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Bundesliga, 21. Spieltag

Abstiegsangst! Kellerkinder im Fokus und direkten Duell

Sky Sport

09.02.2019 | 15:21 Uhr

Am 21. Spieltag treffen mit Hannover 96 und dem 1. FC Nürnberg die Schlusslichter der Liga direkt aufeinander.
Image: Am 21. Spieltag treffen mit Hannover 96 und dem 1. FC Nürnberg die Schlusslichter der Liga direkt aufeinander. © DPA pa

Abstiegsangst! Nichts ist wichtiger als den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt zu besiegen. An diesem Wochenende kommt zu zwei brisanten Duellen im Tabellenkeller.

Mit Hannover 96 (elf Punkte) und dem 1. FC Nürnberg (12 Punkte) treffen die beiden Klubs aufeinander, die derzeit die Abstiegsplätze belegen (Sa., ab 14 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Bundesliga 5 HD). Die Franken warten seit mittlerweile 14 Spieltagen auf einen Sieg. Bei den Niedersachsen steht die Sieglos-Serie bei neun Partien, darunter zuletzt vier Niederlagen in Folge.

96-Coach Thomas Doll spricht vor dem Duell von "Endspiel-Charakter". Die Vorfreude auf das Abstiegskampfduell ist dem 52-Jährigen anzumerken: "Alle haben Bock darauf, das Ding zu rocken am Wochenende", sagte Doll. "Alle sind noch einmal enger zusammengerückt. Jeder brennt auf das Spiel. Niemand verspürt Angst. Das freut mich natürlich."

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Thomas Doll, Trainer von Hannover 96, spricht vor dem anstehenden Spiel gegen den 1. FC Nürnberg (Videolänge: 0:51 Min.)

Verletzungssorgen in Nürnberg

Dolls Gegenüber, Michael Köllner, ist die Brisanz der Partie natürlich auch bewusst. Ein Handicap ist für die Nürnberger jedoch die enttäuschende Leistung beim Achtelfinal-Pokalaus in Hamburg (0:1) am Dienstag. "Das hängt mir noch in den Klamotten", sagte Köllner. In Hannover müsse seine Elf "Mut und Entschlossenheit" zeigen, das Spiel sei "wegweisend für beide Teams." Die Trainer sind also bereit für das Krisen-Duell.

Club-Trainer Köllner muss allerdings ohne Talent Kevin Goden (Muskelverletzung), der wochenlang fehlen wird, und Abwehrchef Georg Margreitter (muskuläre Probleme) bestreiten. Bei Patrick Erras (Magen/Darm), Federico Palacios (Achillessehne) und Virgil Misidjan (Adduktoren) ist der Einsatz sehr fraglich.

Zweites Abstiegsduell: Fortuna gegen Stuttgart

Eine Niederlage ist für keines der Teams wirklich zu verkraften. Beide Mannschaften sind also zum Siegen verdammt, um in Reichweite von Stuttgart (15 Punkte), Augsburg (18), Düsseldorf (22), Freiburg (22) und Schalke (22) zu bleiben.

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Markus Weinzierl, Trainer vom VfB Stuttgart, äußert sich zum bevorstehenden Spiel gegen Fortuna Düsseldorf (Videolänge: 39 Sekunden).

Mit Fortuna Düsseldorf und dem VfB Stuttgart treffen am Sonntag (ab 17:30 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Bundesliga 1 HD) zwei weitere Abstiegskandidaten direkt aufeinander. VfB-Coach Markus Weinzierl sieht sein Team in der Favoritenrolle: "Düsseldorf hat eine Außenseiterrolle", sagte der 44-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Spiel und begründet seine Aussage.

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"Für Düsseldorf ist es eine andere Situation. Sie stecken unten drin und sagen sich, alles ist gut, wir schaffen es trotzdem. In Stuttgart sagen wir alle, um Gottes willen, mit dieser Situation haben wir nichts zu tun. Aber das ist ein Fehler." Weinzierl hofft, dass sich seine Mannschaft bei der Fortuna "kompakter, schneller, gefährlicher" präsentiert, als etwa beim jüngsten 2:2 (0:1) gegen den SC Freiburg.

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Vier Ex-Stuttgarter bei Düsseldorf

In Düsseldorf weiß jeder Spieler, um was es geht - ums nackte Überleben in der Bundesliga. Zu Beginn der Saison sahen die Fortunen wie ein Punktelieferant par exellance aus. Seit November letzten Jahren sorgten die Rheinländer für Erfolge und Überraschungen.

Mit Siegen gegen Hertha BSC (4:1), Borussia Dortmund (2:1) und einem Remis gegen den FC Bayern (3:3) stellte die Elf von Trainer Friedhelm Funkel die Bundesligatauglichkeit unter Beweis. Nun wollen die Düsseldorfer mit vier Ex-Stuttgartern (Matthias Zimmermann, Leihspieler Marcin Kaminski, Jean Zimmer und Kevin Stöger) auch den Schwaben die Punkte streitig machen.

"Es wartet das nächste wichtige, von 14 verbleibenden, Spielen. Wir bauen auf die Unterstützung unserer Fans", sagte Funkel auf der Abschluss-PK und ergänzte: "Wir werden nicht taktieren. Wir gehen in das Spiel, um es zu gewinnen! Dafür versuchen wir den besten Plan zu entwickeln."

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