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Bundesliga: 2. Spieltag mit St. Pauli, Nürnberg und VfL Bochum

Furiose St. Paulianer, VfL feiert Zollers Geniestreich & Mühl erlöst Club

Sport-Informations-Dienst (SID)

02.10.2020 | 18:38 Uhr

Mit gnadenloser Effizienz, aber auch einer Portion Glück hat der FC St. Pauli am Hamburger Millerntor seinen ersten Saisonsieg eingefahren.

FC St. Pauli - FC Heidenheim 4:2

Die Hanseaten setzen sich gegen den 1. FC Heidenheim mit 4:2 (2:0) durch und fügten damit den Gästen am zweiten Spieltag die erste Niederlage zu. Vor 2226 Zuschauern gingen die Norddeutschen durch den dritten Saisontreffer von Daniel Kyereh in der 26. Minute in Führung. Acht Minuten später fälschte Patrick Schmidt einen Eckball von Marvin Knoll ins eigene Tor ab.

Nicht einmal 60 Sekunden nach Wiederbeginn gelang Jannes Wieckhoff der dritte Treffer, ehe Max Dittgen (70.) erfolgreich war. Die Tore von Christian Kühlwetter (79.) und Tobias Mohr (80.) kamen zu spät. Insbesondere in der ersten Halbzeit war die Gästemannschaft von Trainer Frank Schmidt das dominierende Team, ließ aber mehrere gute Torchancen liegen. Die Platzherren konnten eigentlich nur durch ihre Effektivität überzeugen.

Aber auch nach dem Seitenwechsel lagen die Feldvorteile bei Heidenheim. Aber obwohl Schmidt schon nach einer knappen Stunde fünf frische Spieler eingewechselt hatte, gelang der erhoffte Umschwung trotz der beiden späten Tore nicht mehr.

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1. FC Nürnberg - SV Sandhausen 1:0

Lukas Mühl hat dem 1. FC Nürnberg am zweiten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga einen verdienten Heimsieg beschert. Der 23 Jahre alte Verteidiger, der bereits am Wochenende zuvor beim 1:1 des Club bei Jahn Regensburg getroffen hatte, köpfte in der 77. Minute einen Eckball von Johannes Geis zum 1:0 (0:0) ins Tor des SV Sandhausen. Für die Franken war es in diesem Jahr erst der zweite Heimsieg in einem Ligaspiel seit einem 2:0 am 2. Februar - gegen Sandhausen.

Nürnberg war nach wackeligem Start die überlegene Mannschaft, allerdings fehlten bei insgesamt 26:6 Schüssen bis zum Treffer die Präzision und der letzte Punch. Zudem hielt Gästetorhüter Martin Fraisl vor 6505 Zuschauern hervorragend. "Wir wussten, dass es schwer werden wird", sagte Trainer Robert Klauß nach seinem "hochverdienten" ersten Sieg mit dem Club bei Sky und ergänzte: "Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Die Mannschaft ist glücklich und erleichtert."

Die früh anlaufenden Sandhäuser sorgten zunächst für großes Durcheinander bei den Nürnbergern. Torhüter Christian Mathenia verhinderte dabei mit Glanzparaden bei den Schüssen von Niklas Nartey (2.) und Diego Contento (5.) einen schnellen Rückstand. Erst danach fing sich der Club, kämpfte sich in das von Fouls immer wieder unterbrochene Spiel und besaß zahlreiche Chancen, um früher in Führung zu gehen. Fraisl aber reagierte mehrfach großartig, vor allem gegen Robin Hack (29.).

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Nach der ersten Viertelstunde war Nürnberg spielbestimmend, setzte die Gäste stark unter Druck und unterband zudem deren Umschaltspiel. Der letzte entscheidende Pass aber wollte dem Club nicht gelingen. Auch Flanken blieben ergebnislos, ehe Mühl nach dem bereits 13. Eckball dann Köpfchen bewies. Den Club wiederum hatte zuvor bei einem der seltenen Konter der Sandhäuser der Pfosten beim Schuss von Daniel Keita-Ruel (62.) gerettet.

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Karlsruher SC - VfL Bochum 0:1

Der VfL Bochum hat dank eines Geniestreichs von Simon Zoller den ersten Saisonsieg in der 2. Bundesliga eingefahren. Das Team von Trainer Thomas Reis gewann beim Karlsruher SC durch Zollers sehenswertes Lupfer-Tor (14.) von der Strafraumkante mit 1:0 (1:0) - der erste Sieg bei den Badenern seit zehn Jahren.

Mit vier Punkten nach zwei Spieltagen setzte sich der VfL, der nach der Gelb-Roten Karte gegen Gerrit Holtmann (68.) in Unterzahl spielte, im oberen Tabellendrittel fest. Der KSC, der in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt perfekt gemacht hatte, steht hingegen noch immer punkt- und torlos da.

Die Bochumer, die am vergangenen Wochenende gegen den FC St. Pauli (2:2) einen sicher geglaubten Sieg durch zwei späte Gegentore noch aus der Hand gegeben hatten, taten sich schwer. Die Gäste besaßen vor 1200 Zuschauern zunächst zwar leichte Spielvorteile, der Führungstreffer durch Zollers drittes Tor im dritten Pflichtspiel der Saison hatte sich aber nicht abgezeichnet. Glück hatte Bochum nach einer halben Stunde, der Kopfball von Karlsruhes Stürmer Babacar Gueye traf nur die Latte.

Der KSC war in der Folge überlegen, aber vor dem gegnerischen Strafraum nicht zielstrebig genug. Gueye (66.) vergab per Kopf eine riesige Möglichkeit zum verdienten Ausgleich.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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