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Bundesliga: Werder Bremen nach der Niederlage gegen Leverkusen

"Kein K.o.-Schlag", aber: Werder taumelt dem Abstieg entgegen

Sport-Informations-Dienst (SID), Sky Sport

19.05.2020 | 20:43 Uhr

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Sky Reporter Sven Töllner schätzt die Lage bei Werder Bremen nach der Niederlage gegen Leverkusen ein. (Länge: 1:16 Minuten)

Nach der 1:4-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen sieht es für Werder Bremen immer schlechter aus. Keine Veränderung nach der Spielpause und noch immer Tabellenplatz 17. Wie geht es weiter an der Weser?

Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt blickt trotz des schweren sportlichen Rückschlags im ersten Spiel nach der Coronapause voller Zuversicht auf den weiteren Verlauf des Abstiegskampf. "Das ist noch kein K.o.-Schlag für uns", sagte Kohfeldt nach der 1:4 (1:2)-Pleite gegen Bayer Leverkusen am Montagabend: "Wir müssen und wir werden es mental verarbeiten. Wir müssen für uns intern positiv bleiben."

Auch Werder-Manager Frank Baumann bleibt positiv: "Wenn man zu Hause 1:4 verliert, ist es ja klar, dass die Stimmung nicht gut ist. Das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Es war eine bittere Niederlage, ein Rückschlag, aber ich bin sicher, dass wir wieder aufstehen werden."

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"Zwar noch kein K.o.-Schlag, aber deutlich angeklingelt"

Kohfeldt sagte, er wolle auch die verbesserten Elemente ansprechen. Seine Mannschaft habe sich mehr Chancen herausgespielt als noch vor der Coronapause. "Es ist elementar, das Vertrauen ins Offensivspiel zu behalten", sagte der 37-Jährige, dessen Team nach fünf Heimspielen ohne eigenes Tor zumindest zwischendurch mal wieder jubeln durfte. Theodor Gebre Selassie (31.) traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Doch letztlich war Leverkusen zu stark und fügte Werder die siebte Liga-Heimniederlage in Serie zu. Kai Havertz (28., 33.), Mitchell Weiser (61.) und Kerem Demirbay (78.) trafen für die deutlich konsequenter agierende Werkself.

Sky Reporter Sven Töllner sah im Spiel gegen Bayer ein "deutlich angeklingeltes Bremen", das völlig ohne Überblick verteidigt und zu wenig Zweikampfschärfe zeigt.

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Aufgaben werden nicht leichter

Nun wird es eng für Werder. Nach 25 Spielen steht das Team von der Weser auf den 17. Rang mit nur 18 Punkten, der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt fünf Punkte. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt sei dennoch weiterhin groß, sagte Kohfeldt, auch wenn die nächsten Gegner Freiburg und Gladbach heißen.

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Während das Team von Christian Streich beim Restart nur knapp einen Sieg in Leipzig verpasste, dominierten die Fohlen in Frankfurt. Kohfeldt muss dabei nicht nur die Defensive stabilisieren, sondern auch die Offensive beleben. Im Spiel gegen Bayer gelang den Bremern nur ein Torschuss.

Neun Spiele bleiben noch, um den zweiten Bundesliga-Abstieg noch 1980 zu vermeiden. Was den Grün-Weißen bleibt, ist das Prinzip Hoffnung.

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