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Bundesliga News: So lösen die Vereine den Dauerkarten-Verkauf

Rätsel Dauerkarte: Wie lösen die Vereine den Verkauf der Tickets?

Sport-Informations-Dienst (SID)

09.07.2020 | 14:57 Uhr

Immer noch gewöhnungsbedürftig: Auch in der kommenden Spielzeit wird es wohl zunächst keinen Einlass für Zuschauer geben.
Image: Immer noch gewöhnungsbedürftig: Auch in der kommenden Spielzeit wird es wohl zunächst keinen Einlass für Zuschauer geben. © Imago

Weiterhin ist unklar, ob und wenn ja wie viele Zuschauer in der kommenden Saison in die Bundesliga-Stadien dürfen. Die Vereine stehen damit beim alljährlichen Dauerkartenverkauf vor großen Herausforderungen.

Über 450.000 verkaufte Dauerkarten, Einnahmen von fast 200 Millionen Euro, und der Trend ging schier unaufhaltsam in Richtung weiterer Rekordzahlen: Auf den florierenden Verkauf der Saisontickets konnten sich die Vereine der Fußball-Bundesliga Jahr für Jahr verlassen. Doch in Zeiten von Corona wird auch in diesem Bereich alles anders - die Einbußen werden erheblich sein.

Von einer Aussetzung des Verkaufs der Saisonkarten, über das Angebot von Dauerkarten nur für die Rückrunde, bis hin zur vollkommen normalen Abwicklung - die Vereine begegnen der herrschenden Ungewissheit auf unterschiedlichsten Wegen.

Bayern und Dortmund setzen den Verkauf vorerst aus

Denn noch ist nicht nur völlig unklar, ob und wann wieder Zuschauer in die Arenen dürfen, sondern auch wie viele. Eine komplette Auslastung der Stadien scheint zumindest in der Hinrunde unvorstellbar.

Demnach wurde der Dauerkartenverkauf bei Bayern München und Borussia Dortmund erst einmal ausgesetzt, bestehende Saisonkarten ruhen zunächst. Entsprechende Abonnements müssen erst bei einer Rückkehr in den Normalspielbetrieb anteilig anhand der noch ausstehenden Spiele gezahlt werden. Bei einer Teilöffnung der Arenen sollen die Dauerkarteninhaber beim Kauf von Tagestickets bevorzugt werden.

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Eine ähnlich flexible Regelung wird es beim FC Augsburg, Eintracht Frankfurt, dem FSV Mainz 05 und dem VfL Wolfsburg geben. "Angesichts der dynamischen und immer noch schwer einzuschätzenden Entwicklung der Coronakrise war es uns wichtig, unseren treuesten Fans für die kommende Saison eine faire und risikolose Dauerkarten-Lösung anzubieten", sagte VfL-Geschäftsführer Michael Meeske.

Gladbach geht eigenen Weg, RB mit Gesundheitskonzept

Einen einzigartigen Weg geht dagegen Borussia Mönchengladbach: Die Fohlen verkaufen wegen der unklaren Situation nur Dauerkarten für die Rückrunde. Das entsprechende Ticket kostet exakt die Hälfte gegenüber der Saisonkarte im Vorjahr, von einer geplanten Preiserhöhung sahen die Fohlen wegen der Coronakrise ab. Sollten früher Zuschauer möglich sein, werden die Dauerkarten entsprechend eher freigeschaltet und es wäre anteilig eine Nachzahlung fällig.

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RB Leipzig lieferte für die Rückkehr von Fans in die Stadien sogar ein erstes Konzept. Vom Gesundheitsamt erhielt RB die Erlaubnis, ab September womöglich wieder 20.000 Zuschauer in die Red Bull Arena zu lassen. Exakt diese Kapazität hätte Leipzig in den vergangenen Spielzeiten mit seinen Dauerkartenbesitzern füllen können, folglich lassen die Sachsen beim Verkauf der Saisontickets ab Freitag auch weitgehend Normalität walten.

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200 Millionen Euro fallen weg - zunächst

Generell waren in den letzten Spielzeiten der Bundesliga immer etwas mehr als die Hälfte der Stadionbesucher Besitzer einer Dauerkarte. Dementsprechend machte der Verkauf von Dauerkarten mit knapp 200 Millionen Euro auch über die Hälfte der Zuschauereinnahmen der Vereine aus. Auch wegen dieser enormen finanziellen Bedeutung spielen viele Klubs bei der Handhabung nun auf Zeit.

Der 1. FC Köln und Bayer Leverkusen haben ihren Anhängern vorsorglich bereits eine spätere Bezahlung erlaubt. Schalke 04, Werder Bremen, Arminia Bielefeld, Union Berlin, der SC Freiburg, der VfB Stuttgart, die TSG Hoffenheim und Hertha BSC wollen ihre Fans erst zu einem späterem Zeitpunkt über das Vorgehen beim Saisonticketverkauf informieren.

Nur eins scheint bei allen Vereinen bereits sicher: Die Einnahmen aus dem Dauerkartenverkauf werden wohl gegenüber den Vorjahren drastisch sinken.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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