Zum Inhalte wechseln

Bundesliga News: Tops & Flops zum Borussen-Duell Gladbach vs. BVB

Doppelpacks, Patzer, DFB-Bewerber! Tops & Flops zum Borussen-Duell

Lars Pricken

23.01.2021 | 17:29 Uhr

Hängende Köpfe in schwarz-gelb - Jubel in weiß. Die Gladbacher haben das wegweisende Duell mit dem BVB für sich entscheiden können.
Image: Hängende Köpfe in Schwarz-Gelb - Jubel in Weiß. Die Gladbacher haben das wegweisende Duell mit dem BVB für sich entscheiden können.  © Imago

Das spektakuläre Duell zwischen den Borussias aus Mönchengladbach und Dortmund hatte einiges zu bieten. Neben zahlreichen Torszenen, die zu bemerkenswerten Statistiken beitrugen, gab es auch genügend Gründe, um zwischenzeitlich den Kopf zu schütteln. Sky Sport zeigt die Tops und Flops.

Dank des 4:2-Erfolgs ziehen die Gladbacher am BVB vorbei und belegen vorerst den zur Champions League berechtigenden vierten Tabellenrang. Bei den Dortmundern geht der Blick langsam nach unten - und zur Konkurrenz. Spielen die anderen Teams nicht zu Gunsten der Dortmunder, droht sogar der Absturz auf Platz acht. Die Tops und Flops des Duells mit den Fohlen verdeutlichen die jeweiligen Situationen beider Vereine.

Bundesliga-Spielplan 2020/21

Bundesliga-Spielplan 2020/21

Am 18. September startet die Bundesliga in die neue Saison. Welche Duelle stehen zum Auftakt an? Wann steigen die Highlights? Klick Dich durch den Spielplan!

Gladbach-Tops: Bann-Brecher, gefährliche Verteidiger, DFB-Bewerber

Balsam für die Seele jedes Fohlen-Anhängers: Der Sieg gegen den BVB war aus Gladbacher Sicht längst überfällig und trägt zusätzlich dazu bei, dass die Elf von Marco Rose wieder von der Champions League träumen darf.

Nach zwölf Niederlagen gegen die Dortmunder in Serie (elfmal Bundesliga, einmal DFB-Pokal) ist der Bann gebrochen - und wie! Erstmals seit 25 Jahren erzielt die Borussia wieder vier Tore in einem Pflichtspiel gegen Dortmund. Darunter waren die Standard-Treffer 14, 15 und 16. Top-Wert in der Liga. Ein Sieg für die Tabelle und die Köpfe der Spieler.

Diese dürfen sich nach der Partie selbst beklatschen. Allen voran die brandgefährlichen Abwehrspieler. Innenverteidiger Nico Elvedi hat nach seinem Siegtreffer gegen Werder Bremen (1:0) unter Woche gegen den BVB einen Doppelpack nachgelegt. Auch Linksverteidiger Ramy Bensebaini, der erst Julian Brandt in die Wüste schickte und dann elegant zum 3:2 abschloss, bewies echte Goalgetter Qualitäten. Das Sahnehäubchen: Den vierten Treffer schoss Marcus Thuram, der nach seiner Spuck-Sperre erstmals wieder ran durfte.

Neben den Torschützen taten sich auch die Spielgestalter hervor. Mit Lars Stindl, Jonas Hofmann und Florian Neuhaus, der gleich zweimal auflegte, kamen die vier Vorlagen allesamt von DFB-Kickern, die sich noch für die Europameisterschaft im Sommer bewerben. Zur richtigen Zeit zur Stelle, denn das Spektakel wurde von Bundestrainer Joachim Löw, der auf der Tribüne saß, mitverfolgt.

Alle Tore als Video direkt aufs Handy!

Alle Tore als Video direkt aufs Handy!

Mit unserer Sky Sport App kannst Du Dir die Highlight-Videos zur UEFA Champions League schon während der Spiele direkt auf dem Handy ansehen. So geht's!

BVB-Tops: Rekord-Doppelpacker und Rückkehr des Künstlers

Auch wenn der BVB nach der Niederlage wenig Grund zur Freude haben dürfte, lief nicht alles verkehrt. Einmal mehr zeigte Torgarant Erling Haaland, dass er schon jetzt einer der weltweit Besten auf seiner Position ist. Mit seinem Doppelpack hielt er die Dortmunder nicht nur lange im Spiel, sondern brach zudem einen Bundesliga-Rekord.

Mehr dazu

Mit seinen Treffern 26 und 27 in seinem erst 28. Liga-Spiel zog der 20-jährige Norweger an HSV-Legende Uwe Seeler vorbei. Der Alt-Meister brauchte einst ebenfalls diese Anzahl an Partien für 26 Treffer - Haaland legte einen oben drauf.

Jadon Sancho ist der zweite Schwarz-Gelbe, der sich nach dem Spiel nur wenig Kritik gefallen lassen muss. Nach den schwachen Partien gegen Mainz und Leverkusen zeigte der junge Engländer, dass in ihm noch immer ein Künstler steckt. Die beiden sehenswerten Haaland-Treffer legte Sancho mit perfekter Präzision auf und fand jeweils trotz Bedrängnis die Lücken in der Gladbach-Abwehr.

Gladbach-Flops: Vogelwilde Abwehr und Stürmer-Tief

Angesichts des Spiel-Ausgangs dürfte es den Gladbachern vorerst egal sein, dass vieles gegen den BVB auch weniger rund lief. Besonders in der ersten Halbzeit hätte die Partie durchaus eine andere Wendung nehmen können. Die Abwehr der Borussia durchlief nicht nur Höhen: Vorne top, hinten flop. Oft stimmte die Zuteilung nicht, Elvedi und Ginter standen sich zwischenzeitlich gegenseitig im Weg und ließen so weite Räume offen.

Auch vorne läuft ein Akteur seiner Form etwas hinterher. Alassane Plea wartet bereits seit dem zehnten Spieltag auf eine direkte Torbeteiligung. Auch gegen die Dortmunder ließ der Franzose Chancen liegen und überzeugte lediglich durch hohen Laufaufwand.

Jetzt Push-Nachrichten zu Deinen Lieblingssportarten!

Jetzt Push-Nachrichten zu Deinen Lieblingssportarten!

Du willst personalisierte Sport-Nachrichten als Push auf dein Handy? Dann hol Dir die Sky Sport App und wähle Deine Lieblingssportarten- und wettbewerbe aus. So funktioniert's.

BVB-Flops: Schwarze Bürki-Woche, Defensiv-Wirrwarr, Kapitäns-Krise

Dem BVB droht derzeit der tiefe Fall, weil es nicht nur eine Baustelle gibt. Während die zuvor stark kritisierte Mentalität zumindest beim Comeback der Dortmunder wieder stimmt, droht ein neues Problem. Für Schlussmann Roman Bürki ist das zwischenzeitliche 2:2 der Tiefpunkt einer rabenschwarzen Woche. Schon gegen Mainz sah der Keeper nicht gut aus und ließ gegen Leverkusen gleich zwei zumindest haltbare Schüsse ins Tor. Nun muss er sich ein Gegentor komplett auf die eigene Fahne schreiben. Den Freistoß von Stindl parierte der wechselhafte Schweizer direkt vor die Füße Elvedis, der wenig Mühe hatte, die Kugel über die Linie zu drücken.

Doch auch seine Vorderleute machten über weite Strecken keine gute Figur. Von der Defensivstärke, auf die in dieser Spielzeit fast immer Verlass wahr, fehlte teils jede Spur. Symbolisch dafür steht das 1:0 der Gladbacher, bei dem ausgerechnet Abwehrchef Mats Hummels seinen Gegenspieler entkommen ließ und am Ende im Niemandsland stand. Auch sonst fehlte es oft an Führungsstärke.

Diese ließ auch der Kapitän abermals vermissen. Gladbach-Spezialist Marco Reus, der in seinen 13 Partien gegen die Fohlen neun Mal traf und fünf Treffer auflegte, war über weite Strecken kaum zu sehen. Nicht einen Schuss setzte er auf den Kasten von Yann Sommer. Die Krise des angezählten Spielführers, der nach 71 Minuten ausgewechselt wurde, spitzt sich parallel zu der des Teams zu.

Mehr zum Autor Lars Pricken

Weiterempfehlen: