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FC Schalke 04 News: Die Folgen vom Pokal-Aus gegen 1860 München

Pokal-Aus mit Nachwehen: Schalkes bittere Erkenntnisse

Robin Schmidt

30.10.2021 | 23:23 Uhr

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DFB-Pokal, 2. Runde: Stefan Lex schoss 1860 München in die Runde der letzten 16. Der fünfmalige Cupgewinner Schalke spielte nach der Roten Karte gegen Malick Thiaw fast die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl.

Das überraschende Pokal-Aus im Traditionsduell beim Drittligisten TSV 1860 München (0:1) bringt für den FC Schalke 04 einige bittere Erkenntnisse mit sich, die sich auch auf den Kampf um den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga auswirken könnten.

Der FC Schalke 04 trat am Dienstagabend mit dem Gefühl von vier Zu-Null-Siegen in Folge im altehrwürdigen Stadion an der Grünwalder Straße an. Der Plan war klar: Mit einem Sieg beim Drittligisten TSV 1860 München und dem damit verbundenen Achtelfinal-Einzug wollten die Knappen weiteres Selbstvertrauen sammeln - und ganz nebenbei den nicht unerheblichen Geldbetrag von 500.000 Euro einkassieren.

Für die Königsblauen stand somit mehr auf dem Spiel, als nur das bloße Weiterkommen. Dessen war sich auch Trainer Dimitrios Grammozis bewusst, zumindest im Vorfeld der Partie: "Wir möchten weiterkommen und werden nichts probieren", kündigte der 43-Jährige an, nur um dann doch im großen Stil zu rotieren.

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Grammozis handelt entgegen seiner Ankündigung

Statt Säulen wie Keeper Martin Fraisl, Torjäger Simon Terodde oder Linksverteidiger Thomas Ouwejan ließ der S04-Coach im Tor Ralf Fährmann, im Sturm Marvin Pieringer und auf der linken Seite Darko Churlinov beginnen. "Ein Kader besteht nicht nur aus elf Spielern. Wir haben drei Spiele in sechs Tagen", erläuterte Grammozis seine überraschenden Maßnahmen, mit denen er ein fatales Signal setzte.

"Das waren alles Spieler, die in den vergangenen Wochen ihre Probleme hatten und nicht überzeugten", erklärt Sky Reporter Dirk große Schlarmann. Besonders das Experiment mit Churlinov, der zuletzt mehrfach von Grammozis angezählt wurde, überraschte und ging völlig schief.

Der Nordmazedonier wurde bereits nach 22 indiskutablen Minuten für Ouwejan ausgewechselt (Grammozis: "Ich fand, dass er nicht gut im Spiel war und dass wir Probleme über diese Seite hatten") und muss damit vor allem im mentalen Bereich den nächsten Rückschlag verarbeiten.

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Schalke 04 hat nach seinem Höhenflug in der Liga einen Rückschlag kassiert. Die Mannschaft von Dimitrios Grammozis unterlag nach vier Siegen in Folge in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim Drittligisten 1860 München mit 0:1.

Grammozis zeigt sich uneinsichtig

Vorne konnte Pieringer wie zuvor auch bei seinen wenigen Joker-Einsätzen überhaupt keine Akzente setzen und Fährmann machte beim entscheidenden Gegentor durch die Beine keine glückliche Figur. Hat Grammozis mit seiner Rotation das Weiterkommen leichtsinnig auf das Spiel gesetzt?

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"Das Spiel hat er verloren", meint große Schlarmann. Die aufkommende Kritik an der Aufstellung wollte sich Grammozis aber nicht gefallen. "Wenn man verliert, wird alles in Frage gestellt. Hätten wir gewonnen, hätten alle gesagt, es war genau die richtige Belastungssteuerung", zeigte sich der gebürtige Wuppertaler uneinsichtig. Fakt ist aber: Schalke hat nicht gewonnen.

Es wird auch nicht alles in Frage gestellt, schließlich befanden sich die Knappen zuletzt auf einem guten Weg, auch wenn es spielerisch nach wie vor noch viel Verbesserungsbedarf gibt. Das Pokal-Aus bringt jedoch einige bittere Erkenntnisse mit sich, die Grammozis mit seinen Experimenten deutlich sichtbar gemacht hat.

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1860-Stürmer Sascha Mölders klebt im Pokal auf seinem Trikot den Schriftzug ''Schalke 04'' ab und verrät sein Wunschlos.

Schalkes Kader in der Breite nicht gut genug

Schalke verfügt über eine gute Mannschaft, aber nicht in der Breite. Die Spieler hinter der ersten Elf haben nicht die Qualität, die es auf diesem Niveau braucht. Schalke muss seine Schlüsselspieler daher überbehüten, denn langfristige Ausfälle eines Ouwejan oder Terodde kann der aktuelle Tabellen-Dritte derzeit nicht annähernd gleichwertig kompensieren. Die Krux: Ausgerechnet ein Weiterkommen im Pokal wäre dahingehend sehr hilfreich gewesen.

Die TV-Prämie von 500.000 Euro für den Einzug ins Achtelfinale plus mögliche Zuschauereinnahmen hätten Schalke im Winter-Transferfenster mehr Verhandlungsspielraum gegeben. Daraus wird nun nichts, das Pokal-Aus könnte somit auch den Aufstiegsplan in Zukunft noch gefährden. Nach der spürbaren Ernüchterung in sportlicher sowie finanzieller Hinsicht versuchen die Königsblauen den Blick nach vorne zu richten.

Bereits am Freitag (18:30 Uhr live auf Sky) kann Schalke mit einem Erfolg beim 1. FC Heidenheim in der Tabelle auf einen direkten Aufstiegsplatz klettern. Das ist aber nur möglich mit der absoluten Topelf.

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