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Training in Montreal: Verstappen Schnellster, Vettel mit Arbeit

Mercedes und Ferrari mit Zurückhaltung

10.06.2018 | 23:10 Uhr

Max Verstappen dreht im ersten freien Training in Montreal die schnellste Runde.
Image: Max Verstappen dreht im ersten freien Training in Montreal die schnellste Runde. © Getty

Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat überraschend das freie Training zum Großen Preis der Formel 1 in Montreal dominiert.

Der zuletzt viel gescholtene 20-Jährige war am Freitag in 1:12,198 Minuten schnellster Mann auf dem Circuit Gilles Villeneuve, profitierte dabei allerdings auch von einem trägen Start der Top-Favoriten Sebastian Vettel im Ferrari und Lewis Hamilton im Mercedes.

Vettel nur Fünfter

Mit rund einer Zehntelsekunde Rückstand wurde Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen Zweiter, es folgte Daniel Ricciardo im zweiten Red Bull. Auf den Rängen vier und fünf landeten WM-Spitzenreiter Hamilton und sein erster Verfolger Vettel.

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Hamilton war allerdings anders als die Konkurrenten nicht auf den weichsten und damit schnellsten Reifen unterwegs, Mercedes bringt die Hypersofts erst am Samstag zum Einsatz.

Vettel indes kam zunächst nicht in Schwung. In der ersten Stunde des Nachmittagstrainings stand er wegen Setup-Arbeiten vorwiegend in der Box, als er danach endlich einige Runden drehen konnte, war er rund acht Zehntel langsamer als Verstappen, der in dieser Saison bislang vor allem durch zahlreiche Unfälle auffiel. Renault-Pilot Nico Hülkenberg (Emmerich) landete auf dem enttäuschenden 14. Rang.

Hamilton kratzt an Schumacher-Rekord

Vettel liegt in der WM-Wertung 14 Punkte hinter Spitzenreiter Hamilton, der im Rennen am Sonntag (20:10 Uhr MEZ) durch seinen siebten Montreal-Sieg mit Rekordhalter Michael Schumacher gleichziehen kann. Allerdings muss Mercedes wegen eines "Qualitätsproblems" anders als die Konkurrenz auf den geplanten Einsatz des Motoren-Upgrades verzichten, auf der Highspeed-Strecke in Montreal könnte das zum Nachteil werden.

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Ferrari dagegen bringt die Ausbaustufe. Vettel hatte am Donnerstag angedeutet, dass die Scuderia ihr wahres Potenzial planmäßig wohl erst am Samstag offenbaren werde. Der Auftakt war nun dennoch wenig verheißungsvoll.

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