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"Wontorra - der o2 Fußball-Talk"

Bayer Leverkusen: Unterschiedliche Meinungen zu Peter Bosz

Thomas Goldmann

23.12.2018 | 22:25 Uhr

Die Runde bei "Wontorra - der o2 Fußball-Talk" diskutiert das Engagement von Peter Bosz bei Bayer Leverkusen. 2:08
Sky Kommentator Wolff-Christoph Fuss und Sky Experte Lothar Matthäus diskutieren in diesem Video (Länge: 2:08 Minuten) bei

Bayer Leverkusen hat sich von Heiko Herrlich getrennt und Peter Bosz zum neuen Cheftrainer ernannt. Doch passt der Niederländer nach Leverkusen? Bei "Wontorra - der o2 Fußball-Talk" gibt es unterschiedliche Meinungen.

"Ich bin nicht überzeugt, weil Peter Bosz ein sehr eigenes System verfolgt und in Dortmund nicht in der Lage war, das zu hinterfragen und auf das vorhandene Personal runterzubrechen. Das hat am Anfang gut funktioniert und mündete in Harakiri-Veranstaltungen", so die Einschätzung von Sky Kommentator Wolff-Christoph Fuss bei "Wontorra - der o2 Fußball-Talk" zum Engagement von Peter Bosz bei Bayer Leverkusen.

Nach gutem Start war der BVB in der vergangenen Saison unter Bosz eingebrochen. Im Dezember musste der Niederländer schließlich seine Koffer packen. Fuss sieht die Personalie Bosz in Leverkusen skeptisch.

"Bitterer Nachgeschmack bei Bosz"

"Wenn Bosz nicht in der Lage ist, seinen Stil zu hinterfragen, dann wird es in Leverkusen schwierig - auch mit dem vorhandenen Potenzial. Der allererste Eindruck von Bosz war gut, aber der Nachgeschmack bitter", sagte Fuss über den Ex-BVB-Coach.

Anderer Meinung ist Sky Experte Lothar Matthäus. Er glaubt, dass Bosz aus seinen Fehlern gelernt hat. "Wenn jemand so etwas wie in Dortmund erlebt hat, dann wird er bei seinem neuen Arbeitgeber wahrscheinlich nicht nochmal so stur sein", führte Matthäus aus.

Findet Bosz die richtige Balance bei Bayer?

Laut Matthäus hat Bayer das Potenzial, um mit dem neuen Coach durchzustarten. "Er hat in Leverkusen ähnliches Spielermaterial wie in Dortmund - offensiv ausgerichtet, schnelle und dribbelstarke Spieler. Eben das dann zu verfeinern, nicht nur in diese Richtung, sondern die Balance zu finden. Dann ist, glaube ich, mit Leverkusen einiges zu machen", erläuterte Matthäus.

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In diesem Video (Länge: 1:23 Minuten) erklärt Sky Experte Lothar Matthäus, warum die Entscheidung von Peter Bosz clever war, Bayer Leverkusen erst zur Winterpause zu übernehmen.

Dass Bosz erst zur Winterpause bei Bayer anheuert, kommt für Matthäus nicht von ungefähr. "Ich bin davon überzeugt, dass bei Bayer seit Wochen intern die Entscheidung gefallen ist, Peter Bosz als neuen Trainer zu holen. Bosz - clever wie er ist - fängt nicht in einer englischen Woche an. Sondern er hat gesagt, dass er nur dann kommt, wenn er Zeit hat, die Mannschaft vorzubereiten. Und dafür ist ja die Winterpause da", so Matthäus.

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Bei der Entlassung von Boszs Vorgänger Herrlich hat Matthäus gemischte Gefühle. "Herrlich hatte alle Möglichkeiten, auch in der Bundesliga gewisse Ziele noch zu erreichen, aber Leverkusen glaubt nicht mehr an ihn. Deshalb ist es konsequent, aber für mich nicht unbedingt der richtige Weg", so der Sky Experte.

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In diesem Video (Länge: 1:14 Minuten) erklärt Sky Experte Lothar Matthäus, was er von der Entlassung von Heiko Herrlich bei Bayer Leverkusen hält.

Rudi Völler begründete die Trennung von Herrlich mit der "Stagnation in der Entwicklung des Teams. Auch wenn wir zum Jahresende hin wieder den Anschluss an die internationalen Plätze hergestellt haben, befinden wir uns nach der insgesamt nicht befriedigenden Halbserie in einer Situation, die einen Trainerwechsel aus unserer Sicht notwendig macht", so der Geschäftsführer Sport.

1:17
Rudi Völler erklärt, wieso sich Bayer Leverkusen von Heiko Herrlich getrennt hat (Videolänge 1:17 Minuten).

Matthäus traut Bayer Champions League zu

Bayer hatte vor der Saison das Ziel Champions League ausgerufen. Schafft die Werkself den Sprung unter die ersten vier noch mit Bosz? Matthäus hält es für möglich.

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"Die Qualität der Spieler für eine bessere Platzierung ist vorhanden. Wenn Bosz aus den Fehlern seiner Dortmunder Zeit gelernt hat, dann traue ich es ihm zu, vielleicht doch noch das große Ziel zu erreichen. Wer weiß, wer in der oberen Tabellenhälfte noch einen Einbruch erlebt? Und dann muss man bereit sein. Da glaube ich, könnte Leverkusen den Anschluss nach oben finden", sagte der Sky Experte.

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