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1. FC Köln News: Sieglos-Serie und ständige Unruhe beim Effzeh

Sieglos-Serie und Unruhe! Effzeh vor schwieriger Saison

Simone Trost

25.09.2020 | 14:02 Uhr

Quo vadis, 1. FC Köln? Trainer Markus Gisdol gibt Kapitän Jonas Hector Anweisungen.
Image: Quo vadis, 1. FC Köln? Trainer Markus Gisdol gibt Kapitän Jonas Hector Anweisungen.  © Imago

Der 1. FC Köln wollte mit aufgeladenen Batterien in die neue Saison starten. Doch anstatt die volle Power abzurufen, knüpfte der Effzeh dort an, wo er in der vergangenen Spielzeit aufgehört hatte. Aber nicht nur das Sportliche sorgt für Unruhe im Verein, auch die Personalplanung verlief holprig.

Den Saisonstart hatten sich Cheftrainer Markus Gisdol und seine Mannschaft sicherlich anders vorgestellt. 2:3 unterlag der 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim.

Ausgerechnet Kapitän Jonas Hector sorgte mit seinem Patzer bereits in der dritten Spielminute für den frühen Rückstand. Hector spielte einen zu laschen Rückpass auf Schlussmann Timo Horn, dann kam Hoffenheims Andrej Kramaric: Der Kroate erlief den Ball und erzielte die erste seiner drei Buden.

Die Kapitäne der Bundesliga 2020/21 zum Durchklicken:

  1. VfB Stuttgart: Gonzalo Castro
    Image: VfB Stuttgart: Gonzalo Castro (zur kommenden Saison wird nicht mehr Marc-Oliver Kempf, sondern der 33-jährige Ex-Nationalspieler das Amt bekleiden). © Getty
  2. DSC Arminia Bielefeld: Fabian Klos
    Image: DSC Arminia Bielefeld: Fabian Klos (Chefcoach Neuhaus gab es zwar noch nicht bekannt, allerdings wird der Torjäger sehr wahrscheinlich Arminia-Kapitän bleiben). © Getty
  3. Werder Bremen: Niklas Moisander
    Image: Werder Bremen: Niklas Moisander ist bereits seit vergangenem Jahr Kapitän der Bremer und wird auch in der kommenden Saison das grün-weiße Team aufs Feld führen. © Getty
  4. Hertha BSC: Dedryck Boyata wurde nach Saisonstart als neuer Kapitän bestimmt. Der Belgier beerbt den abgewanderten Vedad Ibisevic.
    Image: Hertha BSC: Dedryck Boyata wurde kurz nach Saisonstart als neuer Kapitän bestimmt. Der Belgier beerbt den abgewanderten Vedad Ibisevic.  © Imago
  5. ... auswärts in grünen Trikots auflaufen.
    Image: FC Augsburg: Bei den Fuggerstädtern tritt Jeffrey Gouweleeuw die Nachfolge von Daniel Baier an, der seine Karriere beendet hat. Der Niederländer steht seit 2016 beim FCA unter Vertrag. © Imago
  6. 1. FC Köln: Jonas Hector
    Image: 1. FC Köln: Jonas Hector ist seit 2018 Spielführer der Domstädter und führt sein Team auch bereits beim DFB-Pokal-Erstrundensieg aufs Feld. © Getty
  7. FSV Mainz 05: Danny Latza
    Image: FSV Mainz 05: Danny Latza (trägt die Binde der Rheinhessen seit Sommer 2019). © Imago
  8. Omar Mascarell (2016-2018) Eintracht Frankfurt: 45 Pflichtspiele: 2 Tore, 1 Vorlage;
(seit 2018) Schalke 04: 45 Pflichtspiele: 0 Tore, 3 Vorlagen
    Image: Schalke 04: Omar Mascarell trägt die Binde bereits in der Rückrunde der Saison 2019/20 und wird von Trainer David Wagner auch für die kommende Saison berufen.  © Imago
  9. 1. FC Union Berlin: Christopher Trimmel
    Image: 1. FC Union Berlin: Christopher Trimmel trägt bereits im ersten DFB-Pokalspiel gegen den KSC die Binde. © Getty
  10. Eintracht Frankfurt: David Abraham
    Image: Eintracht Frankfurt: David Abraham (der Argentinier führt sein Team seit 2018 als Kapitän aufs Feld). © Imago
  11. SC Freiburg: Christian Günter
    Image: SC Freiburg: Christian Günter ist in der vergangenen Saison noch Stellvertreter, nun wird er befördert.  © Imago
  12. VfL Wolfsburg: Joshua Guilavogui
    Image: VfL Wolfsburg: Joshua Guilavogui (der Franzose ist seit dem Sommer 2018 Spielführer der Wölfe). © Imago
  13. TSG Hoffenheim: Benjamin Hübner
    Image: TSG Hoffenheim: Benjamin Hübner (hält das Kapitänsamt seit Beginn der Rückrunde 2019/20 inne). © Getty
  14. Kapitänswechsel am Bayer-Kreuz: Nach 5 Jahren gibt Lars Bender die Rolle des Kapitäns ab.  Charles Aranguiz wird sein Nachfolger.
    Image: Bayer Leverkusen: Charles Aranguiz (r.) löst Lars Bender (links im Bild) ab. © Getty
  15. Borussia Mönchengladbach: Lars Stindl
    Image: Borussia Mönchengladbach: Lars Stindl (seit 2016 ist der Ex-Hannoveraner Kapitän). © Imago
  16. Leipzigs Marcel Sabitzer trifft gegen Tottenham Hotspur doppelt.
    Image: RB Leipzig: Marcel Sabitzer (löst Willi Orban ab). © Getty
  17. Dortmund
    Image: Borussia Dortmund: Marco Reus (trägt die Binde seit 2018). © Imago
  18. TSG 1899 Hoffenheim: Acht Zu-Null-Spiele.
    Image: Bayern München: Manuel Neuer (ist seit 2017 Mannschaftskapitän des Rekordmeisters). © Imago

Die Kölner gaben Gas, doch am Ende standen sie mit leeren Händen da: "Wir haben in der zweiten Halbzeit viel Druck gemacht. Wir hatten das Momentum auf unserer Seite, um am Ende vielleicht noch einen zu machen - aber genau das Gegenteil ist passiert", sagte Dominick Drexler.

Der Joker sorgte mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:2 für einen Hoffnungsschimmer, aber am Ende holten die Kraichgauer die Punkte. Vor allem in der Defensive fordert Drexler mehr Fokus: "Da müssen wir schauen, dass wir konzentrierter verteidigen."

Köln für Hamann Abstiegskandidat - Podolski sorgt sich

Ein verpatzter Start in die neue Spielzeit. Sky Experte Didi Hamann prognostiziert dem Effzeh sogar eine "schwere" Saison: "Ich habe die Kölner dieses Jahr auf Rang 17 getippt. Sie haben letzte Saison nach dem Restart die neun Spiele nicht gewonnen, der desolate Auftritt in Bremen am letzten Spieltag, wo sie 1:6 verloren haben. Und jetzt fehlt mit Cordoba, der nach Berlin gegangen ist, derjenige, der vorne die Löcher gerissen hat und unheimlich viele und vor allem wichtige Tore gemacht hat. Ich glaube, dass es für die Kölner dieses Jahr eine turbulente Saison wird."

Auch Vereins-Ikone Lukas Podolski sorgt sich um seinen Herzensklub. Gegenüber dem Express kritisierte der Weltmeister von 2014 die "ständige Unruhe" rund um den Verein. "Wenn ich als 1. FC Köln nicht den Anspruch habe, vor Teams wie Bielefeld oder Union Berlin zu landen, dann kann ich mich gleich in die Zweite Liga abmelden. Der FC braucht jetzt viel Geschlossenheit, Ruhe im Umfeld und Unterstützung für die Mannschaft", so der 35-Jährige.

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Gegen Hoffenheim haben die Kölner ihre miserable Bundesliga-Bilanz fortgesetzt. Seit elf Bundesligaspielen wartet der Effzeh auf einen Dreier.

Nicht nur sportlich findet Köln nicht in die Spur, auch die Saisonvorbereitung stand aufgrund der holprigen Personalplanung unter keinem guten Stern. Einige Schlüsselspieler sind dem Effzeh weggebrochen.

Schlüsselspieler weg - Kaugummi-Transfer da

Torjäger Jhon Cordoba wollte den Verein um jeden Preis verlassen, verabschiedete sich zu Liga-Konkurrent Hertha BSC. Mit 13 Bundesliga-Toren in der vergangenen Saison war er ein Garant für den sportlichen Erfolg des FC.

Ebenso wie Mark Uth. Mit dem gebürtigen Kölner kam der Klub zu Beginn der Rückrunde Schwung ins Team, denn der Stürmer blühte auf (fünf Tore, sechs Assists). Uth wäre gerne in seiner Heimatstadt geblieben und auch Köln hätte ihn gerne behalten, doch Stammverein Schalke 04 bestand auf die Rückkehr seiner Leihgabe.

Auch die Verpflichtung von Wunschspieler Dimitris Limnios war ein langer Transfer-Wirrwarr: Der Wechsel des griechischen Nationalspielers von PAOK Saloniki hatte sich in die Länge gezogen, weil der 22-Jährige nach einem positiven Coronatest nicht zur Vertragsunterschrift nach Köln reisen konnte. Seit Montag ist der Transfer nun in trockenen Tüchern. Der Rechtsaußen unterschrieb einen Vertrag bis 2024.

Hoffnungen liegen auf Limnios, Duda und Andersson

Neben Limnios liegen die Hoffnungen des Effzeh auf den Neuzugängen Ondrej Duda von Hertha BSC und Sebastian Andersson von Union Berlin. Gegen Hoffenheim gaben Spielmacher Duda und Stürmer Andersson ihr ihr Startelf-Debüt - und der Schwede nutzte gleich seine zweite Torchance im FC-Trikot: Per Kopf traf er zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.

Vor dem nächsten Spiel auf der Alm bei Aufsteiger Arminia Bielefeld heißt es wieder Batterien aufladen und volle Power abrufen. Und mit dem eingetüteten Kaugummi-Transfer von Wunschspieler Limnios sollten die FC-Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Horst Heldt ein wenig durchatmen können. Vielleicht kehrt bald wieder ein wenig Ruhe beim 1. FC Köln ein.

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Sky zeigt das Bundesliga-Match Arminia Bielefeld vs. 1. FC Köln am Samstag, 26. September ab 14:00 Uhr in der Original Sky Konferenz auf Sky Sport Bundesliga 1 HD sowie ab 15:15 Uhr im Einzelspiel auf Sky Sport Bundesliga 5 HD, SkyGo und mit Sky Ticket.

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