Zum Inhalte wechseln

Von Flaschenwurf bis Schiri-Beeinflussung

Australien führt Karten gegen Trainer ein

Sky Sport

07.11.2017 | 23:16 Uhr

In Australien setzt man jetzt auch in Sachen Trainer auf Gelbe und Rote Karten. Ein Konzept für die Zukunft?
Image: In Australien setzt man jetzt auch in Sachen Trainer auf Gelbe und Rote Karten. Ein Konzept für die Zukunft? © Getty

Coaches müssen sich in Australien ab sofort an der Seitenlinie zusammenreißen, sonst droht ihnen Gelb oder Rot. Genau wie ihren Spielern.

Amateure, Frauen, Profis: Der australische Verband hat einen entsprechenden Modellversuch mit sofortiger Wirkung Liga-übergreifend eingeführt.

Diese Vergehen werden bestraft

Gelb: Meckern, Spielverzögerungen, Verlassen der Coaching-Zone

Rot: Werfen und Treten von Gegenständen (z.B. Wasserflaschen), Spucken, Beleidigungen, provokative Gesten, Betreten der gegnerischen Betreuungszone, versuchte Einflussnahme auf den Schiedsrichter

Und die Folgen für die Coaches?

Die Konsequenzen einer Karte sind für Trainer ähnlich wie für Spieler:

Das ist das Ziel des Modells

Das Ziel ist der Karten-Einführung ist klar: mehr Transparenz für die Zuschauer. Wie bei uns konnten Trainer bislang "nur" auf die Tribüne geschickt werden. Die Karten sollen Fans helfen, "die Probleme besser zu verstehen, mit denen die Offiziellen wöchentlich konfrontiert werden, und dazu beitragen, den Respekt ihnen gegenüber zu fördern", erklärt Liga-Boss Greg O'Rourke.

Das ideale Ergebnis sei allerdings "die Verbesserung des Verhaltens innerhalb des technischen Bereichs gegenüber Spieloffizieren und auch zwischen Mannschaftsbänken", so O'Rourke weiter.

Stellt sich die Frage: Ist ein ähnliches Karten-System auch für die Bundesliga möglich? Nicht undenkbar, sollte der Modellversuch erfolgreich verlaufen. Immerhin soll es auch die australische A-League gewesen sein, die in den 90ern als erste Profi-Liga überhaupt einen Linienrichter eingeführt hat.

Weiterempfehlen: