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Die Kolumne von Sky Experte Ralf Schumacher 

Ralf Schumacher: "Vettel steckt den Druck locker weg" 

Ralf Schumacher

29.04.2019 | 09:21 Uhr

Ralf Schumacher beleuchtet in seiner Kolumne bei Sky die wichtigsten Themen rund um den Formel-1-Zirkus.
Image: Ralf Schumacher beleuchtet in seiner Kolumne bei Sky die wichtigsten Themen rund um den Formel-1-Zirkus. © Sky

Sky Experte Ralf Schumacher beleuchtet in seiner Kolumne die wichtigsten Themen rund um den Formel-1-Zirkus. Diesmal geht es um den Titeldruck für Sebastian Vettel und das erste Saisonrennen in Melbourne.

Kann Sebastian Vettel die Erfolgsserie des zweifachen Titelverteidigers Lewis Hamilton brechen - oder muss er sogar? Das ist wohl die große Frage, die sich vor der Formel-1-Saison 2019 stellt.

Der Druck ist immer gleich

Vettel ist nun in seinem fünften Jahr bei Ferrari. Nach einer Durststrecke von vier Jahren ohne Titel steigt die Erwartungshaltung, endlich wieder einen WM-Triumph feiern zu können. Aber dieser Druck kommt hauptsächlich von außen.

Im Grunde ist der Druck jedes Jahr gleich, wenn du in einem der drei Top-Teams bist: nämlich, dass du um die WM fährst. Dieses Jahr ist die Erwartungshaltung an Vettel sicher noch mal größer. Aber er ist so erfahren, dass er das locker wegsteckt. Da bin ich mir sicher.

Leclerc ist Unterstützung für Vettel

Einen gewissen Druck bekommt Vettel aber wohl auch aus den eigenen Reihen von seinem neuen Teamkollegen Charles Leclerc. Ferrari hat sicher die richtige Entscheidung getroffen, dieses Jahr auf eine Karte zu setzen. Trotzdem schließt das natürlich nicht aus, dass Leclerc auch mal im Qualifying schneller fahren kann oder im einen oder anderen Rennen vor Vettel landet.

Er hat ein sehr großes Potential. Er macht mir auch einen sehr cleveren und nüchternen Eindruck. Daher glaube ich, dass er eine Unterstützung für Vettel ist und sehe das als Vorteil.

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Titelrennen zwischen Ferrari und Mercedes

Auf einen Leistungsabfall bei Hamilton kann Vettel im Titelkampf aus meiner Sicht nicht hoffen. Der 34-Jährige wirkt alles andere als titelmüde. Seine Freude ist ungebrochen. Auch die Ablenkungen, die man ihm so nachsagt - ob Mode oder Musik, sind in seinem Fall eher hilfreich. Das passt zu ihm.

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Es deutet alles darauf hin, dass Ferrari und Mercedes den WM-Titel wieder unter sich ausmachen. Bei der Scuderia sah das bei den Testfahrten in Barcelona schon gut aus, was immer ein super Zeichen ist. Aber eine echte Standortbestimmung werden wir erst in Melbourne haben. Wobei man aus meiner Erfahrung erst in Europa ab Barcelona wirklich sehen kann, in welche Richtung die Saison geht.

Red Bull noch nicht konstant genug

Auch Red Bull wird sicher wieder auf der einen oder anderen Strecke vorne mitfahren, vor allem wenn der neue Honda-Motor an die von Ferrari oder Mercedes herankommt. Max Verstappen hat sich fahrerisch deutlich weiterentwickelt. Trotzdem ist er noch jung und hat mit Pierre Gasly auch noch einen neuen Heißsporn im Team. Ich glaube nicht, dass sie schon konstant genug sind.

Spannend wird auch zu sehen sein, was Kimi Räikkönen bei seinem neuen Team Alfa Romeo macht. Hut ab, dass er sich als eines der "Alten Eisen" noch so motiviert und solche starken Rennen fährt. Dann gibt es noch den Geheimtipp Haas, die auch ein sehr gutes Paket geschnürt haben. Außerdem ist die Frage, ob Racing Point nach der Namensänderung von Force India zu alter Stärke zurückfindet.

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Bremsen nicht vergessen!

Am ersten Rennwochenende in Melbourne wird man die ersten Long Runs unter realistischen Bedingungen sehen. Da wird dann jeder so langsam die Katze aus dem Sack lassen, spätestens beim Qualifying.

Und natürlich immer spannend: der erste Start und die ersten beiden Kurven. Weil doch einige vergessen haben, dass man vielleicht bremsen sollte am Ende der Gerade, wenn noch Autos vor einem sind.

1:53
Formel 1: Ralf Schumacher freut sich auf seine neue Aufgabe als Sky Experte (Videolänge: 1:53 Min.).

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