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Pressestimmen: "Art des Sieges nicht Hamiltons Stil"

Großer Preis von Russland

07.10.2018 | 12:45 Uhr

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In der Formel 1 schwinden für Sebastian Vettel die Chancen auf den WM-Titel. Beim Großen Preis von Russland schaffte es der Deutsche nur auf Rang drei. Lewis Hamilton gewann und machte damit einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung.

Lewis Hamilton siegte beim GP von Russland dank Stallorder vor Teamkollege Valtteri Bottas. Die internationale Presse verurteilt die Teamorder - und lobt Hamiltons gemäßigte Freude.

England

Daily Mail: "Lewis Hamilton hat das Herz eines Rennfahrers, deshalb konnte er den 70. Sieg seiner Karriere nicht feiern. Die Teamorder war bislang nicht der Stil von Mercedes, aber sie haben ihre Prinzipien auf dem Altar des Pragmatismus geopfert. Das Team ist dafür nicht zu kritisieren."

Nach Mercedes-Stallorder: Hamilton gewinnt GP von Russland - Vettel Dritter

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Sebastian Vettel kämpfte bis zur letzten Runde um das WM-Comeback, doch gegen das Mercedes-Bollwerk und die Stallorder für Sieger Lewis Hamilton war der Ferrari-Star machtlos.

The Guardian: "Wenn Lewis Hamilton in diesem Jahr Weltmeister wird, dann ist der Sotschi-Sieg wohl der einzige in einer Saison der Superlative, auf den er nicht gerne zurückblickt. Die Teamorder rief Missfallen hervor, kam aber nicht überraschend. Sie ist eine unerquickliche Art, ein Rennen zu entscheiden. Aber sie war verständlich und auch geplant."

The Telegraph: "Valtteri Bottas hatte die volle Kontrolle über das Rennen. Doch mit Vettel in Schlagdistanz änderte Mercedes seine Sichtweise auf die Teamorder. Diese Art des Sieges ist nicht Hamiltons Stil."

Italien

Corriere dello Sport: "Gedemütigter Bottas, Mercedes ist ungerecht. Das Rennen in Russland wird zu einem giftigen Grand Prix. Schuld daran ist das Mercedes-Team. Ein Pilot sollte nur dann begünstigt werden, wenn es wirklich notwendig ist. In Sotschi war es nicht notwendig."

Tuttosport: "Vettel, WM Adieu! Vettel und Ferrari haben Hamilton bereits den fünften WM-Titel geschenkt. Es wäre gar nicht notwendig gewesen, Bottas zu bremsen."

Gazzetta dello Sport: "Keine Gnade für Bottas. Mercedes opfert Valtteri, um Hamilton zu begünstigen. Bottas ist der moralische Sieger von Sotschi. Man wird noch lange debattieren, ob dieser Beschluss gerecht ist."

Mehr dazu

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In der Formel 1 schwinden für Sebastian Vettel die Chancen auf den WM-Titel. Beim Großen Preis von Russland schaffte es der Deutsche nur auf Rang drei. Lewis Hamilton gewann und machte damit einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung.

La Stampa: "Hamilton feiert den schlechtesten seiner 70 Siege. Ohne den Fehler bei der Qualifikation hätte er seinem Team und Bottas einiges erspart. Vettel versucht alles, doch Hamilton genügen vier Kurven, um ihn zu überholen."

La Repubblica: "Wie verliert man einen WM-Titel in drei Monaten: Ferrari macht ein Eigentor nach dem anderen. Zwölf Wochen, 84 Tage hat Mercedes gebraucht, um Ferrari zu beugen."

Spanien

As: "Bei jedem Team gibt es Rollen, und bei Mercedes heißt der Champion eben Lewis Hamilton. Er stürzt Vettel in die Depression. Was für ein sensationelles Überholmanöver. Der fünfte Titel naht, Fangio macht auf seinem Sofa langsam Platz für Hamilton."

Sport: "Hamilton hat freie Fahrt. Große Geste des Engländers, der seinen Erfolg nicht bejubelte."

El Mundo Deportivo: "Hamilton hat den halben WM-Titel in der Tasche. Vettel ist als Dritter nur ein VIP-Zuschauer. Der Deutsche durchlebt schmerzvolle Zeiten."

Frankreich

Formel-1-Kolumne: Bottas – Sieger und Verlierer zugleich

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F1-Reporterin Sandra Baumgartner spricht in ihrer Kolumne "Back on Track" über die aktuellen Themen in der Königsklasse des Motorsports auf skysport.de. Dieses Mal geht es um die schwierige Rolle von Valtteri Bottas in dieser Saison.

L'Equipe: "Dieser Sieg hinterlässt einen eigenartigen Geschmack. Die offensichtliche Teamorder war nicht notwendig, Hamiltons Vorsprung auf Vettel im WM-Klassement war ohnehin schon sehr groß. Oh, hätte Hamilton Bottas auf der letzten Runde doch wieder vorbeigelassen. Das Team und die Formel 1 stünden damit besser da. Stattdessen gibt es nun Kritik."

Schweiz

Neue Zürcher Zeitung: "Der praktizierte Platztausch von Mercedes sorgt für mindestens so viele Diskussionen wie die in Monza von Ferrari nicht vollzogene Stallorder, die Vettel den Sieg kostete. Teamorder ist nicht verboten, auch nicht unüblich. Aber sie tut natürlich weh. Mercedes könnte einen Riss im bisher so festen Teamgebilde riskieren. Andererseits kann im Kampf um den WM-Titel am Ende jedes Pünktchen zählen."

Österreich

Kurier: "Mit einer Polit-Entscheidung bringt Mercedes Lewis Hamilton dem fünften WM-Titel in der Formel 1 einen weiteren Schritt näher." (sid)

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