinierend und aufschlussreich bot der Große Preis von Russland ein Drama im Stile Tschechows, das alle Stärken und Schwächen der Formel 1 aufzeigte."

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Telegraph: "Hamilton hätte niemals zum Kandidatenkreis für den Sieg in Sotschi gehören dürfen. Doch dann warf die taumelnde Scuderia den sicheren Doppelsieg weg. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto versuchte, eine Fahrer-Krise zu meistern, die wegen einer seltsamen, am Vorabend des Rennens getroffenen Abmachung entstanden war."

SPANIEN

Marca: "Debakel für Ferrari, Sieg für Hamilton. Leclerc fällt den Strategiespielchen zum Opfer. Ferrari verschenkt in Sotschi einen leichten Sieg. Es ist schwer, das Unerklärliche zu erklären. Vettels Motor geht baden, damit war Ferraris Plan dahin. Hamilton ist mit seinem Sieg fast schon Weltmeister."

As: "Hamilton nimmt Ferraris Plan nach Vettels Panne auseinander. Die Normalität in der Formel 1 ist auf die unnormalste Art und Weise zurück. Dieses Rennen hätte eigentlich Leclerc gewinnen müssen. Die Panne Vettels kam zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt und am ungünstigsten Ort. Es wurde am Ende ein Drama für Ferrari, eigentlich hatten sie alles in der Hand. Hamilton ist der WM-Titel kaum noch zu nehmen. Der Brite wurde zum König von Sotschi."

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Nach der Sommerpause steigt in Belgien am Sonntag das 13. Formel-1-Rennen der Saison. Sky gibt auch bei der Übertragung Vollgas - Fans dürfen sich ab sofort über längere Sendezeiten und mehr F1-Pressekonferenzen im TV freuen.

Sport: "Hamilton wird zum Alliierten der Glücksgöttin, der sechste WM-Titel ist zum Greifen nah. Vettel schenkt dem Engländer den Sieg. Vettel erklärte Leclerc den Krieg, als er sich nicht vom Monegassen überholen lassen wollte."

El Mundo Deportivo: "Welch ein Drama in Sotschi! Hamilton wird zum Nutznießer des Ferrari-Desasters. Vettel schadete anfänglich seinem Rennstallkollegen Leclerc, als er die Befehle nicht befolgte und dann noch einmal, als er das Rennen aufgeben musste. Vettel ganz alleine zerstörte den möglichen vierten Erfolg in Folge seines Teams. Wäre alles so passiert, wie man es erwarten konnte, hätte Hamilton niemals das Rennen gewonnen."

SCHWEIZ

Blick: "Die Taktik-Füchse von Maranello haben sich viel überlegt, um die Mercedes-Dominanz in Russland zu durchbrechen. Doch Ferrari schneidet sich ins eigene Fleisch!"

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FRANKREICH

L'Equipe: "Die Scuderia Ferrari erlebt in Sotschi ihr Beresina. In Russland hätte Ferrari einen Doppelsieg feiern können, aber das Team verhedderte sich in seinen Anweisungen an Vettel und Leclerc."

ÖSTERREICH

Kronen Zeitung: "Neuer Ferrari-Krach zwischen Vettel und Leclerc. Youngster Charles Leclerc warf Kollegen Sebastian Vettel nach dem Rennen vor, sich nicht an seinen Teil der Strategie-Abmachung gehalten zu haben - der Deutsche konterte knallhart. Dabei hatten die beiden gerade erst das Kriegsbeil begraben."

Sport-Informations-Dienst (SID)

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